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Automatisiertes Fahren – die Zukunft der Mobilität

Automatisiertes Fahren ist die Zukunft der Mobilität. Bereits seit 2004 befasst sich die Forschungsgruppe „Verkehrstelematik“ der htw saar unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Horst Wieker mit vielfältigen nationalen und internationalen Projekten im Bereich intelligenter Verkehrssysteme. So führen Wieker und sein 15-köpfiges Team seit drei Jahren im htw saar-eigenen Testfeld ITeM (ITS Testfeld Merzig) Forschungsprojekte für vernetztes und automatisiertes Fahren durch. Hier wird beispielsweise der Einsatz telematischer Systeme zur Verbesserung der Effizienz im Straßenverkehr und der Verkehrssicherheit durch Car2Car-Communication getestet.

Dass die Projekte der htw saar-Forschungsgruppe nicht nur auf regionaler Ebene von großem Interesse sind, zeigt der Besuch von MdB Markus Uhl (CDU) aus Homburg und MdB Steffen Bilger (CDU) aus Ludwigsburg im Testfeld für automatisiertes und vernetztes Fahren in Merzig Anfang August 2018. Die beiden Bundestagsabgeordneten sind Mitglieder des Ausschusses „Verkehr und digitale Infrastruktur“ des deutschen Bundestages. Bilger ist außerdem parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

Gemeinsam mit drei Abgeordneten des saarländischen Landtags, einem Vertreter der saarländischen Staatskanzlei, der Landrätin des Landkreis Merzig-Wadern, dem Bürgermeister der Stadt Merzig sowie weiteren Vertretern der saarländischen Politik machten sie sich in Merzig ein Bild von den Arbeiten der htw saar-Forschungsgruppe Verkehrstelematik um Professor Wieker. Neben dem aktuellen Stand der Forschung, die in Merzig durchgeführt wird, besprachen die Teilnehmenden zukünftige Projekte und Entwicklungen – insbesondere im Hinblick auf das automatisierte Fahren im Deutsch-Französisch-Luxemburgischen Testfeld für vernetztes und automatisierten Fahren.

 

v.l.n.r: Florian Petry (FGVT), Markus Uhl (MdB), Steffen Bilger (MdB), Jonas Vogt (FGVT) vor einem e-Forschungsfahrzeug der FGVT in Merzig.

Im Rahmen des Treffens übermittelte Staatssekretär Bilger gute Nachrichten: Er bestätigte offiziell, dass das Projekt kantSaar (kooperatives, automatisiertes Fahren im neurokognitiven Testfeld Saarland) bewilligt wurde und im Oktober 2018 starten kann.

In diesem Projekt untersuchen die Forschungsgruppen von Prof. Dr. Daniel Strauss (htw saar/UdS) und Prof. Dr.-Ing. Horst Wieker (htw saar) die Auswirkungen und Belastungen von Fahrsituationen in Innenstädten im Zusammenhang mit der Übergabe der automatisierten Fahrfunktion vom Fahrzeug an den Fahrer. Wie Kommunikation dabei helfen kann, den Stress für Fahrer zu reduzieren und somit für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgt, ist ebenfalls Teil der Forschungsarbeiten.

Im Anschluss an dem gemeinsamen Austausch stand eine Testfahrt zur Anwendung des vernetzten Fahrens auf dem Programm. Hierbei konnten die Besucher im realen Straßenverkehr einen Eindruck über Anwendungen wie Warnung vor Falschfahrern, liegengebliebenen Fahrzeugen zur Steigerung der Verkehrssicherheit sowie Geschwindigkeitsempfehlungen an Kreuzungen zur Verbesserung des Verkehrsflusses gewinnen. Letztere sorgen dafür, dass Fahrzeuge nicht unnötig abbremsen und somit Lärmbelastung, Schadstoffausstoß und Verbrauch reduziert werden können. Auf einem abgesperrten Straßenstück wurde darüber hinaus die Anwendung des Elektronischen Bremslichts (EBL) gezeigt. Dabei wird ein Fahrzeug vor einem vorausfahrenden und abrupt bremsenden Fahrzeug gewarnt, so dass Auffahrunfälle vermieden werden.

 

Ein Fahrzeug der FGVT bei der Anwendung Elektonisches Bremslicht (EBL) auf abgesperrtem Gelände.

 

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