Sie lesen gerade: Früh übt sich, wer später mal studieren will

Früh übt sich, wer später mal studieren will

In weltweit mehr als 20 Ländern findet der Girls‘ Day und Boys‘ Day statt und ist damit das größte Berufsorientierungsprojekt. Ziel des Aktionstages ist es, Mädchen und Jungen über die ganze Bandbreite ihrer Berufsmöglichkeiten jenseits traditioneller Rollenbilder zu informieren.

In diesem Jahr war die htw saar saarlandweit die Institution mit den meisten Workshop-Angeboten und der größten Teilnehmerzahl. In den fünf restlos ausgebuchten Workshops beim Girls‘ Day nutzen die Mädchen die Gelegenheit, Einblicke in die technischen Studiengänge zu erhalten. Beim Boys‘ Day erfuhren die Jungs, worum es bei den Gesundheitswissenschaften an der htw saar geht.

Die Mädchen kamen schnell zur Erkenntnis, dass Technik heutzutage nahezu jeden Lebensbereich betrifft. Daraus ergeben sich vielfältige und interessante berufliche Möglichkeiten für angehende Ingenieurinnen. Die Jungs erforschten das unbekannte Feld „Gesundheitswissenschaften“ mit Begeisterung und dem Ergebnis, dass Pflege und Gesundheit nicht nur was für Mädchen ist.

 

 

Von der Idee zum Produkt – 3D-Zeichnen leicht gemacht
Gemeinsam mit Dipl.-Ing. Abbas Farshi konnten die Mädchen im Engineering Competence Center einen Blick in die „echte“ Arbeitswelt von Ingenieuren werfen. Mit Hilfe eines 3D-Zeichenprogramms konstruierten sie selbständig einen Schlüsselanhänger und ließen das fertige Produkt auf dem Bildschirm rotieren. Insbesondere die Möglichkeit, etwas selbst zu fertigen und das Ergebnis mit nach Hause nehmen zu können, kam bei den Teilnehmerinnen sehr gut an.

Medizintechnik zum Ausprobieren
Im Labor für medizinische Gerätetechnik konnten die Schülerinnen bei Prof. Dr. Michael Möller einen Einblick in den Krankenhausalltag und die Elektrochirurgie bekommen. Die Teilnehmerinnen konnten selbst austesten, mit einem Ultraschallgerät in den eigenen Körper hineinzuschauen und mit dem Endoskop wie durch ein „Schlüsselloch“ zu operieren. Insbesondere die Betreuung und die Erklärungen während der Veranstaltung bewerteten die Mädchen positiv.

Einführung in die Welt der Mikrobiologie
Gemeinsam mit Lea Winkler, Stella Pohl und Philip Schmit haben die Mädchen im Labor für Bio- und Umweltverfahrenstechnik untersucht, wo man überall Bakterien findet. Außerdem haben sie selbst Mikroorganismen gezüchtet. Dass man diese nutzen kann, um eigene Brötchen zu backen, sorgte bei den Teilnehmerinnen für Begeisterung.

Was ist eine elektronische Schaltung?
Bei diesem Angebot war ein Höchstmaß an Spannung geboten. Den Mädchen wurden zunächst im Hochspannungslabor von Prof. Dr.-Ing. Marc Klemm gezeigt, wie ein Blitz entsteht und wo Hochspannung überall im Alltag und in der Technik vorkommt. Danach haben sie bei Prof. Dr. Oliver Scholz und Timo Schwindt die Welt der elektronischen Schaltungen erkundet und ausgetestet sowie ihre eigene kleine Elektronik-Platine entworfen und hergestellt. Das Feedback fiel außerordentlich positiv aus – zumal die Mädchen das Ergebnis ihrer Arbeit mit nach Hause nehmen durften.

Catch the Moon – Bau Dir Dein eigenes Fernrohr
Prof. Dr.-Ing. Barbara Hippauf entführte die Teilnehmerinnen in die Welt der Astronomie. Die Mädchen bauten ihr eigenes Teleskop, mit dem man den Mond, den Jupiter mit den größten Monden und sogar die Saturnringe betrachten kann. Sehr interessiert waren die Teilnehmerinnen auch an den Erklärungen, wie das Teleskop überhaupt funktioniert. Das Highlight war jedoch, das Teleskop mit nach Hause nehmen zu dürfen.

Was hat Statistik mit Gesundheitswissenschaften zu tun?
Bei dem Workshop von Dr. Jessica Brensing haben die Jungs beim Boys‘ Day einen Einblick in die Gesundheitswissenschaft aus Alltagsperspektive erhalten – natürlich mit einem schmackhaften Experiment. Im Mittelpunkt stand auch, wie Statistik hilft gesund zu werden oder zu bleiben und wie man zu neuem, verlässlichem Wissen in den Gesundheitswissenschaften kommt.

 

Zufriedene Gesichter bei der Übergabe der Teilnahmebestätigungen sind der Beweis dafür, dass sich der Aufwand lohnt, dieses Programm für die rund 100 Teilnehmer auf die Beine zu stellen. An dieser Stelle herzlichen Dank an alle Mitstreiter für die erfolgreiche Durchführung der Veranstaltung!

 

 

Artikel drucken

0 Kommentare in “Früh übt sich, wer später mal studieren will”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.