Sie lesen gerade: Industriekultur damals und heute

Industriekultur damals und heute

Die Studierenden des Zertifikats-Studiengangs Technisches Projektmanagement haben zum Einstieg ins Wintersemester einen Deutsch-Intensivkurs absolviert. Dabei kamen auch Fachinhalte nicht zu kurz – allerdings nicht theoretisch, sondern über Besichtigungen von Firmen aus den unterschiedlichsten Industriezweigen. Die Studierenden besuchten die Unternehmen Fresenius Medical Care, Festo AG & Co. KG, Landesamt für Straßenwesen, ZF, Vensys Energy AG, Saarstahl und die Völklinger Hütte, wo sie interessante Einblicke gewinnen konnten.

So stand beim Produktions- und Logistikstandort von Festo in St. Ingbert-Rohrbach der Aspekt Automatisierungstechnik im Vordergrund. Das Unternehmen ZF als weltweit aktiver Technologiekonzern liefert Systeme für die Mobilität von Pkw, Nutzfahrzeugen und Industrietechnik. Bei Vensys Energy AG in Neunkirchen, dem aus einer Forschungsgruppe der htw saar hervorgegangenen Produzenten von getriebelosen Windkraftanlagen, erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in das Thema Erneuerbare Energien. Die Studierenden zeigten sich beeindruckt von der Vielfältigkeit der saarländischen Unternehmen, die in ihren Bereichen auf dem Weltmarkt zum Teil ganz vorne mitspielen.

 

Dabei haben sie nicht nur Informationen über die Unternehmen mitgenommen, sondern teils auch direkt erfahren, wie sich die Arbeit vor Ort gestaltet. Eindrucksvoll war die Erfahrung in einer Gondel, dem Gehäuse einer Windkraftanlage, zu stehen und zu spüren, wie es sich anfühlt, hier als Techniker zu arbeiten.

Bei Fresenius Medical Care beeindruckte, wie mit innovativen Lösungen und Automatisierungstechnik der medizinische Fortschritt vorangetrieben wird. Der Besuch der Baustelle „Neubau einer Autobahnbrücke“ zeigte beeindruckend, wie Projektmanagement in der Praxis beim Landesamt für Straßenwesen funktioniert.

 

In der Summe war es für die Teilnehmenden sehr spannend, so viele unterschiedliche Institutionen von innen zu sehen und tiefere Einblicke in die facettenreichen Aufgaben von Ingenieuren der unterschiedlichsten Disziplinen zu erhalten. Die technischen und innovativen Aspekte fanden die Studierenden besonders spannend.

Den Kontrapunkt zu den hochtechnisierten Unternehmen bildete der Besuch bei der Völklinger Hütte, wo die Studierenden in die Geschichte der Stahlindustrie im Saarland eintauchten. Der Studierende Usama Issa zeigte sich beeindruckt von der Völklinger Hütte als Meilenstein der Industrialisierung in Deutschland. Beim Aufenthalt in der Völklinger Hütte kam auch das zweite Highlight – die aktuellen Ausstellungen – nicht zu kurz. Das Gold der Pharaonen und die 5. UrbanArt Biennale® 2019 Unlimited zogen die Studierenden ebenso in ihren Bann. „Die Kombination der Ausstellungen und des Eisenwerks war unerwartet aber atemberaubend“, so Miguel Muïño, Teilnehmer des Zertifikats-Studiengangs.

 

Die Besichtigungen haben für die Teilnehmenden nicht nur den Deutsch-Intensivkurs aufgelockert, sondern auch durch die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche und Technologien der Unternehmen großen Mehrwert geboten. Die Studierenden haben sich auf eine Zeitreise in die Industriegeschichte begeben: beginnend mit einer Hochburg der damaligen Stahlkocher über die Komplexität teils mehrjähriger Projekte im Straßen- und Brückenbau, der teil-/vollautomatisierten Fertigung von Produkten bis hin zu erneuerbaren, zukunftsweisenden Energien.

Den Abschluss der Intensivwochen bildete ein kulturelles Highlight der Region: ein Besuch der Stadt Luxemburg. Die Studierenden besichtigten das UNESCO Weltkulturerbe mit der ehemaligen Festung und der Altstadt. So klangen die arbeitsreichen Unterrichtswochen mit einem kulturellen und geselligen Erlebnis aus.

Das Zertifikats-Programm „Technisches Projektmanagement“ gehört zum Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ Landesnetzwerk Saarland) – Brückenmaßnahmen für Akademiker“ und hat das Ziel, ingenieurtechnische Fachkräfte berufs­bezogen zu qualifizieren und praxisorientiert für den Einstieg in den Arbeitsmarkt vorzubereiten.

Artikel drucken

0 Kommentare in “Industriekultur damals und heute”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.