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Minister Barke zu Besuch im Testfeld Digitalisierung an der htw saar

Am 27. November 2025 besuchte der saarländische Wirtschaftsminister Jürgen Barke gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie (MWIDE) das Testfeld Digitalisierung an der htw saar. Anlass des Besuchs war die symbolische Übergabe des Förderbescheids für das Testfeld Digitalisierung für die Projektperiode bis 2027. Minister Barke hatte bereits bei seiner Zeichnung des Bescheids großes Interesse an dem Projekt zum Ausdruck gebracht, weshalb eine symbolische Scheckübergabe vor Ort durchgeführt wurde. Die Förderung erfolgt im Rahmen eines EFRE-Projekts in Höhe von 400.000 Euro. Das gesamte Projektvolumen beläuft sich auf rund 1,58 Millionen Euro und wird von der Stiftung ME Saar sowie der htw saar getragen.

 

Wirtschaftsminister Jürgen Barke erläutert die Bedeutung des Testfelds Digitalisierung. Foto: Sabrina García Denis

 

Symbolische Übergabe des Förderbescheids. Foto: Eric Wagner

 

Das Testfeld Digitalisierung fungiert als flexible Modellfabrik, in der Forschung, Lehre und Industrie auf Augenhöhe zusammenkommen. Hier wird Hochschullehre ebenso wie betriebliche Weiterbildung in eine innovative industrielle Produktionsumgebung eingebettet. Die Schwerpunkte des Testfeldes liegen insbesondere auf kollaborativen Robotern, auf verteilten und selbstorganisierenden Produktionssystemen sowie auf angewandter digitaler Neurotechnologie, insbesondere dem Schwerpunkt Neuroergonomie. Studierende, Forschende und Unternehmenspartner entwickeln und erproben in diesem Umfeld gemeinsam neue Ansätze und Technologien für die Produktion der Zukunft. Das Testfeld ist zudem eine tragende Forschungsinfrastuktur des Center for Digital Neurotechnologies Saar (CDNS) und somit ein zu Hause für zahlreiche Forschungsprojekte. Es wird unter anderem von Forschenden des EmRoLab, der SNNU und der ZeMA gGmbH genutzt.

Während seines Besuchs verschaffte sich Minister Barke einen umfassenden Eindruck von den aktuell laufenden Projekten, die sich rund um den Lebenszyklus von Batterien in Elektrofahrzeugen drehen. Er konnte dabei unterschiedliche Montageszenarien beobachten, in denen Mensch und Roboter kollaborativ Teile des Fahrzeugs fertigen. Ergänzt wurde dieser Einblick durch einen vollautomatischen Prüfprozess, der die produzierten Bauteile im Rahmen der Qualitätssicherung testet. Im Anschluss wurde es interaktiv: Der Minister schlüpfte selbst in die Rolle eines neuen Werkers und absolvierte ein virtuelles Training mittels Augmented Reality, um manuelle Montageschritte zu erlernen.

 

Kollaborative Montage des ERLcars. Foto: Sabrina García Denis

 

Virtuelles Training mittels einer Augmented Reality Brille. Foto: Sabrina García Denis

 

Wirtschaftsminister Jürgen Barke bei der virtuellen Fahrzeugmontage. Foto: Sabrina García Denis

 

Die Besucherinnen und Besucher hatten die Möglichkeit, flexible Mensch-Maschine-Schnittstellen auszuprobieren, die auf großen Sprachmodellen (LLM) basieren und eine intuitive Interaktion mit einem Roboterarm in natürlicher Sprache ermöglichen. Ein weiteres Highlight war ein multimodales Assistenzsystem. Es zeigte, wie haptisches Feedback die Aufmerksamkeit in Montageprozessen lenken und so die Arbeit von Werkern, beispielsweise durch eine Reduktion von Stress, erleichtern kann. Den Abschluss bildete ein eindrucksvolles immersives Erlebnis: In einem 360°-Theater wurden die Besucherinnen und Besucher mithilfe von Video- und Audioprojektion in eine virtuelle Produktionsstätte teleportiert und konnten so hautnah erleben, wie schnell immersive Technologien auch ohne den Einsatz der bekannten VR/AR-Brillen neue Realitäten erschaffen können und welche Potentiale sich aus solchen Technologien ergeben.

 

Flexible Mensch-Maschine-Schnittstelle auf Basis großer Sprachmodelle (LLM). Foto: Sabrina García Denis

 

Lenkung der Aufmerksamkeit in Montageprozessen durch haptisches Feedback. Foto: Sabrina García Denis

 

Alle diese Teilprojekte wurden im Rahmen studentischer Arbeiten geplant und umgesetzt. Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie stark das Testfeld in die Lehre der htw saar eingebettet ist und welche wertvollen praxisnahen Erfahrungen die Studierenden im Rahmen ihres Studiums dort sammeln können.

Mit seinem Besuch und der symbolischen Übergabe des EFRE-Förderbescheids setzte Minister Barke ein deutliches Zeichen für die Bedeutung des Testfeldes Digitalisierung an der htw saar als innovative Lern-, Forschungs- und Transfer-Plattform. Das gesamte Team des EmRoLab und der SNNU dankt dem MWIDE, der Stiftung ME Saar und der htw saar für die Unterstützung und freut sich darauf, gemeinsam mit Studierenden, Forschenden und Industriepartnern auf weitere spannende Projekte.

 

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