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htw saar begrüßt internationale Austauschstudierende

Am 27. März 2017 begrüßte die htw saar rund 20 Austauschstudierende, die im Sommersemester ihr Gaststudium an der Hochschule beginnen. Bereits im Wintersemester 2016/17 kamen 47 Gaststudierende von Partnerhochschulen aus 14 Ländern an die htw saar. Sie stammen u.a. aus Brasilien, Finnland, Japan, Jordanien, Polen, Portugal und den USA. Einige von ihnen studieren im Rahmen eines Doppelabschlussprogramms, z.B. mit der Chinesisch-Deutsche Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Shanghai oder der Lodz University of Technology in Polen.

Ein vielfältiges Einführungsprogramm sowie Deutschkurse erleichtern den ausländischen Gästen den Einstieg an ihrer neuen Hochschule. Bei einer Stadt-Rallye können sie Saarbrücken erkunden und untereinander Kontakte knüpfen. Ein Abstecher zur Saarschleife steht ebenso auf dem Programm wie ein Museumsbesuch oder ein gemeinsamer Bowlingabend.

Andrea Roth-Bastian und Marion Hergenröther vom International Office der htw saar betreuen und unterstützen internationale Austauschstudierende bei ihrem Studienaufenthalt in Deutschland. Im Interview berichten sie von ihren Tätigkeiten und Erfahrungen.

 

Kurzvorstellung Andrea Roth-Bastian

Was machen Sie an der htw saar?
Meine Kollegin Marion Hergenröther und ich sind zusammen das Incoming-Team im International Office der htw saar. Mit Incomings bezeichnen wir Austauschstudierende von unseren internationalen Partnerhochschulen, die für einen Studienabschnitt von ein bis zwei Semestern an die htw saar kommen.

Seit wann sind Sie an der htw saar?
Ich bin seit Sommer 2008 an der htw saar – erst als Praxisreferentin mit Schwerpunkt Auslandspraktika und seit 2009 im International Office.

Was ist Ihr „Background“?
Ich habe einen Bachelor in Kulturwissenschaften und einen Master in Kommunikationswissenschaften. Meinen Berufseinstieg hatte ich bei einem Beratungsunternehmen in Köln und habe dann viele Jahre an der Universität von Amsterdam gearbeitet. Dort war ich zuletzt als Dozentin in der Abteilung Kommunikationswissenschaften und habe unter anderem in Zusammenarbeit mit der dortigen International School englischsprachige Programmangebote koordiniert und mich in dem Zusammenhang auch um Drittmittel gekümmert.

Welche Auslandserfahrungen haben Sie gemacht?
Ich habe fast meine gesamte Schulzeit in Flandern in Belgien verbracht, habe in Großbritannien und den USA studiert und war beruflich dann lange in den Niederlanden.

Welche Sprachen sprechen Sie?
Englisch, Niederländisch und Französisch.

 

Roth-Bastian
Andrea Roth-Bastian vom International Office der htw saar

 

Kurzvorstellung Marion Hergenröther

Was machen Sie an der htw saar?
Ich bin Teil des Incoming-Teams im International Office.

Seit wann sind Sie an der htw saar?
Ich habe im Sommer 2008 im International Office begonnen.

Was ist Ihr „Background“?
Ich habe Interkulturelle Germanistik, Romanistik und Volkskunde studiert und einen Doppelabschluss in einem deutsch-französischen sprach- und kulturwissenschaftlichen Studiengang erworben. Darüber hinaus habe ich eine Ausbildung zur Touristikreferentin absolviert und war dann sowohl im touristischen, kulturellen als auch kaufmännischen Bereich tätig.

Welche Auslandserfahrungen haben Sie gemacht?
Ich habe einen Teil meiner Studienzeit in Frankreich verbracht und war für eine französische Firma tätig.

Welche Sprachen sprechen Sie?
Englisch und Französisch.

 

Hergenroether
Marion Hergenröther ist seit 2008 im International Office tätig.

 

Das Incoming-Team im Interview

Was sind Ihre Aufgaben im International Office?

ARB: Meine Schwerpunkte liegen auf der Koordination des Betreuungsprogramms und der Abwicklung der Aufenthalte von Studierenden von Partnerhochschulen außerhalb des europäischen Bildungsraums. Wir haben z.B. Gaststudierende aus China, Japan, Mexiko oder den USA, Mexiko. Zusätzlich verantworte ich die Akquise und Abwicklung von entsprechenden Drittmittel-Förderprogrammen des DAAD.

