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Additive Circle auf der make.it.saarland 2022

Unter dem Motto „Einfach machen“ fand am 14. und 15. Mai 2022 die make-it.saarland im Gewerbepark Eschberger Weg in Saarbrücken statt. Organisiert wurde die Veranstaltung durch das East Side Fab, die regionale Maker-Szene und das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie. Schwerpunktthemen waren unter anderem Innovation, Technologie, Nachhaltigkeit und Making. Auch das Thema 3D-Druck war auf der Veranstaltung oft vertreten. Doch was tut man eigentlich mit Fehldrucken oder Altdrucken die nicht mehr benötigt werden?

Mit dieser Frage hat sich die Forschungsgruppe Innovation und Nachhaltigkeit in Wertschöpfungssystemen des WI Instituts der htw saar beschäftigt.

 

In dem vom VDI Landesverband Saar geförderten Projekt Additive Circle wurde, dem Prinzip einer Circular Economy folgend, ein Prozess aufgebaut, welcher das Recycling von Alt- und Fehldrucken ermöglicht. Die Prozesskette teilt sich in drei Teilprozesse auf, welche sich von der Zerkleinerung von Alt- und Fehldrucken und dem Trocknen des hergestellten Granulats, über die Extrusion, Abkühlung und Aufwicklung des Recycling Filaments bis hin zum erneuten 3D-Druck erstrecken. Optisch konnten bisher keine Unterschiede zwischen Druckobjekten aus neuem und recyceltem Filament festgestellt werden. Es gilt noch zu erforschen, wie sich die Werkstoffeigenschaften durch den Recyclingprozess verändern. Aktuell wird im Projekt Additive Circle ausschließlich PLA verwendet, der Prozess soll jedoch in Zukunft auch auf weitere Kunststoffe ausgeweitet werden, wie z.B. die Herstellung von Filament aus PET-Flaschen oder Flaschendeckeln.

„Die Frage, ob das Recycling von Alt- und Fehldrucken auch im privaten Umfeld möglich, erschwinglich und auch sinnvoll ist, stellt sich vielen Makern. 3D-Druck wird auch im privaten Bereich immer beliebter, es fallen aber auch kaum vermeidbare Kunststoffabfälle an, seien es Stützstrukturen, fehlgeschlagene Drucke, Drucke, die ihren Zweck nicht erfüllen oder Drucke die nicht mehr benötigt werden. Dementsprechend war das Interesse an unserem Recycling-Demonstrator groß und das Feedback gestaltete sich durchweg positiv“, sagt Prof. Dr.-Ing. Christian Köhler, Leitung der Forschungsgruppe Innovation und Nachhaltigkeit in Wertschöpfungssystemen.

 

Weitere Infos zum Projekt Additive Circle, sowie Kontaktdaten verfügbar unter: Additive Circle

 

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