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Gelernte Theorie im Praxisalltag einer Klinik erleben

Sechs Medizinphysik-Studierende der htw saar haben zwei Tage lang intensive Einblicke in das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am CaritasKlinikum Saarbrücken gewinnen können. Zwischen dem CaritasKlinikum und der htw saar besteht seit 2008 ein Kooperationsvertrag. Prof. Dr. med. habil. Dr. h. c. mult. Dirk Pickuth, Chefarzt des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, hält im Rahmen seines Lehrauftrags an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften seit vielen Jahren regelmäßig Vorlesungen für Studierende der htw saar. „Es ist mir wichtig, den jungen Menschen das, was sie in der Theorie lernen, auch in der Praxis näher zu bringen“, betont der Chefarzt. „Es ist außerdem eine gute Gelegenheit, uns als exzellenten Arbeitgeber vorzustellen, da wir speziell auf dem Gebiet der Radiologie sehr viel zu bieten haben und zum Beispiel über die modernste technische Ausstattung verfügen.“

Foto: Nele Scharfenberg

Die Studierenden konnten alle Geräte, wie zum Beispiel Röntgen- und Mammographiegerät, aber auch die Großgeräte, wie Computer- und Magnetresonanztomograph, direkt im praktischen Einsatz erleben. Mathias Bennoit und Julia Gerlich vom Leitungsteam der Medizinisch-Technischen-Radiologieassistenten zeigten ihren Arbeitsalltag in der Klinik und erklärten jeden Arbeitsschritt ganz genau. Die Studierenden verfolgten live die Injektion von Kontrastmittel durch den Arzt und das anschließende Thorax-CT eines Patienten. „Ziel ist es, den Patienten und vor allem die Risikoorgane so wenig wie möglich zu belasten. Die Strahlung wird deshalb so niedrig wie möglich dosiert“, erklärt Mathias Bennoit. „Innerhalb von nur wenigen Sekunden liefert das CT-Gerät einen umfassenden Datensatz, den wir noch mit verschiedenen Methoden nachverarbeiten können. Zum Beispiel sind dreidimensionale Darstellungen möglich. Anschließend stellen die Radiologen dann die Diagnose. Das ist wirklich unglaublich spannend.“

Foto: Nele Scharfenberg

Die sechs Studierende sind im zweiten Semester ihres Master-Studiengangs und waren nach dem zweitägigen Aufenthalt im CaritasKlinikum beeindruckt. „Uns wurde alles gezeigt und sämtliche Fragen beantwortet. Wenn man die gelernte Theorie in der Praxis sieht, ist es viel einfacher, die Zusammenhänge zu verstehen“, sagt Svenja Zapp, die nach dem Abitur ursprünglich Medizin studieren wollte, sich dann aber für die Medizinphysik entschieden hat. „Der technische Fortschritt ist gewaltig, und zu sehen, was alles möglich ist, finde ich einfach faszinierend.“

Foto: Nele Scharfenberg

Im Anschluss an die Vorlesung und das Praktikum absolvierten die Studierenden noch eine mündliche Prüfung, bei der das Erlernte der beiden vorangegangenen Tage abgeprüft wurde. Dieses Mal fielen die Prüfungen besonders gut aus.

Foto: Nele Scharfenberg

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