MH: Mein Schwerpunkt liegt bei der Betreuung der Austauschstudierenden, die im Rahmen von Erasmus+ an die htw saar kommen. Immer öfters kommen hierüber auch Studierende aus außereuropäischen Ländern, die an unseren Erasmus+ Partnerhochschulen ihr gesamtes Studium absolvieren – z.B. Studierende aus Russland, Usbekistan oder Kolumbien, demnächst auch aus Indonesien und Pakistan. Ich bin dabei verantwortlich für die gesamte administrative Abwicklung, von der Bewerbung bis zur Dokumentation der Noten. Ziel ist es, dass die vorab vereinbarten und bestandenen Module an der Partnerhochschule anerkannt werden. Ein wichtiger Bereich meiner Arbeit ist auch die Vermittlung von Unterkünften für unsere Incomings. Dabei arbeite  ich vor allem mit den Wohnungsgesellschaften zusammen, da wir ja leider wegen der nach wie vor fehlenden Mitgliedschaft unsere Austauschstudierenden nicht in den Wohnheimen des Studentenwerks unterbringen können.

 

Welche Angebote oder Unterstützung bietet das International Office Studierenden, die ein Auslandsstudium an der htw saar absolvieren möchten?

ARB: Wir bieten Studierenden, die einen Auslandsaufenthalt an unserer Hochschule verbringen möchten, eine intensive Betreuung. Wir begleiten den gesamten Studienaufenthalt an der htw saar – von der Nominierung der Studierenden durch die Partnerhochschulen über das Zulassungsverfahren mit den zuständigen Auslandsbeauftragten in den Fakultäten bis hin zur Orientierung während eines dreiwöchigen Vorbereitungsprogramms mit Deutschkurs an der htw saar. Wir unterstützen natürlich auch bei den Formalien während und nach dem Studienaufenthalt. Wir sind für die Incoming-Studierenden das zentrale Drehkreuz zwischen Partnerhochschule, den akademische Ansprechpartnern in den Studienbereichen und den zentralen Einrichtungen wie Studierendensekretariat und Prüfungsamt. Zusätzlich bieten wir auch jedes Semester während der Vorlesungszeit ein Programm mit Exkursionen und Veranstaltungen an.

MH: Wir sind auch die „Informationsgeber“ für alle Fragen, nicht nur in Bezug auf die Hochschule, sondern auch ganz praktischer Art: z.B. Fragen zu Visum oder Aufenthalt, zu den Rundfunkgebühren, zur Mülltrennung, wo kann ich ein gebrauchtes Fahrrad kaufen, wo kann ich ein Bankkonto eröffnen usw. Unsere Informationen halten wir auch immer zweisprachig vor, weil ein Teil der Studierenden zu Beginn oft nur geringe bis keine Deutsch-Kenntnisse hat.

 

Welche Vorteile sehen Sie durch einen Auslandsaufenthalt?

ARB: Allgemein kann ich jedem Studierenden, ob an der htw saar oder einer unseren Partnerhochschulen, einen Auslandsaufenthalt nur wärmstens empfehlen. Neben den fachlichen Möglichkeiten erwirbt man interkulturelle Kompetenz und viele andere sogenannte Soft Skills. Diese werden heutzutage auch von Arbeitgebern vorausgesetzt. Für manche Studierende ist es das erste Mal, dass sie alleine sind. Sich in einem völlig anderen sprachlichen und kulturellen Umfeld zurechtzufinden stärkt die Persönlichkeit, schärft das Profil und fördert Führungspotential. Das Auslandsstudium ist ein Lebensabschnitt, der wie kein anderer prägt.

MH: Für viele der Studierenden, die ihren Auslandsaufenthalt bei uns absolvieren, ist der Erwerb von deutschen Sprachkenntnissen eine zusätzliche Schlüsselqualifikation. Ganz besonders, wenn sie sich für den deutschen Arbeitsmarkt qualifizieren möchten.

 

Was mögen Sie an Ihrem Job?

ARB: Insbesondere der Kontakt mit den Austauschstudierenden, die aus so vielen verschiedenen Ländern kommen, ist eine echte Bereicherung. Aber auch die Zusammenarbeit mit den Kollegen an den Partnerhochschulen ist sehr interessant. Die htw saar kann von ihren ausländischen Partnern sehr viel lernen. In vielen Ländern sind die Hochschulen schon wesentlich weiter, was Internationalisierung angeht.

MH: Es ist schön, in jedem Semester neue Studierende bei uns willkommen zu heißen, sie bei ihrem Aufenthalt zu unterstützen, aber auch durch sie hinzuzulernen. Es ist auch jedes Mal von neuem spannend zu sehen, wie sich die einzelnen Studierenden über die Dauer ihres Aufenthaltes weiterentwickeln. Durch unsere Arbeit haben wir mit vielen verschiedenen Personen und Stellen zu tun, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Hochschule. So schaut man auch immer wieder über den Tellerrand des eigenen Büros hinaus.

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