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„Wissen³ – Gesundheit in der Neuen Arbeitswelt“

Gesundheit in der Neuen Arbeitswelt ist eine zentrale Zukunftsaufgabe – und eine interdisziplinäre Gestaltungsaufgabe zugleich. Mit diesem Schwerpunktthema führte die htw saar mit der Hochschule Trier und der Hochschule Kaiserslautern die gemeinsame Veranstaltungsreihe „Wissen³“ am 19. Mai 2026 in Saarbrücken fort.

Die Transferreihe möchte eine Plattform für Austausch und Vernetzung zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft bieten und Möglichkeiten der Kooperation und des Transfers offenlegen. Die Veranstaltung beleuchtete das Thema an der Schnittstelle von Neuro- und Medizintechnik, Therapie- und Gesundheitswissenschaften, Ingenieurwissenschaften sowie evidenzbasierter Entscheidungsfindung.

 

Exponate zeigen konkrete Anwendungsbeispiele der aktuellen Forschung. Foto: Herrmann/htw saar

 

Nach einem Grußwort des Dekans der Sozialwissenschaften der htw saar, Prof. Dr. Thomas Klein, und einer fachlichen Einführung der Moderatorin der Veranstaltung, Prof. Dr. rer. nat. Martina Lehser, adressierte Prof. Dr. rer. soc. Michael Bergmann von der htw saar die große Frage: Wie kann die digitale Transformation in den Gesundheits- und Neurowissenschaften bedarfsgerecht und wirksam gestaltet werden und zugleich die Gesellschaft mit ihren etwaigen Bedenken, Sorgen und Vorbehalten abgeholt werden? Bei seinem Impuls wurde die essentielle Rolle sozialwissenschaftlicher Daten klar erkennbar, was im folgenden Vortrag von Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. habil. Daniel J. Strauss von der htw saar aufgegriffen wurde. Dieser analysierte, wie Neurotechnologien für eine menschzentrierte digitale Transformation genutzt werden können und zeigte konkrete Anwendungsbeispiele sowohl in seinem Vortrag als auch im Rahmen von ausgestellten Exponaten.

 

Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. habil. Daniel J. Strauss. Foto: Herrmann/htw saar
Prof. Dr. rer.soc. Michael Bergmann. Foto: Herrmann/htw saar

Nach einer kurzen Imbisspause, die von den zahlreichen Teilnehmenden rege zum Vernetzen genutzt wurde, veranschaulichte Prof. Dr.-Ing. Klaus-Peter Koch von der Hochschule Trier den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und von elektrotaktilem Feedback in Beinprothesen und deren Beitrag zu höherer Lebensqualität und sozialer Teilhabe. Der nachfolgende Impulsvortrag von Prof. Dr. med. Hans-Herbert Schäfer der Hochschule Kaiserslautern wiederum erläuterte das Potenzial des Darmnervensystems am Beispiel der Frühdiagnostik neurodegenerativer Krankheiten wie Parkinson, getreu dem Motto „Der Mensch ist, was er isst!“.

 

Exponate veranschaulichen die aktuelle Forschung. Foto: Herrmann/htw saar

 

Am Ende der Veranstaltung nahmen die Teilnehmenden die Möglichkeit wahr, mit den Vortragenden in den Austausch zu treten und praxisnahe Einblicke in mögliche Einsatzfelder über die ausgestellten Exponate wie eine Beinprothese „mit Gefühl“ oder einer interaktiven Weste als Teil einer neuroergonomischen Aufmerksamkeitsassistenz im digitalen OP zu gewinnen.

 

Prof. Dr. rer. nat. Martina Lehser mit Prof. Dr. rer. nat. Stefan Steidel, Prof. Dr. med. Karl-Herbert Schäfer, Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. habil. Daniel J. Strauss. Foto: Herrmann/htw saar

 

Die erfolgreichen „Wissen³“-Termine zu Nachhaltigkeit in Kaiserslautern, Künstlicher Intelligenz in Trier und Gesundheit in der Neuen Arbeitswelt in Saarbrücken haben den Wert des Wissenschafts-Praxis-Transfers eindrucksvoll bestätigt. Die bewährte Kooperation der drei Hochschulen zur Veranstaltungsreihe wird deshalb noch in diesem Jahr fortgesetzt, um Unternehmen und Praxispartner weiterhin zusammenzubringen und gemeinsam innovative Potenziale auszuschöpfen. Freuen Sie sich auf weitere Projekte!

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