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Ein Blick zu unseren Nachbarn

Die Studierenden des ersten und dritten Semesters des Master-Studiengangs Kulturmanagement der htw saar machten sich im Januar 2019 gemeinsam mit ihrer Studienleiterin Prof. Dr. Nicole Schwarz auf dem Weg nach Frankreich. Als Hochschule in der Großregion ist es uns wichtig, auch das Thema „Interkulturelles Kulturmanagement“ zu beleuchten und dafür Kulturinstitutionen unserer direkten Nachbarn zu besuchen. Dieses Mal ging es nach Metz ins Centre Pompidou.

Vom Campus Rotenbühl machte sich ein Bus mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Exkursion auf den Weg in Richtung Frankreich. Dabei tat auch der Regen der Vorfreude keinen Abbruch. Vielmehr bot die gemeinsame Fahrt die Gelegenheit, sich unter den verschiedenen Jahrgängen kennenzulernen und auszutauschen.

In Metz angekommen beeindruckte sofort das Gebäude der Schwesterinstitution des Pariser Centre Pompidou mit seiner einzigartigen Architektur. Sie repräsentiert durch ihr netzartiges Tragwerk eine Anlehnung an einen traditionellen chinesischen Hut. Hinzu kommen geschickt platzierte Panoramafenster, die Ausblicke in alle Richtungen der Stadt gewähren.

Derzeit widmet sich die museale Einrichtung für moderne und zeitgenössische Kunst dem Thema der Nacht in der Malerei. Die Studierenden teilten sich in zwei Gruppen auf und erhielten eine Führung durch die Ausstellung „Die Nacht malen“, die sich über zwei Etagen erstreckte. „Ich fand die Aufmachung der Ausstellung sehr gelungen. Durch die Verwendung von dunklen Räumen und schwarzen Wänden und der Mischung zwischen Malerei, Film, Skulptur und Installation wurde Spannung erzeugt. Die dazugehörige Führung gab außerdem viele Eindrücke in die Geschichte hinter den Werken und über die Künstler“, konstatierte eine der angehenden Kulturmanagerinnen. Nach der Führung hatten die Studierenden die Möglichkeit, eine weitere Ausstellung auf eigene Faust zu besuchen.

Im Anschluss an den Besuch des Centre Pompidou blieb noch ausreichend freie Zeit, die Stadt mit ihren sonstigen kulturellen Schätzen und kulinarischen Angeboten zu erkunden. „Spannend zu sehen ist, dass das Stadtbild rund um das Centre Pompidou sehr jung und neu wirkt. In der Theorie lernen wir immer, welche ökonomischen Effekte der Bau einer solchen Kulturinstitution mit sich bringen kann. Ich finde, das konnte man in Metz sehr gut sehen“, stellte die Studentin Nina Gold fest.

Einen ganzen Tag verbrachten die Studierenden in Metz und trafen sich am späten Nachmittag an der Kathedrale Saint-Etienne, um sich gemeinsam auf den Rückweg zu machen. Die Studentin Fabienne Rütschlin zog das Resümee: „Die Idee, auf Exkursion nach Metz zu fahren fand ich sehr schön, weil so der besondere Standort unserer Hochschule innerhalb der Großregion ausgeschöpft wurde. So konnten wir über den Tellerrand schauen und dabei einen Einblick in die Kunstvermittlung unserer Nachbarn bekommen.“

 

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