Sie lesen gerade: FITT in die Zukunft

FITT in die Zukunft

Die FITT gGmbH, das Institut für Wissens- und Technologietransfer an der htw saar, feierte am 7. November mit über 200 Gästen vor Ort sowie 170 Teilnehmern im Livestream im Rahmen einer Zukunftskonferenz ihr 20-jähriges Bestehen.

Ein echter Delorean mit Flügeltüren wie aus dem Film „Zurück in die Zukunft“ neben mit modernster Technik ausgestatteten Forschungsfahrzeugen aus der htw saar, ein breit gefächertes Konferenzprogramm, eine Ausstellung mit Transferprojekten zum Anfassen, Startup-Pitches: So spannte die FITT gGmbH bei ihrer Jubiläumsveranstaltung den Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft und stellte sich in ihrer ganzen Bandbreite dem Publikum vor.

„Seit der ersten Stunde agiert die FITT gGmbH als wichtiges Bindeglied zwischen Hochschule und externen Partnern und hat dabei die saarländische Forschungsgeschichte geprägt und mitgeschrieben. Ziel und Anspruch von htw und FITT ist es nicht nur, aussichtsreichen innovationsorientierten Gründungen zu einem gelungenen Start zu verhelfen, sondern sie auch über die ersten Jahre hinweg mit Rat und Tat zu begleiten und zu unterstützen. Hierbei dient FITT sowohl als Impulsgeber für Gründungen als auch als Fördermittelgeber“, so stellte die Ministerpräsidentin des Saarlandes, Anke Rehlinger, in ihrem Grußwort die Arbeit des Institutes heraus.

Htw-saar-Präsident Prof. Dr.-Ing. Dieter Leonhard betonte: „Die FITT gGmbH steht für erfolgreiche anwendungsnahe Forschungs- und Entwicklungsprojekte zwischen der htw saar und Unternehmen, Sozialträgern sowie Landeseinrichtungen. Sie hat sich damit in den vergangenen 20 Jahren für die Region zu einem leistungsstarken und verlässlichen Partner beim Wissens- und Technologietransfer, bei Unternehmensgründungen sowie bei der Führungskräftequalifizierung aus dem In- und Ausland entwickelt. Sie wird weiterhin einen wichtigen Beitrag zur regionalen Transformation leisten.“

Prof. Dr.-Ing. Horst Wieker, htw saar, Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Philosoph, Anke Rehlinger, Ministerpräsidentin des Saarlandes, Mirjam Schwan, Geschäftsführerin FITT gGmbH, Dr. Frank Thomé, HGF IHK Saarland, Prof. Dr.-Ing. Dieter Leonhard, Präsident htw saar, Andreas Gühring, Vorsitzender des Aufsichtsrats FITT gGmbH. Fotos: Iris Maria Maurer

Auch wenn die Anfänge des FITT ins Jahr 1985 zurückreichen, so setzte die Veranstaltung die GmbH-Gründung vor 20 Jahren in den Fokus. Die Treiber dieser Neuaufstellung, darunter der damalige Hochschulpräsident Prof. Dr. Wolfgang Cornetz, Hydac-Gründer Otmar Schön sowie Orbis-Gründer Wolf Jürgen Schieffer, Prof. Dr. Günter Schmidt-Gönner und Prof. Dr. Klaus Jürgen Schmidt, wurden mit einer Laudatio durch den seinerzeit aktiven Wirtschaftsminister Dr. Hanspeter Georgi geehrt. „Ich bin der Weitsicht der damals involvierten Personen sehr dankbar. Die strukturelle Neuaufstellung ist eine zukunftsfähige Grundlage für unser Wirken an der Schnittstelle zwischen Hochschule, Wirtschaft und Gesellschaft. Nicht umsonst wurde die FITT gGmbH auch international als Best-Practice-Beispiel für erfolgreichen Technologietransfer von verschiedenen Seiten gewürdigt“, freute sich Mirjam Schwan, die seit 2019 die Geschäfte der FITT gGmbH führt.

