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Kick-off für das INTERREG-Projekt „Jüdisches Leben in der Großregion“ in der Synagogengemeinde Saarbrücken

Am 20. Mai 2026 fiel in der Synagogengemeinde Saarbrücken offiziell der Startschuss für das grenzüberschreitende INTERREG-Projekt „Jüdisches Leben in der Großregion“ (JüLiG). Gemeinsam mit zahlreichen Partnerinstitutionen aus der Großregion verfolgt das Projekt das Ziel, jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart sichtbarer zu machen und digital erlebbar aufzubereiten.

Zum Auftakt begrüßte Daniel Stiefel, Vorstandsvorsitzender der Synagogengemeinde Saar, die Teilnehmenden in den Räumen der Synagogengemeinde und betonte die gesellschaftliche Bedeutung des Projekts. Anschließend eröffnete Ludwig Kuhn als Vertreter des federführenden Partners EUROKEY Software GmbH offiziell die Veranstaltung. Auch Jessica Heide, Staatssekretärin des Ministeriums für Bildung und Kultur, richtete ein Grußwort an die Gäste und unterstrich die Relevanz des Projekts für Erinnerungskultur, Demokratiebildung und grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

 

Ludwig Kuhn, Jessica Heide und Daniel Stiefel eröffnen die Kickoff-Veranstaltung am 20. Mai 2026. Foto: EUROKEY Software GmbH

 

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung unter anderem von Helmut Eisel, dessen Klarinettenbeiträge dem Auftakt einen besonderen kulturellen Rahmen verliehen.

Musikalische Untermalung durch Helmut Eisel und seine Begleitung. Foto: EUROKEY Software GmbH

 

Im Mittelpunkt des Vormittags stand die Vorstellung des Projekts durch die finanziellen Partner*innen, die EUROKEY Software GmbH, die htw saar, das LabSET der Universität Liège und das Centre Cinqfontaines aus Luxemburg. Präsentiert wurden die zentralen Ziele des Vorhabens: die Sichtbarmachung jüdischer Geschichte und Gegenwart in der Großregion, die Entwicklung einer mehrsprachigen Online-Plattform und App sowie die aktive Einbindung junger Menschen in die inhaltliche Gestaltung des Projekts.

Die einzelnen Projektpartner*innen steleln JüLiG vor. Foto: EUROKEY Software GmbH

 

Darüber hinaus wurden die vier Arbeitspakete und die jeweiligen Zuständigkeiten der Partner*innen vorgestellt. Die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes verantwortet dabei insbesondere die wissenschaftliche Begleitung, die Bedürfnisanalyse der strategischen Partner*innen in der Großregion, die Qualitätssicherung und Validierung der Wirksamkeit der Prozesse sowie die Vernetzung und Akquirierung von Partner*innen, um eine nachhaltige und vielfältige Zusammenarbeit zu gewährleisten. Auf Basis der Ergebnisse aus den ersten Interviews und Umfragen wurden bereits die fünf Oberthemenbereiche „Jüdisches Leben im Wandel der Zeit“, „Verfolgung und Gedenken“, „Orte Jüdischen Lebens“, „Religion, Tradition, Kultur“ sowie „Beiträge zur Gesellschaft“ festgelegt. Vor der wohlverdienten Mittagspause gab Kantor Benjamin Chait schließlich interessante Einblicke in die Synagoge und jüdische Traditionen.

Am Nachmittag stand die aktive Beteiligung der Teilnehmenden im Mittelpunkt. Unter der Moderation von Prof. Dr. Nicole Schwarz haben die Teilnehmenden zunächst im Rahmen eines interaktiven World-Cafés die 5 zentralen Themenfelder jüdischen Lebens in der Großregion kennengelernt. Diese wurden in einer anschließenden Vertiefungsphase intensiver bearbeitet. Gemeinsam wurden erste Ideen entwickelt, wie historische Orte, persönliche Geschichten und kulturelle Perspektiven künftig digital vermittelt und für unterschiedliche Zielgruppen zugänglich gemacht werden können. Besonders im Fokus standen dabei partizipative Ansätze und die Frage, wie junge Menschen aktiv an der Gestaltung der Plattform und App mitwirken können.

Benjamin Chait führt durch die Synagoge. Foto: EUROKEY Software GmbH

 

Der Kick-off machte deutlich: JüLiG versteht sich nicht nur als digitales Dokumentationsprojekt, sondern als gemeinschaftliches Lern- und Erinnerungsprojekt, das den Austausch zwischen Wissenschaft, Bildung, Kulturinstitutionen und Zivilgesellschaft fördert – und damit einen wichtigen Beitrag zu Vielfalt, Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt in der Großregion leisten möchte.

 

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Workshops. Foto: EUROKEY Software GmbH

 

Gefördert wird das dreijährige Interreg Großregion Projekt von dem Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE) und dem Ministerium für Finanzen und Wissenschaft des Saarlandes.

 

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