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DFHI-Förderverein verleiht den Helmut Schmidt – Valéry Giscard d’Estaing-Preis 2026

Der Förderverein des Deutsch-Französischen Hochschulinstituts (DFHI) fördert seit über 30 Jahren studentische Projekte und Anliegen des DFHI der htw saar und der Université de Lorraine (UL). Auch in diesem Jahr zeichnete der Vorstand des Fördervereins Studierende mit dem Helmut Schmidt – Valéry Giscard d’Estaing-Preis aus, der mit jeweils 1000 Euro dotiert ist.

Mit dem Individualpreis wurden in diesem Jahr Alicia Lauer und Julia Ricarda Oberschmidt ausgezeichnet. Den Gruppenpreis erhielten Gwenn Strube, Pascal Schumacher und Aurore Zivec für ihr gemeinsames außergewöhnliches Engagement.

Alicia Lauer absolvierte den Master-Studiengang Management Sciences mit Schwerpunkt internationales Projektmanagement am DFHI mit sehr guten Leistungen und einer deutschen Gesamtnote von 1,7. In ihrer Masterarbeit „Die Rolle des Leaderships in der Bewältigung von Widerständen gegen Veränderungen in einem interkulturellen Kontext: Fallstudie bei Villeroy & Boch“ analysierte sie die Bedeutung von Führungsstilen im Change Management internationaler Teams. Besonders hervorgehoben wurden ihre wissenschaftliche Qualität, ihre praxisnahen Handlungsempfehlungen sowie ihr starkes interkulturelles Engagement, unter anderem als Vizepräsidentin des Erasmus Student Network (ESN) Saarbrücken.

Julia Ricarda Oberschmidt schloss den Bachelor-Studiengang Elektrotechnik – Erneuerbare Energien und Systemtechnik mit der Bestnote 1,0 ab. Ihre Bachelorarbeit befasste sich mit der Entwicklung eines Sensorsystems zur Verschmutzungsmessung von PV-Modulen. Ziel ihrer Arbeit war die Entwicklung eines optischen Sensors zur Messung des Verschmutzungsgrades von Solarpanels, um die Energieeffizienz im Kontext der Energiewende zu verbessern. Neben ihrer hervorragenden akademischen Leistung überzeugte sie durch ihre praktische Arbeit als studentische Hilfskraft im Labor für elektromagnetische Verträglichkeit der htw saar sowie durch ihr großes fachliches Engagement.

Den Teampreis erhielten Gwenn Strube, Pascal Schumacher und Aurore Zivec für die Weiterentwicklung zweier zentraler Projekte des DFHI/ISFATES: „Les Tribunes“ und „Le Petit Journal“. Mit großem organisatorischem Einsatz professionalisierte das Team diese Formate nachhaltig. Sie entwickelten erstmals eine zentrale Alumni-Datenbank für die kommenden Jahre, strukturierten das Finanzmanagement durch neue Softwarelösungen um, führten ein Zufriedenheitsbarometer für Veranstaltungen ein und erstellten einen praktischen Leitfaden für kommende Jahrgänge.

 

Gruppenfoto der Verleihung des Helmut Schmidt – Valéry Giscard d’Estaing-Preises 2026 am Deutsch-Französischen Hochschulinstitut (DFHI): Die ausgezeichneten Studierenden stehen gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des DFHI-Fördervereins, der htw saar und der Université de Lorraine vor einer Veranstaltungswand mit den Logos der Hochschulen. Einige der Preisträgerinnen und Preisträger halten ihre Urkunden in den Händen. Im Vordergrund steht ein großes Herz in den Farben der deutsch-französischen Flaggen.
Die Preisträgerinnen und Preisträger des Helmut Schmidt – Valéry Giscard d’Estaing-Preises 2026 gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des DFHI-Fördervereins sowie der htw saar und der Université de Lorraine bei der Preisverleihung am Deutsch-Französischen Hochschulinstitut (DFHI). Foto: Müller/ htw saar

 

Hintergrund Förderverein

Der im Februar 1990 gegründete Förderverein des DFHI setzt sich gemeinsam mit der regionalen Wirtschaft dafür ein, die Ziele des Deutsch-Französischen Hochschulinstituts noch wirksamer zu erreichen und die Studierenden bei ihrer internationalen Ausbildung in insgesamt zwölf Studiengängen finanziell und ideell zu begleiten. Mit der Förderung von Studierenden über Stipendien, Exkursionen und Förderpreise, seiner Funktion als grenzüberschreitende Schnittstelle zwischen Hochschule und Wirtschaft und der Unterstützung des DFHI arbeitet der Verein aktiv an der Vertiefung der deutsch-französischen Beziehungen und damit an der Stärkung des europäischen Gedankens.

Förderpreis

Seit 2019 trägt der Preis des Fördervereins den Namen „Helmut Schmidt – Valéry Giscard d’Estaing-Preis“. Am 15. September 1978 gründeten Bundeskanzler Helmut Schmidt und Staatspräsident Valéry Giscard d’Estaing auf dem deutsch-französischen Gipfel in Aachen das Deutsch-Französische Hochschulinstitut per Staatsvertrag. Sie lebten die Idee eines geeinten Europas nicht nur in ihrer aktiven politischen Zeit, sondern weit darüber hinaus. Das hohe Ansehen der beiden Staatsmänner und ihr Engagement für Europa bedeuten auch eine Verpflichtung für die Preisträgerinnen und Preisträger hinsichtlich der Qualität ihrer Arbeiten und ihrer Haltung gegenüber der europäischen Idee.

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