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Statt Neujahrsvorlesung 2026: Ein Erlebnisraum für die Zukunft des Lernens

Am Mittwoch, dem 28. Januar 2026, wurde am Campus Alt-Saarbrücken die neue VR-Arena des Projekts Future Studiumplus feierlich eröffnet. Die Veranstaltung ersetzte in diesem Jahr bewusst die traditionelle Neujahrsvorlesung von Studiumplus und setzte damit ein Zeichen für Innovation und Zukunftsthemen in Studium und Lehre.

 

Die VR-Brillen warten auf ihre ersten Einsatz. Foto: Florian Diener/htw saar

 

Ein symbolischer Akt markierte den Start der neuen VR-Arena: Der Vizepräsident für Studium, Internationales und Nachhaltigkeit, Prof. Dr. Thomas Bousonville, durchschnitt das rote Band und machte die neue Lernumgebung damit offiziell zugänglich. Beim anschließenden Rundgang ließ er sich die technischen Möglichkeiten und ersten Anwendungsszenarien der VR-Arena vorstellen und verwies auf die Bedeutung innovativer Lernräume für die Weiterentwicklung von Studium und Lehre.

 

Offizielle Eröffnung der neuen Lernumgebung durch Prof. Dr. Thomas Bousonville. Foto: Florian Diener/htw saar

 

In kompakten 45-minütigen Slots erhielten die Teilnehmenden im Anschluss einen unmittelbaren, praxisnahen Einblick in die Nutzung von Virtual Reality. Nach einer kurzen Einführung in Ziele und Vision der VR-Arena konnten zwei Anwendungen direkt erprobt werden. Ein spielerisches Wurfspiel ließ die intuitive Interaktion in virtuellen Räumen schnell erfahrbar werden, während „Ovation VR“ realitätsnahe Kommunikationssituationen – etwa Präsentationen oder Ansprachen vor virtuellem Publikum – simulierte. Das KI-gestützte Feedback eröffnete neue Perspektiven darauf, wie kommunikative Fähigkeiten, Selbstvertrauen und Präsentationssicherheit gezielt weiterentwickelt werden können.

 

Praxisnahe Einblicke in Virtual Reality. Foto: Florian Diener/htw saar

 

In den Gesprächen mit der Projektleitung und den Mitarbeitenden wurde deutlich, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten von Virtual Reality in Lehre, Beratung und hochschulischer Weiterentwicklung sind. Die VR-Arena zeigte sich dabei als offener Lernraum, der zum Ausprobieren einlädt, Berührungsängste abbaut und Raum für gemeinsame Ideen zur Weiterentwicklung von Studium und Lehre schafft.

Besonders anschaulich wurden die Potenziale von Virtual Reality für die akademische Lehre und das Selbststudium: Immersive Lernumgebungen können komplexe Inhalte greifbar machen, Motivation fördern und Lernprozesse nachhaltig unterstützen. Studierende erhalten die Möglichkeit, Präsentations-, Kommunikations- oder Handlungssituationen realitätsnah und zugleich risikofrei zu erproben – ein Erfahrungsraum, der neue Zugänge zum Lernen eröffnet. Auch selbstgesteuertes Lernen wird durch VR gestärkt, da Inhalte flexibel, wiederholbar und individuell vertieft werden können.

 

Gespräche mit Projektleitung und Team verdeutlichten das breite Einsatzspektrum von Virtual Reality an der Hochschule. Foto: Florian Diener/htw saar

 

Wie konkret diese Lernprozesse gestaltet werden können, zeigte „Ovation VR“ eindrucksvoll. Anspruchsvolle Gesprächssituationen wie Bewerbungsgespräche lassen sich in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen und sogar in Fremdsprachen trainieren. Die Lernenden wählen dabei selbst die Umgebung, die Anzahl der virtuellen Gesprächspartner sowie die Möglichkeit für Rückfragen. Nach jeder Trainingsrunde erhalten sie ein persönliches Feedback zu inhaltlichen und kommunikativen Aspekten ihres Redebeitrags.

Die VR-Arena richtete sich an alle Mitarbeitenden und Lehrenden der Hochschule – unabhängig von ihrer bisherigen Erfahrung mit Virtual Reality. Das große Interesse und die positiven Rückmeldungen während der Eröffnung machten deutlich, dass innovative und praxisnahe Lernformate auf breite Resonanz stoßen. Alle, die an der Eröffnung nicht teilnehmen konnten, haben die Möglichkeit, individuelle Termine zur Besichtigung und zum Ausprobieren der VR-Arena zu vereinbaren.

Zukünftig werden Termine für die Nutzung der VR-Arena über ein Buchungssystem für Studierende und Mitarbeitende der htw saar verfügbar sein. Die Inbetriebnahme wird zu gegebener Zeit an dieser Stelle bekannt gegeben.

Die VR-Arena wird als Projekt über einen Zeitraum von zwei Jahren im Rahmen von Freiraum 2025 der Stiftung Innovation in der Hochschullehre realisiert. Dies ermöglicht die Entwicklung, technische Umsetzung und didaktische Erprobung innovativer Lehr- und Lernformate und trägt dazu bei, neue Impulse nachhaltig in der Hochschullehre zu verankern.

Projektteam: Ulrike Reintanz, Janosch Obenauer, Felix Folz, Ulrich Bruch

 

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