Fokus Schulsozialarbeit an der htw saar
Am 25. September 2026 kamen 200 Teilnehmende, darunter 40 Studierende der htw saar, zur Jahrestagung der Schulsozialarbeit zusammen. Die erneut große Resonanz zeigte, wie wichtig der Austausch zwischen Praxis und Wissenschaft für die Weiterentwicklung des Arbeitsfeldes ist. Ein weiterer Impuls aus der Forschung der htw saar folgt im Oktober: Dann erscheint ein Buch mit den Ergebnissen einer bundesweiten Studie zur Schulsozialarbeit.
Zum Auftakt begrüßte Moderatorin Judith Rachel die Gäste und stimmte sie auf das Thema der Jahrestagung ein. Anschließend richteten Georg Maringer, Vizepräsident für Verwaltung und Wirtschaftsführung der htw saar, und Christine Streichert-Clivot, Ministerin für Bildung und Kultur des Saarlandes, Grußworte an die Teilnehmenden.


Den fachlichen Auftakt gestaltete Anja Thürnau mit ihrem Vortrag „Schule als sicherer Ort – systemisch-kontextsensibles Wirken im Kinderschutz“. Zehn Workshops in zwei Phasen folgten. Die Themen reichten von Kinderschutz, Gewaltschutz und Mobbingprävention über die Zusammenarbeit mit Schulleitungen bis zur Kita-Sozialarbeit. Auch der Berufseinstieg und der Übergang von der Schule in den Beruf wurden aufgegriffen. Für die Studierenden bot die Tagung Gelegenheit, Einblicke in die Praxis zu gewinnen und mit Fachkräften ins Gespräch zu kommen.

Die bevorstehende Buchveröffentlichung ergänzt die fachlichen Perspektiven der Tagung um bundesweite Daten. Für die Studie „Schulsozialarbeit im bundesweiten Vergleich“ befragten Prof. Dr. Sebastian Rahn und Lars Bieringer 5.070 Fachkräfte und untersuchten die Strukturen in allen 16 Bundesländern. Das Buch „Schulsozialarbeit in Deutschland 2025. Ergebnisse einer bundesweiten Studie“ erscheint im Oktober bei Springer VS (Schulsozialarbeit in Deutschland 2025: Ergebnisse einer bundesweiten Studie | Springer Nature Link). Ein Befund für das Saarland: Schulsozialarbeit ist dort an allen allgemeinbildenden Schulen vertreten. Zugleich arbeiten 41,9 Prozent der befragten saarländischen Fachkräfte an mehreren Schulen; bundesweit sind es 12,8 Prozent.
Tagung und Studie verdeutlichen aus unterschiedlichen Perspektiven, wie vielfältig Schulsozialarbeit ist und wie sehr ihre Arbeit von den Bedingungen an den einzelnen Schulstandorten abhängt. Ein herzlicher Dank gilt allen Referierenden, Teilnehmenden und Mitwirkenden sowie den Partnern der Tagung: dem Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes, dem Bildungscampus Saarland, MUT macht Schule und der Arbeitskammer des Saarlandes.