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ITM-Day 2026: Ein Tag im Sinne der Nachhaltigkeit an der Saarschleife

Am Mittwoch, den 14. Januar 2026, war es endlich so weit: Nach monatelanger Vorbereitung, zahlreichen Meetings und unzähligen E-Mails stand unser erstes selbst geplantes Event bevor. Im Rahmen des Moduls „Management in der Tourismuswirtschaft“ durfte unser Team den diesjährigen ITM-Day 2026 organisieren – unter dem Leitthema „Nachhaltigkeit im Landkreis Merzig-Wadern“. Entsprechend groß waren Aufregung und Vorfreude, als sich unser Orga-Team früh morgens auf den Weg nach Orscholz machte – zu unserer Eventlocation, dem Cloef-Atrium. Das moderne Gebäude aus Holz und Glas in unmittelbarer Nähe zur Saarschleife bot den perfekten Rahmen für einen Tourismus-Tag zum Thema Nachhaltigkeit.
Gegen 9:30 Uhr trafen die gebuchten Busse mit den ITM-Student*innen des ersten und dritten Semesters aus Saarbrücken sowie den Erstsemester-Studierenden des DFHI aus Metz ein. Über unsere Gäste aus Frankreich haben wir uns besonders gefreut, da der ITM-Day auch das Kennenlernen und den Austausch untereinander fördern soll.
Um 10:00 Uhr startete der Tag pünktlich mit einer Begrüßung durch unsere Teamleiterin Emmi Kacanja, gefolgt von einem interaktiven Tourismus-Bingo als Kennlernspiel.

Start des ITM-Days 2026 im Cloef-Atrium in Orscholz. Foto: Viktoriya Mihaylova

Interaktive Workshops: Lernen, Austauschen, Mitmachen

Für den Networking-Teil des ITM-Days haben wir uns dieses Jahr etwas Besonderes überlegt. Ziel war es, Nachhaltigkeit nicht nur theoretisch zu behandeln, sondern erlebbar zu machen. Insgesamt nahmen die rund 60 Student:innen an vier interaktiven Workshops teil, die sich mit den Themen Nachhaltigkeit und Eventplanung beschäftigten. Die Teilnehmenden wurden in Gruppen aufgeteilt und rotierten alle 30 Minuten, sodass jede Gruppe an jedem Workshop teilnehmen konnte.

Ein Workshop wurde von Marie Hoppe aus unserem Organisationsteam geleitet und beschäftigte sich mit dem ökologischen Fußabdruck. Mithilfe von aus LKW-Plane gestalteten Fußabdrücken, auf denen Fragen standen wie „Wie oft bist Du in den letzten drei Jahren geflogen?“, konnten die Studierenden ihren eigenen Ressourcenverbrauch berechnen. Das Ergebnis: Der durchschnittliche Lebensstil in Deutschland entspricht etwa drei Erden. Umso wertvoller waren die anschließenden Impulse, wie jede:r den eigenen Fußabdruck im Alltag reduzieren kann.

Workshop 1: Berechnung des persönlichen ökologischen Fußabdrucks. Foto: Viktoriya Mihaylova

Ein weiterer Workshop wurde von Erik Hoffmann, Themen- und Projektmanager bei der Tourismus Zentrale Saarland, durchgeführt. Im Fokus standen Klimaschutz und Klimaanpassung im Tourismus – und vor allem die Frage, wie theoretische Konzepte in die Praxis überführt werden können. In Kleingruppen entwickelten die Teilnehmenden Ideen und diskutierten gemeinsam Umsetzungsansätze. Erik Hoffmann brachte es auf den Punkt: Nachhaltigkeit sei weniger eine Wissensfrage als vielmehr eine Frage der Umsetzung und der richtigen Kommunikation.

 

Workshop 2: Entwicklung von Ideen zur Umsetzung von Klimaschutz im Tourismus. Foto: Viktoriya Mihaylova

 

Ein weiterer Workshop wurde von der Fachschaft der htw saar unter der Leitung von Adea Kastrati und Sarah Marschel durchgeführt. Ziel war es, gemeinsam Eventideen für die Fachschaft zu entwickeln. Die Teilnehmer*innen wurden dafür erneut in Kleingruppen aufgeteilt und erhielten unterschiedliche, realitätsnahe Vorgaben. So sollten beispielsweise Events ohne Budget oder Veranstaltungen, bei denen nur zwei bis drei Personen an der Organisation beteiligt sind, konzipiert werden. Nach einer kurzen Arbeitsphase präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse, die anschließend von Adea Kastrati kritisch hinterfragt und gemeinsam reflektiert wurden.

 

Workshop 3: Brainstorming von Eventideen für die Fachschaft WiWi. Foto: Viktoriya Mihaylova

Der vierte und letzte Workshop wurde von Hannah Strullmeier geleitet und widmete sich der Planung eines Festivals. Die Studierenden wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Während eine Gruppe für die inhaltliche und organisatorische Planung des Festivals verantwortlich war, entwickelte die andere Gruppe ein Konzept für die mögliche Gestaltung einer Konzerthalle sowie deren Ausstattung. Durch diese Aufteilung konnten verschiedene Perspektiven der Eventplanung betrachtet und miteinander verknüpft werden.