Als besonderes Highlight wartete die Konferenz mit zwei Keynotes auf: Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Philosoph und stv. Vorsitzender des Deutschen Ethikrats, und Sohaila Ouffata, Geschäftsführerin von BMW i Ventures GmbH und Gründerin der African Tech Vision. Nida-Rümelin reflektierte über die kulturellen und wissenschaftlichen Rahmenbedingungen für Innovation und Fortschritt. Die Venture Capital Expertin Ouffata berichtete engagiert über das Innovationspotenzial afrikanischer Gründerinnen sowie auch über die spezifischen Herausforderungen afrikanischer Startup Ökosysteme.

v.l.: Michael Zimmer, Geschäftsführer m+r Manufaktur GmbH, Dr. Frank Thomé, HGF IHK Saarland, Elena Yorgova-Ramanauskas, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie des Saarlandes, Prof. Dr. Charis Förster, Vizepräsidentin für Forschung, Wissens- und Technologietransfer, htw saar, Mirjam Schwan, Geschäftsführerin FITT gGmbH, Christian Preiser, Journalist und Moderator.

Damit stellte sie eine direkte inhaltliche Verbindung her zu den breit gefächerten Angeboten der FITT für internationale Fachkräfte, Gründer*innen sowie ab nächstem Jahr auch für internationale Studienanwärter*innen, die das neue Studienvorbereitungsprogramm Prep-For-Study absolvieren wollen.

Die einzelnen Transferpanels der Veranstaltung, besetzt mit forschungsstarken Professor*innen, regionalen Unternehmen und Startups, setzten sich mit den Themen „Mobilität der Zukunft – Zukunft der Mobilität“, „Strukturwandel und Fachkräftewandel“ und „Digitalisierung und Startups“ auseinander. In der abschließenden Podiumsdiskussion widmeten sich die Panelisten der Frage: Brauchen wir eine Zeitenwende für Innovation und Transfer? In diesem Kontext betonte die Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, Elena Yorgova Ramanauskas: „Der Transfer von Wissen und Technologie ist ein zentrales Handlungsfeld der saarländischen Wirtschaftspolitik. An unseren Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen entstehen täglich neue Ideen, neue Lösungsansätze und neue Erkenntnisse. Gemeinsam mit der FITT gGmbH sorgen wir dafür, dass daraus auch neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen entstehen. FITT bringt kluge Köpfe aus Wirtschaft und Wissenschaft an einen Tisch und fungiert als Moderator und Antreiber für eine Zusammenarbeit mit Ergebnissen.“

Die Jubiläumsveranstaltung machte einmal mehr deutlich: Gerade aus der Vielfalt der Kompetenzen innerhalb des htw saar-Ökosystems sowie im engen und wechselseitigen Zusammenspiel mit regionalen Unternehmen und Gesellschaft, ergibt sich der Mehrwert der generierten Forschungs- und Transferprojekte. Die Arbeit an der Schnittstelle in der Rolle des Ermöglichers, wie das Institut FITT es seit vielen Jahren tut, kann nur gelingen, wenn die Offenheit für Kooperationen bei allen Akteuren vorhanden ist. Ebenfalls bedarf es einer entsprechenden Flankierung seitens der Landespolitik sowie eines engagierten Teams, das  die Projekte vorantreibt. FITT und htw saar demonstrierten mit der Zukunftskonferenz, was unseren viel gelobten Hochschulstandort Saarland ausmacht und wie anwendungsorientierte Forschung in der Praxis funktioniert.

Die Veranstaltung wurde unterstützt von: Handwerkskammer des Saarlandes, htw saar, IANEO Solutions GmbH, Industrie und Handelskammer des Saarlandes, ME Saar, Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie des Saarlandes, MHA ZENTGRAF GmbH & Co. KG, Saartoto, SIKB AG, Sparkasse Saarbrücken, Stiftung Saarländisches Handwerk Winfried E. Frank Stiftung, WOLL Maschinenbau GmbH

 

Kontakt: FITT gGmbH, Mirjam Schwan, schwan@fitt.de, www.fitt.de/zukunftskonferenz

 

Artikel drucken

0 Kommentare in “FITT in die Zukunft”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.