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Egal was du wählst, Hauptsache du gehst wählen!

Vom 13. bis 17. Mai 2019 begrüßte die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften am Campus Rotenbühl zum zwölften Mal über 20 Dozierende von elf Partnerhochschulen aus acht Ländern. Eine Woche lang bereicherten die Gäste mit ihren Lehrveranstaltungen das Vorlesungsprogramm. Eine gute Gelegenheit für die Studierenden, einen Vorgeschmack auf ein Studium in einem anderen Land zu erhalten.

In diesem Jahr stand die Europe Week ganz im Zeichen der Europawahl am 26. Mai 2019. Die Europäische Union bietet ihren Bürgerinnen und Bürgern viele Vorteile, die selbstverständlich geworden sind und oftmals gar nicht mehr bewusst wahrgenommen werden. Zum Beispiel, dass wir ohne Grenzkontrollen verreisen oder ohne Einschränkungen im Ausland studieren können. „Europa ist wahrscheinlich die beste Idee, die die Politik jemals hatte“, so Prof. Dr.-Ing. Christian Köhler, Prodekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften in seiner Begrüßungsrede. Auch Prof. Dr. Andy Junker, Vizepräsident für Studium, Lehre und Internationalisierung an der htw saar, ermutigte alle Anwesenden am 26. Mai 2019 an der Europawahl teilzunehmen. „Stoppt nicht die guten Dinge, aber beendet die schlechten. Ich sage nicht, was Sie wählen sollen, aber bitte gehen Sie wählen – damit kein weiterer Brexit passiert.“

 

Gruppenbild bei der offiziellen Eröffnung der Europe Week 2019.

Ron Wells von der Partnerhochschule University of Hertfordshire ist zum fünften Mal bei der Europe Week: „Die Europe Week ist wunderbar. Sie zeigt, worum es bei Europa gehen sollte: Es geht um eine große Gemeinschaft, Integration, unterschiedliche Kulturen. Es ist eine Art, Ideen auszutauschen und neue Menschen kennenzulernen. Was den Brexit betrifft hoffe ich, dass das britische Volk noch einmal gefragt wird. Es wäre ungewöhnlich, aber ich hoffe, dass es so sein wird. Doch auch im Falle eines Brexits gehe ich davon aus, dass es Programme geben wird, die Kooperationen in Studium, Lehre und Forschung weiterhin ermöglichen.“

Dies ist für die internationale Zusammenarbeit wichtig – denn die Europe Week ist eine großartige Möglichkeit, Wissen und Erfahrungen miteinander zu teilen und neue Ideen zu entwickeln. Sie verbindet Hochschulen und Menschen durch langjährige Freundschaften und trägt zu einem besseren Verständnis anderer Kulturen bei.

„Die Idee der Europe Week ist, unser gesamtes Netzwerk an einem Ort zusammenzubringen. Wir möchten unsere Studierenden mobilisieren, ins Ausland zu gehen. Außerdem möchten wir Internationalisierung auf den Campus bringen. Es gibt Studierende, die nicht ins Ausland können oder möchten. Mit der Europe Week ermöglichen wir ihnen dennoch einen internationalen Fokus während des Studiums. Gleichzeitig bietet die Veranstaltung auch einen Austausch im Bereich der Lehre und Forschung“, erklärt Prof. Dr. Malte Beinhauer, Auslandsbeauftragter der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und seit 2016 Projektverantwortlicher der Europe Week.

 

Eine Woche lang bereicherten die Gastdozierenden mit ihren Lehrveranstaltungen das Vorlesungsprogramm am Campus Rotenbühl.

Kaija Haapasalo, Leiterin des Studiengangs International Business and Logistics an der finnischen Metropolia University of Applied Sciences ist bereits zum dritten Mal bei der Europe Week. Die beiden Hochschulen sind enge Partner und haben erst im Winter ein Abkommen für ein gemeinsames Doppelabschlussprogramm unterzeichnet. Im Bereich Logistik gibt es bereits eine enge Zusammenarbeit – z.B. im Rahmen gemeinsamer Forschungsprojekte oder Lehrveranstaltungen. „Ich freue mich hier zu sein.  Das Programm ist super organisiert und ich finde es immer wieder interessant, sich mit den Kollegen aus dem Ausland auszutauschen. Unter vielen Kollegen sind bereits Freundschaften entstanden. Das finde ich toll.“

Neben den Lehrveranstaltungen findet während der Europe Week auch die Study Abroad Fair des International Office statt – eine gute Gelegenheit Professorinnen und Professoren, Dozierende und Studierende ausländischer Hochschulen persönlich kennenzulernen.  So nutzten u.a. aktuelle Incoming- und zukünftige Outgoing-Studierende des Doppelabschlussprogramms im Wirtschaftsingenieurwesen zwischen der htw saar der Technical University of Lodz die Study Abroad Fair, um sich auszutauschen und zu vernetzen.

 

Austausch zwischen Incomings und Outgoings

Auch bei den anderen Studierenden kommt die Study Abroad Fair gut an. Maren Andres studiert Betriebswirtschaftslehre im 6. Semester und war im letzten Jahr im Rahmen der Mexican Spring Academy für zwei Wochen in Mexiko. Da sie das kommende Semester ein Praktikum absolvieren wird, plant sie ein Auslandssemester für ihr Master-Studium. Ihre Erwartungen: Die Sprache danach perfekt zu beherrschen, in eine neue Kultur einzutauchen und neue Freunde kennenzulernen. Auch Victor Hlybin studiert an der htw saar BWL im 6. Semester. Er stammt aus der Ukraine und ist für sein Studium extra nach Deutschland gekommen. „Die Europe Week ist sehr interessant und informativ. Ich finde es klasse, dass Vertreter von den Partnerhochschulen hier sind und dass Studierende aus Finnland gekommen sind.“

 

Bei der Study Abroad Fair können Studierende die Partnerhochschule der htw saar kennenlernen.

Die Europe Week möchte nicht nur Studierende zu einem Auslandsaufenthalt ermuntern, auch auf wissenschaftlicher Ebene bietet die Veranstaltung eine erfolgreiche Austausch-Plattform. Alle Gastdozenten werden während ihres Aufenthalts von einem Tandempartner, einem Dozierenden der htw saar, begleitet. Diese Tandembildung hat schon oft dazu geführt, dass sich Lehrende an der htw saar für eine Auslandsdozentur entschieden haben. Darüber hinaus wurden in den letzten Jahren mehrfach gemeinsame Forschungsprojekte sowie gemeinsame Veröffentlichungen initiiert.

 

Gemütlicher Ausklang der Europe Week beim gemeinsamen Farewell Dinner

 

 

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