Workshop „DigiBalance“
Digitale Medien gehören längst zum Alltag von Kindern und damit auch zu den zentralen Themen sozialarbeiterischer Praxis. Um Studierende frühzeitig auf den Bereich vorzubereiten, fand der Workshop „DigiBalance“ des SOS-Beratungszentrum Kinderschutz statt. Das Projekt DigiBalance wird gefördert vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit.
Der Workshop richtete sich an Studierende des Studiengangs Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit und wurde im Rahmen der Praxisprojekte „Spielen zu Hause“ und „Balu und Du“ veranstaltet. Beide Projekte ermöglichen es den Studierenden, bereits zu Beginn ihres Studiums erste praktische Erfahrungen in der Arbeit mit Familien und Kindern zu sammeln.

Den Workshop leiteten die Sozialarbeiterin Valeria Wlassow und der Wirtschaftspsychologe Steffen Köser. Zum Einstieg stellte dieser die Frage: „Kommunizieren Kinder heute mehr über ihr Handy oder mit ihren Eltern?“ Was sofort zu einer lebhaften Debatte unter den Studierenden führte.
Darauf aufbauend folgte der theoretische Einstieg. Gemeinsam wurde erarbeitet, was unter digitalen Medien zu verstehen ist, ab wann Medienkonsum als problematisch gilt und wie dieser medizinisch und fachlich eingeordnet wird. Dabei wurde den Studierenden schnell deutlich, dass nicht die Nutzung an sich, sondern vor allem der Umfang und die Begleitung eine entscheidende Rolle spielen. Im Anschluss übernahm die Referentin den praxisorientierten Teil. Sie stellte konkrete Handlungsmöglichkeiten vor und gab den zukünftigen Sozialarbeiter: innen unter anderem einen Leitfaden für Interventionsgespräche mit den Eltern an die Hand. Als zentrales pädagogisches Medium wurde der Mediennutzungsvertrag vorgestellt – eine Vereinbarung, die Kinder gemeinsam mit ihren Familien abschließen können, um klare und geregelte Zeiten für die Mediennutzung festzulegen.
Zum Abschluss des Workshops wurden die Studierenden selbst aktiv. In Gruppen beschäftigten sie sich mit konkreten Fallbeispielen zur Mediennutzung von Kindern. Die Ergebnisse wurden anschließend gemeinsam besprochen und sorgten für einen runden Abschluss des Workshops.

Das Feedback der Studierenden fiel durchweg positiv aus. Viele berichteten, dass sie zwar bereits viel Alltagswissen zu digitalen Medien mitbrachten, ihnen aber erst im Verlauf deutlich wurde, wie viel es darüber hinaus noch zu berücksichtigen gibt. Besonders der Mediennutzungsvertrag blieb im Gedächtnis. Mit diesem Eindrücken fühlen sich die Studierenden nun gut vorbereitet, um in ihre Praxisprojekte zu starten.
Für Nachfragen zum Projekt, Terminanfragen und bei Interesse für Vertiefungsveranstaltungen wenden Sie sich bitte an:
SOS-Kinderdorf Saarbrücken
SOS-Beratungszentrum Kinderschutz
Brauerstraße 25, 66123 Saarbrücken
Telefon 0681 93652-75
kischu.kd-saarbruecken@sos-kinderdorf.de
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