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Mode – motorisierte Geschwindigkeit – Kaffee: Die italienische Lebensart in 3 Tagen

Auch in diesem Jahr konnte die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Korne und Dank der tatkräftigen Organisation und Unterstützung von Anne Steinhaus wieder eine mehrtägige Exkursion für Studierende anbieten. Die erste Dezemberwoche war geprägt von vielen Erlebnissen und Erfahrungen. Mode – motorisierte Geschwindigkeit – Kaffee: die italienische Lebensart in 3 Tagen.

Am Montagmorgen ging es mit einer bunt gemischten Truppe aus Studierenden der Bachelor- und Master-Studiengänge Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen sowie Supply Chain Management in eisiger Kälte los. Um 5:45 Uhr trafen sich 37 Studierende der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften mit ihren Betreuern am Busbahnhof in Saarbrücken, um sich auf den weiten Weg nach Venedig zu machen.

Den ersten Besichtigungshöhepunkt gab es in der Nähe von Como: Mantero. Das Unternehmen gehört zu den größten Stoffwebereien und -druckereien Italiens. Die Gruppe erhielt tiefe Einblicke in die Welt des Siebdrucks. Bevor ein Auftrag in die halbautomatische Fertigungsstraße geht, werden zunächst Probedrucke von Hand erstellt. Neben dem klassischen Siebdruckverfahren beherrscht Mantero auch den Digitaldruck. Vollautomatisch können hier verschiedene Stoffe bedruckt werden. Ein weiteres Highlight war die Weberei von Mantero. Einige Kilometer von der Druckerei entfernt fertigt das noch in Familienbesitz befindliche Unternehmen seine eigenen Stoffe, die dann in der Druckerei weiterverarbeitet werden können. Mantero entwickelt die Designs gemeinsam mit den Designern der großen Modelabels und fertigt dann die entsprechenden Stoffe für die neuen Kollektionen.

 

 

Der Dienstag war geprägt von Motoren und Geschwindigkeit. Den Auftakt machte das Werk von Lamborghini in Sant’Agata Bolognese – eine Fließfertigung für Kleinserien in sauberem und klarem Fabriklayout. Besonders beeindruckend war die hauseigene Sattlerei und Näherei. Die Fertigungstiefe bei Lamborghini ist sehr groß. Neben den Karosserieteilen aus Karbon werden sämtliche Sitzbezüge und Interieurs am Standort selbst gefertigt. Im Museum gab es neben den klassischen Modellen auch Conceptcars zu sehen, die oftmals als Versuchsobjekte dienen. Die Mittagspause haben wir bei strahlendem Sonnenschein in der Innenstadt von Bologna verbracht. Am Nachmittag folgte dann das zweite motorisierte Highlight: die Produktion von Ducati. Im Von der Motorfertigung über die Montage der Bikes bis hin zum finalen Qualitätstest stand hier die Produktionskette im Fokus.  Auch die Besichtigung des Museums war für die Gruppe sehr interessant. Ausgestellt war die Entwicklung des Motorrads sowie der verschiedenen Bereiche (Streetbike, Superbike, GP-Bike).

 

 

Der Mittwoch bildete den krönenden Abschluss der Exkursion. Am Morgen besichtigten wir das Werk von DeLonghi. Der in Familienbesitz befindliche Konzern stellt übrigens nicht nur Kaffeemaschinen her, sondern unter anderen auch Küchen-Kleingeräte und Klimageräte. Natürlich standen bei unserer Besichtigung die Produktion der Kaffeemaschinen im Vordergrund. Neben der Montage stellt DeLonghi vor Ort alle Spritzguss- sowie Metallfrästeile selbst her. Das Mahlwerk bildet das Herz eines Kaffeevollautomaten. Nur auf Basis der hohen Qualitäts- und Produktionsstandards kann die Fertigung von 11.000 Tassen gewährleistet werden. Der größte Absatzmarkt für Kaffeevollautomaten ist übrigens in Deutschland.

Nach der Werkbesichtigung ging es schließlich nach Venedig, das uns mit herrlichem Sonnenschein begrüßte. Die engen, verwinkelten Gassen mit vielen Kneipen und Cafés, die Palazzi entlang des Canal Grande, die Fahrt mit der Gondel, die Anfahrt mit dem Schiff…. All dies trug einer wunderschönen und erlebnisreichen Exkursion bei.

Wir freuen uns bereits auf das nächste Jahr – noch steht das Ziel nicht fest.

 

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