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Zwischen Schule und Hörsaal: Fabiennes Alltag als Juniorstudentin

Wie ist es eigentlich, schon während der Schulzeit an der Hochschule zu studieren? Fabienne Hahn, Schülerin der 10. Klasse und Juniorstudentin im Studiengang Produktionsinformatik, gibt Einblicke in ihren Alltag, ihre Motivation – und warum sich der Schritt für sie absolut gelohnt hat.

 

Fabienne Hahn besucht die 10. Klasse und ist Juniorstudentin im Studiengang Produktionsinformatik an der htw saar. Foto: Block/htw saar

 

„Am Anfang war vor allem Neugier da“

Zum ersten Mal vom Juniorstudium gehört hat Fabienne durch ihren Bruder, der ebenfalls Juniorstudent an der htw saar war. „Ich dachte mir, das ist eine coole Idee. Es gibt bestimmt Vor- und Nachteile – aber erstmal war da einfach Neugier.“

Bis sie sich selbst dann als Juniorstudentin bewerben konnte, dauerte es noch ein bisschen: „Ich musste ungefähr ein Jahr warten, bis es für meine Klassenstufe gepasst hat. Aber als es dann möglich war, habe ich ziemlich schnell gesagt: Das will ich machen.“

 

Informatik ausprobieren – bevor es ernst wird

Besonders gereizt hat Fabienne die Möglichkeit, in ein Fachgebiet einzutauchen, das sie spätestens seit ihrem Schulpraktikum im Bereich Robotik interessiert: Informatik.
„Ich wollte einfach mal schauen, ob das wirklich etwas ist, was ich später machen möchte.“

Das Praktikum im Robotik-Labor der htw saar in der 9. Klasse hatte sie zusätzlich bestärkt: „Ich wurde dort total herzlich aufgenommen und fand das super spannend. Deshalb wollte ich mir das genauer anschauen.“

 

Hörsaal statt Klassenzimmer – anders und doch irgendwie vertraut

Die erste Überraschung kam schneller als gedacht:
„Ich dachte, wir sitzen in riesigen Hörsälen mit ganz vielen Leuten. Aber es war eher klein und fast wie ein Klassenzimmer.“

Was für manche vielleicht erstmal abschreckend klingt, entpuppte sich für Fabienne klar als Vorteil: „Man versteht mehr, kann besser Fragen stellen – eigentlich ist es viel angenehmer.“

 

Ein ganz normaler Uni-Tag – fast

Fabiennes Alltag als Juniorstudentin unterscheidet sich gar nicht so sehr von dem „echter“ Studierender:

Zwischen Vorlesung („Die war zum Glück noch nicht direkt um 8 Uhr morgens, das heißt man konnte ein bisschen länger ausschlafen.“) und Übungsstunde ging es zum Mittagessen mit den anderen Studierenden in der Mensa („ganz wichtig!“). Als jüngere Studentin unter meist älteren Kommiliton*innen hatte sie von Anfang an keine Probleme: „Ich habe mich völlig  akzeptiert gefühlt. Alle waren super nett und ich wurde voll integriert.“

Zuhause musste sie dann noch das ein oder andere Übungsblatt bearbeiten. Das war die Voraussetzung, damit sie am Ende des Semesters auch an der Klausur teilnehmen konnte.

Der große Unterschied: Während ihre Mitschüler*innen in der Schule sitzen, ist sie an der Hochschule. Den verpassten Stoff muss sie zwar nachholen, aber: „Meine Lehrer waren sehr kooperativ. Das hat vieles erleichtert.“

 

Die größte Challenge: Zeitmanagement

Schule, Uni, Freizeit – alles unter einen Hut zu bekommen, war nicht immer einfach:
„Die Vorlesungen waren gar nicht das Problem, sondern eher die Übungsblätter. Die sind schon arbeitsintensiv.“ Daher ihr wichtigster Tipp:
„Nicht aufschieben! Und lieber ein bisschen mehr Zeit einplanen, als man denkt.“

 

Lernen, was wirklich interessiert

Ein großer Unterschied zur Schule wurde schnell deutlich:
„Ich saß da und dachte nicht: ‚Brauche ich das überhaupt?‘, sondern eher: ‚Wow, das ist interessant!‘“

Besonders spannend fand sie Inhalte mit Alltagsbezug – zum Beispiel Ideen, wie man Technik praktisch einsetzen kann: „Man merkt plötzlich: Damit könnte ich echte Probleme lösen.“

 

Klausur, Zweifel – und ein gutes Gefühl danach

Natürlich gab es auch stressige Phasen:
„Vor der Klausur habe ich mir wahnsinnig viele  Gedanken gemacht: Schaffe ich das überhaupt?“

Und nicht immer hatte sie Lust, sich hinzusetzen und zu lernen, aber: „Dieses halbe Jahr war viel Arbeit, die ich investiert habe und sich dann doch nochmal hinzusetzen, fällt leichter, wenn man sich daran erinnert, wofür man eigentlich gearbeitet hat.“

Im Rückblick sagt sie:
„Ich habe mir mehr Stress gemacht als nötig. Es ist am Ende fast wie eine Klassenarbeit – nur mit mehr Vorbereitung.“

Und die Mühe hat sich gelohnt: „Danach habe ich gemerkt, dass sich die ganze Arbeit ausgezahlt hat.“

 

Ein Blick in die Zukunft

Das Juniorstudium hat Fabienne vor allem bei einer Frage geholfen:
Ist das wirklich mein Weg?

„Ich mache jetzt noch ein weiteres Semester, weil es mir Spaß macht. Aber man kann auch merken, dass es nichts für einen ist – und das ist genauso wertvoll.“

 

Fazit: „Ich würde es wieder machen – aber etwas strukturierter“

  • Favorit: „Hochschule – weil ich nur das mache, was mich wirklich interessiert“
  • Empfehlung: „Für alle, die viele Interessen haben und sich nicht entscheiden können“
  • Ein Song, der das Juniorstudium beschreibt: „Nachdem ich das Klausurergebnis hatte, würde ich sagen, When It All Worked Out‘.“

 

„Ich würde es jederzeit wieder machen, nur mit besserem Zeitmanagement. Und ich würde etwas bedachter an die Sache rangehen, aber auf jeden Fall würde ich es wieder machen!“

Eine Sache ist Fabienne noch wichtig:

„Macht euch nicht zu viel Stress. Ein bisschen Druck muss sein  – aber zu viel bringt nichts.“

 

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