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Défis du Bois 3.0: Internationaler Holzbauwettbewerb in Épinal

Défis du Bois (wörtl. übersetzt: Herausforderung des Holzes) ist ein renommierter, internationaler Holzbauwettbewerb, der jährlich in Épinal (Frankreich) stattfindet. Seit 2005 wird er von der staatlichen Ingenieurschule „e│n│s│t│i│b“ in Kooperation mit Zimmermann-Verbindungen, Architektenkammern und dem Großraum Lothringen organisiert und durchgeführt. Studierende aus Frankreich, Deutschland, Belgien und Kanada stellen sich der Herausforderung, eine Mikrostruktur aus Holz zu planen, zu konstruieren und innerhalb einer Woche (8 Tage und 7 Nächte) vor Ort zu realisieren.

Thema des diesjährigen Workshops „Édition 2018“ war die Planung und Realisierung von zehn Erlebnisstationen aus Holz zu unterschiedlichen Themenfeldern für den botanischen Garten in Nancy, der dadurch zum Erlebnispark aufgewertet wird.  Begleitet und betreut wurden die Master-Studierenden der Architektur und des Bauingenieurwesens der htw saar von Prof. Dr.-Ing. Gudrun Djouahra und Prof. Dipl.-Ing. Klaus-Dieter Köehler, der diese außergewöhnliche Kooperation mit der Partnerhochschule Nancy ins Leben gerufen hat.

 

htw saar-Team: Studierende und Professoren (v.l.n.r.) Anna Müller, Yakup Dogan, Prof. Klaus Köehler, Prof. Gudrun Djouahra, Ayoub Rehab, David Dewes

Für die Studierenden ist der Workshop in Épinal immer wieder eine außergewöhnliche Erfahrung: „Dadurch, dass alle Teilnehmer des Wettbewerbs zusammen in einer Unterkunft untergebracht wurden, zusammen aßen, sich gegenseitig halfen und auch abends zusammen in die Stadt fuhren, um zu feiern, entwickelte sich bereits nach wenigen Tagen ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl.“, so einer der Teilnehmer. „Obwohl die Woche alles in allem ziemlich anstrengend war, war es eine einmalige Chance, intensive Erfahrungen zu sammeln und Spaß am planerischen und handwerklichen Arbeiten zu erleben. “

Mittlerweile wurden die Strukturen zu ihren Bestimmungsorten transportiert und werden von den Besuchern des Gartens besichtigt und erlebt.

Infos unter: www.défisbois.fr | Zum Video des Workshops 2017

 

 

Was die Studierenden berichten

  1. / 13. Januar: Erstes Treffen
    Der erste Tag wurde dazu genutzt, den Teilnehmern anfangs das allgemeine Konzept des „Défis du bois“ und die diesjährige Herausforderung zu erläutern. Aufgabe eines jeden Teams war es, eine Beobachtungsstation für einen bestimmten Teil des botanischen Gartens in Nancy zu planen und zu realisieren. Hierbei war darauf zu achten, dass die Struktur in transportierbare Einzelteile zerlegbar ist. Anschließend wurden alle Teilnehmer in 10 Gruppen à 5 Teilnehmer eingeteilt und Kontaktdaten für die Planung zwischen den Treffen ausgetauscht. Die Gruppen bestanden nach Möglichkeit aus 2 Architekten, 2 Ingenieuren und einem erfahrenen „Compagnon“ (Zimmermann).  Am folgenden Tag fuhren alle Gruppen zusammen zum botanischen Garten von Nancy, wo die Zuweisung der Stationen-Standorte und eine erste Ideenfindung folgte.
Bestimmungsort der Holzstrukturen: Botanischer Garten in Nancy

 

  1. / 17. Februar: Zweites Treffen
    Beide Tage des zweiten Treffens dienten einer konkreteren Bearbeitung der Struktur, der Klärung des Tragwerks und insbesondere der Überprüfung der Machbarkeit der Ausführung durch den Bau von Modellen und Prototypen.

 

  1. – 26. Mai: Workshopwoche
    In der Workshopwoche machten sich alle Teams an die Realisierung ihrer jeweiligen Mikrostrukturen. Zu Beginn wurde jeder Gruppe ein Fertigungsplatz in der Maschinenhalle des „enstib“ zugeteilt und die zuvor von jedem Team kalkulierten und bestellten Baumaterialien ausgehändigt. Von nun an arbeitete jede Gruppe in Eigenregie und Organisation mit hochwertigen Maschinen und gelegentlicher gegenseitiger Unterstützung an der Herstellung ihrer zuvor geplanten Objekte. Hierzu stand die Maschinenhalle täglich von 07:00 bis 22:00 Uhr zur Verfügung und diese Zeit wurde auch täglich ausgenutzt. Nachdem alle Einzelteile in der Halle hergestellt waren, wurden diese zur Montage auf eine Wiese vor der Halle transportiert und zusammengesetzt. Im Anschluss bewertete eine Jury jede Arbeit und kürte den Sieger des Wettbewerbs.
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