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Die International Summer School 2024

Vom 17. Juni bis 05. Juli 2024 begrüßte die htw saar elf Studierende aus sechs verschiedenen Nationen zur diesjährigen Ausgabe der International Summer School (ISS). Von Partnerhochschulen aus den USA (Southern Oregon University) und Georgien (Georgian Technical University, Tbilissi), aber auch als sogenannte „Freemover“ aus England, Japan und Mexiko kamen die Teilnehmenden nach Saarbrücken, um die Hochschule, die Stadt, die Großregion, aber auch potenzielle Optionen für Masterprogramme oder den Jobeinstieg kennenzulernen.

Das akademische Programm bildete den Schwerpunkt der drei Wochen. Ein Deutschkurs, geleitet von Tina Flauder in zwei Niveaugruppen, stach dabei besonders hervor. Durch interaktive und praxisnahe Unterrichtsmethoden konnten die Teilnehmenden entweder zum ersten Mal in die deutsche Sprache hineinschnuppern, oder ihre bestehenden Sprachkenntnisse vor allem in Bezug auf die Arbeitswelt in Deutschland ausbauen.

 

Die Teilnehmenden wurden selbstverständlich auch mit dem passenden Vokabular für EM-Fan-Diskussionen ausgestattet. Foto: T. Flauder/htw saar

 

Spaß bei den EM-Fan-Diskussionen! Foto: T. Flauder/htw saar

Als weitere akademische Inhalte konnten die Studierenden von einem Kurs zu interkulturellen Kompetenzen von Dr. Julia Frisch mit Schwerpunkt auf Wissen über und Kompetenzen für den regionalen Arbeitsmarkt sowie von einer Vielzahl thematischer Lectures zu aktuellen Forschungs- und Praxisthemen aus den Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften profitieren: Prof. Dr. Petra Garnjost, Prof. Dr. Timo Gehring, Prof. Dr. Frank Hälsig, Prof. Dr. Kerstin Heuwinkel, Prof. Dr. Ramona Hoffmann, Prof. Dr. Stefanie Jensen, Prof. Dr. Alexander Pöschl sowie Anna Wetzling für das European Project Semester stellten ihre Arbeit in eigens für die Summer School angebotenen Veranstaltungen vor und diskutierten verschiedene Aspekte mit den Teilnehmenden.

Neben dem Sprachkurs und den thematischen Lectures hatten die Studierenden die Möglichkeit, an insgesamt vier hochkarätigen Unternehmensbesichtigungen teilzunehmen. Besichtigungen bei Saarstahl in Völklingen, bei Hager in Blieskastel-Mimbach, bei Villeroy & Boch in Mettlach sowie für einen Teil der Gruppe auch bei Nobilia in Saarlouis boten einmalige Gelegenheiten, hinter die Kulissen international bekannter, regional verwurzelter Unternehmen zu schauen und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Diese praktischen Erfahrungen ergänzten die Inhalte aus den Hochschulkursen und hinterließen einen bleibenden Eindruck. Zudem konnten die Teilnehmenden bei dieser Gelegenheit auch den aktuellen Jahrgang des Zertifikatsstudiengangs Technisches Projektmanagement (ZTPM) der htw saar kennenlernen, die an zwei Besichtigungen ebenfalls teilnahmen.

 

Die Teilnehmenden von ISS und ZTPM bei der Hager Group, begleitet von Margit Kunz und Linus Wrona. Foto: Al Case/Southern Oregon University

 

Die ISS-Gruppe bei Villeroy & Boch, begleitet von Doris Kollmann und Linus Wrona. Foto: D. Kollmann/htw saar

 

Doch nicht nur das akademische Programm gestaltete die drei Wochen. Die Studierenden erkundeten auch die Umgebung von Saarbrücken und nahmen an verschiedenen Ausflügen teil. Dabei lernten sie die kulturelle Vielfalt der Region kennen und profitierten selbstverständlich auch von den offenen Grenzen der Großregion, die an den Wochenenden private Kurztrips nach Luxemburg, Straßburg und Paris ermöglichten. In puncto Kulturprogramm unterstützte das International Office mit zahlreichen Angeboten von einer Tagesfahrt nach Heidelberg über ein Picknick am Staden, einem Besuch bei der Fête de la Musique, der Besichtigung der Völklinger Hütte bis hin zu Stand Up Paddling auf der Saar sowie einem Karaoke-Abend im Irish Pub als krönendem Abschluss. Besonders sollte auch das Sommerfest der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften hervorgehoben werden, das bei Musik und Catering kurzerhand in eine Geburtstagsparty für die Teilnehmerin Gabriela verwandelt wurde.

 

Auch ein Besuch im Weltkulturerbe Völklinger Hütte durfte nicht fehlen. Foto: Linus Wrona/htw saar

 

Abschlussabend mit Karaoke im Irish Pub. Foto: Fernanda Huerta

 

Ein besonderes Highlight der alltagskulturellen Nebenschauplätze war für viele Teilnehmenden das Erleben der saarländischen Feier- und Fußballkultur: Die Europameisterschaft 2024 wurde in Saarbrücken großflächig mit Public-Viewing-Events gefeiert. Die mitreißende Atmosphäre, das gemeinsame Jubeln und die herzliche Gastfreundschaft der Saarländer*innen hinterließen einen bleibenden Eindruck und boten einen authentischen Einblick in die lokale Kultur. „Diese Fußballbegeisterung ist wirklich einmalig. Auch, dass hier einfach so viele Menschen zusammenkommen und draußen gemeinsam Fußball schauen und feiern, egal, ob sie sich kennen oder nicht. Das habe ich so noch nie gesehen, aber es ist großartig und macht sehr viel Spaß“, kommentierte Dylan Straley von der Southern Oregon University seine Erfahrungen während des EM-Sommers.

Insgesamt waren die drei Wochen in Saarbrücken für die internationalen Studierenden eine Zeit voller neuer Erfahrungen, spannender Entdeckungen und herzlicher Begegnungen. Sie kehren nicht nur mit neuen Kenntnissen und verbesserten Deutschkenntnissen in ihre Heimatländer zurück, sondern hoffentlich auch mit schönen Erinnerungen.

Die International Summer School, die federführend von der Stabstelle für interkulturelles Management und Deutsch als Fremdsprache in Zusammenarbeit mit dem International Office organisiert wird, soll sich als jährliches Event für Studierende von Partnerhochschulen, aber auch für Interessierte aus anderen Teilen der Welt etablieren. Sie wird daher auch über das Portal des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) beworben. Wir hoffen, dass wir auch im kommenden Jahr wieder mit Hilfe so vieler engagierter Kolleginnen und Kollegen tolle Gäste an der htw saar begrüßen dürfen!

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