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Im Gespräch bleiben: Rotary und Deutschlandstipendium

Wenn Förderer und Geförderte sich persönlich begegnen, wird aus einer finanziellen Unterstützung schnell mehr: Austausch, echtes Interesse und manchmal sogar ein langfristiges Netzwerk. Genau das prägte auch das diesjährige Treffen des Rotary Club St. Wendel Stadt mit seinen Deutschlandstipendiat*innen im Angel’s Hotel St. Wendel.

Durch den Abend führte die amtierende Präsidentin des Rotary Club St. Wendel Stadt, Professorin Susanne Hartard, die die Gesprächsrunden moderierte und den persönlichen Austausch zwischen Studierenden und Förderern gezielt anregte.

 

Treffen des Rotary Club St. Wendel Stadt mit seinen Deutschlandstipendiat*innen im Angel’s Hotel St. Wendel. Foto: htw saar

 

Drei der aktuell fünf geförderten Studierenden der htw saar nutzten die Gelegenheit, ihren bisherigen Weg, ihre Studienschwerpunkte und ihre nächsten Schritte vorzustellen. Aus der Vorstellungsrunde entwickelte sich rasch ein intensives Fachgespräch: Die Rotarier fragten interessiert nach geplanten Masterarbeiten, nach Praxisbezügen und nach beruflichen Perspektiven.

  • Pauline Meisberger (BA Architektur) berichtete von ihrem Auslandssemester in der Schweiz, das sie dank des Stipendiums realisieren konnte. Es eröffnete ihr neue Einblicke in berufliche Möglichkeiten als Architektin. Anders als in Deutschland sind dort wichtige berufspraktische Erfahrungen bereits mit einem Bachelorabschluss möglich.
  • Bastian Hubertus (MA Fahrzeugtechnik) schreibt derzeit seine Masterarbeit über die Potenziale stereoskopischer Bildverfahren und deren Auswertung durch künstliche Intelligenz zur Tiefenschätzung. Dank der langjährigen Förderung durch die St. Wendeler Rotarier konnte er sich stark auf sein Studium konzentrieren. Dass er nun, kurz vor dem Abschluss, sogar über eine Promotion nachdenkt, hätte er sich zu Beginn seines Studiums nicht vorstellen können.
  • Mary Soune-Allah (MA Medizinische Physik) steht ebenfalls kurz vor dem Studienabschluss. Mit anschaulichen Erläuterungen zeigte sie, wie unverzichtbar neben medizinischer Kompetenz auch technische Expertise bei MRT, Röntgen oder Strahlentherapie in Kliniken und Krankenhäusern ist.

In den Gesprächen wurde deutlich: Das Deutschlandstipendium bedeutet für die Studierenden vor allem Zeit und Rückenwind – Zeit für anspruchsvolle Abschlussarbeiten, für Engagement neben dem Studium und für eine bewusste Vorbereitung auf den Berufseinstieg.

Gemeinsame Verantwortung für Bildung

Auch die StudienStiftungSaar war vertreten und ordnete das Engagement in den größeren Zusammenhang der regionalen Bildungsförderung ein. Geschäftsführer Daniel Wagner hob das Deutschlandstipendium als größtes Stipendienprogramm im Saarland hervor. Im bundesweiten Vergleich verzeichnet das Saarland zudem – gemessen an den Studierendenzahlen – die höchste Förderquote. Dass die Stiftung nun seit 15 Jahren Stipendien koordiniert und auch selbst vergibt, unterstreicht die gewachsene Bedeutung des Deutschlandstipendiums für die Bildungslandschaft im Saarland. Diese Erfolgsgeschichte wäre ohne das verlässliche Engagement regionaler Förderer – wie dem Rotary Club St. Wendel Stadt – nicht denkbar.

Seitens der Hochschulleitung betonte Prof. Thomas Bousonville, Vizepräsident für Studium, Internationales und Nachhaltigkeit, wie zentral verlässliche Partner für die Umsetzung des Deutschlandstipendiums sind. Nur durch das Zusammenspiel von Hochschule, Stiftung und privaten Förderern können Chancengerechtigkeit konkret gelebt, Leistungsbereitschaft anerkannt und zugleich qualifizierte Fachkräfte langfristig an die Region gebunden werden.

Der Rotary Club St. Wendel Stadt engagiert sich seit vielen Jahren für das Deutschlandstipendium an der htw saar. Dieses kontinuierliche Engagement zeigt, wie wirksam das Zusammenspiel von Hochschule, Stiftung und regionalen Förderern sein kann.

Hintergrund: Das Deutschlandstipendium

Das Deutschlandstipendium zählt zu den zentralen Förderinstrumenten an der htw saar. Es unterstützt Studierende unabhängig von Nationalität, Alter oder Studienphase mit 300 Euro monatlich für in der Regel ein Jahr. Die Finanzierung erfolgt jeweils zur Hälfte durch den Bund und private Förderer – Unternehmen, Stiftungen oder engagierte Persönlichkeiten, vielfach aus der Region.

Neben hervorragenden akademischen Leistungen werden bei der Auswahl auch gesellschaftliches Engagement, familiäre oder persönliche Herausforderungen sowie besondere Bildungswege berücksichtigt.

Bewerbungen für ein Deutschlandstipendium an der htw saar sind vom 1. Juni 2026 bis zum 15. Juli 2026 möglich. Die Bewerbung erfolgt ausschließlich über das Online-Bewerberportal der StudienStiftungSaar.

 

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