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„Das Auto ist eine vorübergehende Erscheinung. Ich setze auf das Pferd.“

… urteilte Wilhelm II, nachdem er im Jahr 1904 einen Mercedes Simplex getestet hatte.

Der letzte deutsche Kaiser wird sicher öfters zitiert, wenn es um Zukunftsprognosen und Fehleinschätzungen geht. Dabei ist es rückbesehen nun kein großes Kunststück festzustellen, dass er daneben lag. Wer kann schon für sich in Anspruch nehmen, zu wissen was die Zukunft bringt? Sie lässt sich nicht vorhersagen. Trotzdem ist es notwendig, genau das zu versuchen. Warum? Weil sich die Welt ständig wandelt und gefühlt vollziehen sich diese Prozesse immer schneller. Bei Technologie- und Gesellschaftstrends beträgt die Halbwertzeit gegenwärtig nur noch zehn bis zwanzig Jahre, bei Konsum- und Lebensstiltrends sind es gerade fünf bis zehn Jahre. Es ist notwendig, dass wir all diese Prozesse möglichst früh verstehen, um unser Leben und Wirtschaften vorausschauend zu organisieren.

Nehmen wir die Digitalisierung als Beispiel. Wir schicken Grüße über WhatsApp, buchen Hotel oder Flug über die HRS- oder Booking-App und skypen mit Freunden. All diese Services sind selbstverständlich geworden und erleichtern uns den Alltag. Entsprechend hoch sind die allgemeine Akzeptanz und das Nutzerverhalten. Wenn wir jedoch über die beschleunigte Digitalisierung in der Arbeitswelt nachdenken, beschleichen uns schon eher gemischte Gefühle. Was nicht verwundert, denn allzu oft wird Fortschritt in den Medien mit Bedrohungsszenarien verknüpft. Vom radikalen Wandel ist die Rede, skizziert werden selbstfahrende Fahrzeuge, intelligente Maschinen und Lagersysteme, die bis zu 50 Prozent der Stellen vernichten könnten. Sicher gäbe es auch Chancen für neue Berufsfelder und Aufgaben, dazu mehr Freiräume für Kreativität und Innovationen, aber wer wäre schon in der Lage, genau vorherzusagen, wie die Sache ausgeht…

Was glauben Sie denn? Wie werden Sie oder vielleicht Ihre Kinder leben und arbeiten in der Zukunft? Woran können wir den Fortschritt heute festmachen? Und wie wird es weitergehen? Anlässlich der knowhow@htw saar am 19. Mai 2017 widmet die htw saar diesem aktuellen Thema „Leben und Arbeiten in der Zukunft“ ein ganzes Heft. In der sichtbar 1/2017 finden Sie neben Thesen zur „Arbeit der Zukunft“ vor allem wissenschaftliche Beiträge zu wichtigen Zukunftsfeldern wie Energie, Mobilität, Logistik, Big Data, gesellschaftliche Entwicklung usw. Wir berichten über den berühmten Tellerrand hinaus über neue Wege in der Wissensproduktion, stellen neue Arbeitsformen und die berühmte Uni der zukünftigen IT-Elite „42“ in Paris vor.

Sie sind herzlich eingeladen, dazu mit uns in Gespräch zu kommen – über das Magazin, das Sie als Printausgabe bei der Redaktion anfordern können und das Sie auch online lesen können.

Gerne heißen wir Sie auch am 19. Mai 2017 in den Räumen der IHK zur knowhow@htw saar willkommen. Gemeinsam mit der IHK, dem ME Saar und dem hochschuleigenen Transferinstitut FITT präsentiert die htw saar dort Vorträge und Exponate zu wissenschaftlichen Zukunftsfeldern und die Möglichkeiten einer gemeinsamen anwendungsorientierten Forschung mit der Praxis. Die Anmeldung zur Veranstaltung erfolgt online.

 

Die Redaktion der sichtbar wünscht Ihnen eine anregende Lektüre und freut sich über Ihren Besuch oder Ihr konstruktives Feedback!

Herzlichst Ihre
Iris Krämer-Schmeer

 

 

Bildnachweis Vorschaubild:
Model: Johannes Höller, Bæmstudios, Mannheim; Smart Car Interface Templates (in front): Sergey Tarasov – fotolia.com; Modern Science Lab (behind the model): F16-ISO100 – fotolia.com

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