Vom deutsch-französischen Erfolgsmodell zum internationalen Netzwerk: DFHI+ startet als zukunftsweisendes Projekt
Das Deutsch-Französische Hochschulinstitut (DFHI) erweitert sein seit fast 50 Jahren erfolgreiches deutsch-französisches Hochschulmodell zum internationalen Netzwerk DFHI+. Am 6. Juli 2026 wurde an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar) im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und internationalen Netzwerkpartnern der offizielle Startschuss für diese neue Entwicklungsstufe gegeben.
Neben Begrüßungsworten von Prof. Dr. Thomas Bousonville, Vizepräsident für Studium, Internationales und Nachhaltigkeit der htw saar, dem französischen Generalkonsul Jérôme Spinoza und Prof. Dr.-Ing. Ahmad Osman, Direktor des DFHI, betonte auch David Lindemann, Chef der Staatskanzlei des Saarlandes, den hohen Stellenwert der Initiative. Das Projekt ist eng an die Frankreichstrategie+ des Landes angelehnt und wird maßgeblich durch die Staatskanzlei des Saarlandes gefördert. Mit DFHI+ verfolgt das DFHI das Ziel, das erfolgreiche deutsch-französische Hochschulmodell als Blaupause für neue trilaterale Kooperationen weiterzuentwickeln und den Wissenschafts- und Innovationsstandort Saarland nachhaltig international zu stärken.
Herzstück von DFHI+ ist die Entwicklung eines trilateralen Hochschulmodells, das das bewährte deutsch-französische Studienmodell schrittweise für Partner aus dem gesamten frankophonen Raum öffnet. Nach der ersten Phase (2026–2027) mit Kamerun und der Elfenbeinküste soll das Netzwerk ab 2027 auf weitere frankophone Partnerländer ausgeweitet werden. Das Vorhaben stärkt die Großregion als modernen europäischen Bildungsstandort, sichert internationale Fachkräfte und fördert durch praxisnahe Projekte einen nachhaltigen Know-how-Transfer direkt in die Partnerländer.
Eine erste konkrete Umsetzung innerhalb der DFHI+ Initiative bildet das Volontariat de Solidarité Internationale (VSI), das von Yann Delaunay, Direktor von France Volontaires, vorgestellt wurde. Erstmals wird dieses renommierte französische Freiwilligenprogramm in Kooperation mit einem deutschen Hochschulpartner umgesetzt. Teil des Festakts war auch eine Video-Grußbotschaft von Maurice Kamga, Präsident des kamerunischen Partnerinstituts HITAS. An dieser Einrichtung wird ab September 2026 eine Volontärin für zwölf Monate im Rahmen des VSI-Volontariats erstmalig im Einsatz sein. Zudem folgte ein persönliches Interview mit HITAS-Studierenden, die sich bereits im zweiten Studienjahr am DFHI befinden und vor Ort von ihren ersten Erfahrungen berichteten.
Lindemann hob in seiner Rede hervor: „Mit dieser Vereinbarung schaffen wir einen wichtigen Beitrag zur Internationalisierung des Hochschulstandorts Saarland. Das Saarland versteht sich als Land mit enger Partnerschaft zu Frankreich und zur französischen Sprache und Kultur. Wir haben die Französisch- und Frankreichkompetenz des Saarlandes zu einer Marke gemacht, die auch international Bekanntheit erlangt hat. Aber die französische Sprache verbindet uns nicht nur mit unseren frankophonen Nachbarn Frankreich, Luxemburg und der Wallonie, sondern mit der ganzen Welt. Besonders freut es uns, dass das Programm France Volontaires uns die Möglichkeit bietet, am Programm „Volontariat de Solidarite Internationale“ der Organisation internationale de la Francophonie teilzuhaben. Die Möglichkeit für ein deutsches Bundesland, sich an einem französischen Austauschprogramm zu beteiligen, ist nicht selbstverständlich und ehrt uns sehr. Internationale Präsenz ist heute kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Sie entscheidet darüber, wie attraktiv wir für Studierende, Forschende und Partnerinstitutionen sind.“
Mit der feierlichen Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zum VSI-Volontariat setzen die htw saar und ihr DFHI gemeinsam einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einem international vernetzten Hochschulmodell im frankophonen Raum.
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