 

Workshop 4: Planung eines Festivals und Gestaltung einer Konzerthalle. Foto: Achim Schröder/htw saar

Zum Abschluss wurden alle Workshops in einem kurzen Wrap-up zusammengefasst. Besonders gefreut hat uns das positive Feedback der Workshopleiter*innen – und das große Engagement der Teilnehmenden. „Es war eine großartige Erfahrung, einen Workshop zu leiten. Besonders gefreut hat mich, wie intensiv sich die Student*innen mit ihrem persönlichen ökologischen Fußabdruck auseinandergesetzt haben und wie dadurch ein nachhaltiges Bewusstsein geschaffen wurde“, berichtete Marie Hoppe.

 

Naturerlebnis Saarschleife: Nachhaltigkeit hautnah

Nach den intensiven Workshopphasen ging es als aktive Pause für alle Teilnehmer*innen nach draußen. Nach einem kurzen Spaziergang erreichten wir den Aussichtspunkt Cloef oberhalb der Saarschleife – ein beeindruckendes Naturwunder und Ort für nachhaltigen Tourismus in der Region. Zahlreiche Fotos, Gespräche und ein gemeinsames Gruppenbild machten diesen Programmpunkt zu einem besonderen Highlight des Tages.

Gemeinsames Gruppenfoto an der Saarschleife. Foto: Andrea Krecu-Mitovski

 

AIM Awards: Inspiration aus erster Hand

In den Nachmittag starteten wir mit den AIM Awards, die in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Achim Schröder organisiert und moderiert wurden. Unser Team übernahm die Aufgabe, nach der Preisverleihung mit den Gewinner*innen ins Gespräch zu kommen und ihnen Fragen zu ihrem Studium sowie zu ihren Abschlussarbeiten zu stellen – stets mit dem Ziel, einen Bezug zu den aktuellen Studierenden herzustellen.
Ausgezeichnet wurden Corinna Fresen („Besonderes studentisches Engagement“), Nina Brückner (Beste Master-Abschlussarbeit im Bereich „Nachhaltigkeit im Eventmanagement“), Cynthia Armitter (Beste Master-Abschlussarbeit im Bereich „Nachhaltigkeit im Destinationsmanagement“) und Hannah Laschefski (Beste Bachelor-Abschlussarbeit im Bereich „Nachhaltigkeit in der Tourismuswirtschaft“). In persönlichen Beiträgen berichteten sie von ihren Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolgen während des Studiums. Besonders eindrücklich war, wie oft die Bedeutung von Teamarbeit, Engagement und gegenseitiger Unterstützung betont wurde. In einer offenen Fragerunde wurde deutlich, dass das größte Highlight für die Absolventinnen die gemeinsame Zeit mit ihren Kommiliton*innen war.

 

Ehrung der Preisträgerinnen der AIM Awards 2026. Foto: David Donner

 

Podiumsdiskussion: Nachhaltige Events als Zukunftsthema

Den inhaltlichen Abschluss des ITM-Days bildete die Podiumsdiskussion zum Thema nachhaltiges Event- und MICE-Management im Landkreis Merzig-Wadern und im Saarland. Gemeinsam mit Dirk Neuhof (Eigenbetrieb Tourismus, Freizeit und Kultur der Gemeinde Losheim am See), Michael Riehm (Geschäftsführer der Saarschleife Touristik) und Nina Brückner (Gewinnerin AIM-Award) wurde diskutiert, welchen Stellenwert Nachhaltigkeit heute in der Eventbranche einnimmt.
Schnell wurde deutlich, dass Nachhaltigkeit längst kein „Nice-to-have“ mehr ist, sondern ein zentraler Bestandteil moderner Eventplanung. Besonders spannend war der Austausch zwischen den erfahrenen Akteur*innen auf dem Podium und der jüngeren Generation, vertreten durch Studierende im Publikum. Zudem wurde das große Potenzial der Region als nachhaltiger Eventstandort hervorgehoben – etwa durch das Cloef-Atrium oder die Natur rund um Saarschleife und Losheimer Stausee.
Interaktive Abstimmungen, offene Fragen und persönliche Fazits machten deutlich: Nachhaltige Eventkonzepte haben Zukunft – vor allem dann, wenn sie gemeinsam und kreativ weitergedacht werden.

 

Podiumsdiskussion zum nachhaltigen Eventmanagement. Foto: David Donner

 

Ein gelungener Tag

Zum Abschluss wurden alle Mitglieder*innen des Orga-Teams (Emmi Kacanja, Jana Kiefer, Maya Hoffmann, Marie Hoppe, Anna Görhardt, Nina Doumax, Claire Frast, Viktoriya Mihaylova) sowie Frau Dr. Andrea Krecu-Mitovski, Prof. Dr. Achim Schröder, Prof. Dr. Ralf Rockenbauch und Monsieur Gabriel Michel auf die Bühne gebeten. Der große Applaus spiegelte wider, was wir selbst empfanden: Stolz, Erleichterung und Dankbarkeit.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Referent*innen, Unterstützer*innen und Teilnehmer*innen. Ohne euer Engagement, eure Offenheit und eure aktive Teilnahme wäre der ITM-Day 2026 nicht das geworden, was er war. Für uns als Orga-Team war dieser Tag eine wertvolle Erfahrung und ein gelungener Abschluss eines intensiven Projekts – mit vielen neuen Eindrücken, Erkenntnissen und Begegnungen.
Der ITM-Day 2026 hat gezeigt, wie praxisnahes Lernen, Nachhaltigkeit und Teamarbeit erfolgreich miteinander verbunden werden können. Ein Tag, der uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

 

Gemeinsames Abschlussfoto nach einem erfolgreichen ITM-Day. Foto: David Donner
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