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Zwischen Tradition und Transformation: Eine Exkursion nach Tbilisi – Georgien

Georgiens Hauptstadt Tbilisi hat sich in den vergangenen Jahren zu einem bedeutenden Bildungs- und Innovationszentrum im Kaukasus entwickelt. Für uns 15 htw saar Studierenden unter der Leitung von Prof. Hauser bot die Reise die Gelegenheit, die akademische Szene der Georgian Technical University (GTU) – die Partnerhochschule der htw saar in Georgien – kennenzulernen, Einblicke in die lokale Industrie zu gewinnen und das kulturelle Erbe der Regionen zu entdecken. Zwischen Vorlesungssälen, Weinbergen und jahrhundertealten Klöstern zeigte sich ein Land voller Dynamik und Kontraste.

 

Kennenlernen und Führung durch die Georgian Technical University

Am ersten Tag stand ein ausführlicher Rundgang über den Campus auf dem Programm. Wir erhielten erste Einblicke in die Ausrichtung der Hochschule sowie den historischen Hintergrund der Georgian Technical University. Die georgischen Gastgeber empfingen uns mit großer Offenheit, Wärme und spürbarem Interesse an engerer Zusammenarbeit.

 

Wiedersehen mit den georgischen Professoren. Foto: htw saar

Beim anschließenden Mittagessen konnten wir die traditionelle georgischen Spezialitäten wie Khinkali und Khachapuri kennenlernen. Am Nachmittag führte ein Rundgang durch die historische Altstadt von Tbilisi zu zentralen kulturellen und religiösen Sehenswürdigkeiten.
Den Abschluss des Tages bildete der Besuch der Sameba Kathedrale (Heilige Dreifaltigkeitskirche), einem der bedeutendsten religiösen Wahrzeichen Tbilisis.

 

Industrie mit süßer Note: Besuch bei Barambo

Ein weiterer Programmpunkt führte uns zur Schokoladen- und Süßwarenfabrik Barambo in Akhalubani, einem der bekanntesten Lebensmittelunternehmen Georgiens. Die Mitarbeitenden empfingen uns mit großer Freundlichkeit und Stolz auf ihre Arbeit. Während des Rundgangs durch die Produktionshallen entstanden zahlreiche Gespräche über die Geschichte des Unternehmens, georgische Arbeitskultur und persönliche Erfahrungen. Zum Abschied überreichten die Mitarbeitenden uns je eine Tüte voller Schokolade – ein großzügiges Geschenk, das den offenen und familiären Charakter des Hauses eindrucksvoll widerspiegelte.

 

Besuch bei Barambo. Foto: htw saar

 

Am Nachmittag folgte ein Ausflug in die historische Stadt Mtshketa, heute UNESCO Weltkulturerbe und ehemals die Hauptstadt Georgiens. Das Kloster und die umliegenden Stätten verdeutlichen die Bedeutung des Ortes für die georgische Geschichte.

 

Gemeinsames Mittagessen in Mtskheta. Foto: htw saar

 

Am Abend besuchten wir eine Theateraufführung, die von Studierenden der GTU gestaltet wurde. Die Veranstaltung bot Einblicke in studentisches Engagement und die kulturelle Vielfalt der Universität.

 

Fachlicher Austausch und Blick über die Hauptstadt

Der dritte Tag stand im Zeichen intensiver akademischer Zusammenarbeit. Zunächst präsentierte Prof. Dr. Tina Iashvili einen Vortrag zum Thema Marketing – Gefühle und Emotionen im Marketing und wie diese unsere Kaufentscheidungen beeinflussen können.
Im Anschluss fand die Konferenz „Regierung und Gesellschaft“ statt, in der unter anderem das Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Saarbrücken Uwe Conradt verlesen wurde.

Weitere Vorlesungen von Prof. Dr. Baghaturia und Prof. Dr. Abralava vertieften den Einblick in Lehrmethoden der Universität.

 

Podiumsdiskussion: Prof. Tina Iashvili, Prof. Wilhelm Hauser, Prof. Genadi Iashvili, Prof. Mariam Tsatsanashvili mit georgischen und deutschen Studierenden. Foto: htw saar

 

Am Nachmittag führte ein Ausflug auf den Mount Mtatsminda zu einem weitreichenden Blick über Tbilissi.

 

Einblicke in die Weinregion Kachetien und Besuch der Universität Telavi

Der vierte Tag führte uns nach Telavi in der Weinregion Kachetien. An der Universität Telavi – einer Partnerhochschule der GTU – erhielten wir eine Einführung in die Grundlagen der georgischen Weinherstellung, einschließlich der traditionellen Qveri-Methode, die zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Nach der Einführung durften wir unseren eigenen Wein in Flaschen abfüllen sowie verschließen und etikettieren.

Im Anschluss besuchten wir das Wine Chateau Schuchmann, wo moderne und traditionelle Produktionsmethoden vorgestellt wurden. Eine Weinverkostung ermöglichte einen ergänzenden praktischen Einblick.

 

Fazit – Eine Reise voller Begegnungen und Erkenntnisse

Die Woche in Tbilisi bot ein breites Spektrum: wissenschaftliche Impulse, kulturelle Erlebnisse, kulinarische Eindrücke und Begegnungen mit Menschen, deren außergewöhnliche Warmherzigkeit und Gastfreundschaft die Reise nachhaltig prägten. Zwischen Hörsälen, historischen Stätten und Weinbergen entstand ein umfassendes Bild eines Landes, das Tradition und Moderne auf bemerkenswerte Weise verbindet.

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