Sie lesen gerade: Gelebte Partnerschaft

Gelebte Partnerschaft

Die htw saar fördert als weltoffene anwendungsorientierte Hochschule den internationalen wissenschaftlichen und kulturellen Austausch. So besteht bereits seit Mitte der 1980er Jahre eine Hochschulkooperation zwischen der htw saar und der Georgisch Technischen Universität in Tiflis (GTU). Im Mai dieses Jahres wurde diese durch einen aktualisierten Kooperationsvertrag neu bestätigt. Zur Vertragsunterzeichnung waren die Kanzlerin der Georgisch Technischen Universität Prof. Dr. Keti Kokrashvili, die Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften Prof. Dr. Rusudan Kutateladze sowie Professor Dr. Anzor Abralava nach Saarbrücken angereist.

Die Delegation wurde während ihres Besuches von der Oberbürgermeisterin der Stadt Saarbrücken Charlotte Britz im Festsaal des Rathauses empfangen. In ihrer Ansprache drückte die Oberbürgermeisterin ihr persönliches Interesse an einer gelebten Partnerschaft der beiden Städte Tiflis und Saarbrücken, die bereits seit 1975 besteht, aus. Dazu gehöre auch ein intensiver Austausch zwischen den Hochschulen der beiden Städte – der htw saar in Saarbrücken und der Georgisch Technischen Universität in Tiflis.

Im Rahmen der Hochschulkooperation, die sowohl die wissenschaftliche als auch die praktische wirtschaftliche Zusammenarbeit intensivieren soll, besuchte Prof. Dr. Besik Sheradzadishvili von der GTU nun die Stadt Saarbrücken. Er absolvierte ein vierwöchiges Unternehmenspraktikum in der Saarbrücker Niederlassung eines namhaften deutschen Konzerns – einem Partnerunternehmen der htw saar. Im Rahmen seines Praktikums analysierte der georgische Gast die Marktchancen dieses deutschen Unternehmens in den Kaukasusländern Georgien, Armenien sowie Aserbaidschan und erarbeitete ein Umsetzungsprojekt zur Markterschließung in diesen Ländern.

Anlässlich seines Besuchs fand im Rathaus der Stadt Saarbrücken ein Empfang für Prof. Dr. Besik Sheradzadishvili statt, an dem auch Prof. Wilhelm Hauser, Kooperationsbeauftragte der htw saar für die GTU in Tiflis, teilnahm. Bei dem Empfang informierte sich der Bürgermeister der Stadt Saarbrücken Ralf Latz über den Stand der konkreten Maßnahmen der Zusammenarbeit der beiden Hochschulen. Latz übermittelte herzliche Grüße an die Professoren der GTU in Tiflis, die sich für ein intensives Miteinander der Hochschulen einsetzen. Ein besonderer Gruß ging an den Gründervater der Hochschulkooperation, Prof. Dr. Genadi Iashvili. Gleichzeitig wünschte der Bürgermeister den beiden Hochschulen eine weiterhin fruchtbare Zusammenarbeit. Latz bot darüber hinaus an, im Rahmen der weiteren Kooperation Praktikumsplätze für georgische Studenten bei der Verwaltung der Stadt Saarbrücken bereitzustellen.

Ebenfalls zu Gast war Martin Schöneich, der für die Städtepartnerschaft zwischen Saarbrücken und Tiflis verantwortlich ist. Im Rahmen des Empfanges erläuterte er die vielfältigen Aktivitäten der Stadt Saarbrücken mit der Stadt Tiflis.

Bei einem internen Meeting stellten Prof. Dr. Steffen Hütter, Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der htw saar, die Leiterin des International Office Doris Kollmann und der Auslandsbeauftragte Professor Dr. Malte Beinhauer die nächsten geplanten Schritte der Kooperation vor. So soll eine Studierendengruppe der GTU die htw saar für einen mehrwöchigen Intensivsprachkurs in Deutsch verbunden mit Besuchen in saarländischen Unternehmen besuchen. Des Weiteren sollen im Rahmen eines Ph.D.-Programmes (vergleichbar mit dem deutschen Doktorandenprogramm) ausgewählte Kandidaten der GTU in saarländischen Unternehmen Forschungs- bzw. Unternehmensprojekte bearbeiten.

Andererseits lädt die Georgisch Technische Universität Studierende der htw saar nach Tiflis ein, um dort an ausgewählten Vorlesungen teilzunehmen und die Kultur Georgiens sowie die Stadt Tiflis kennenzulernen.

 

v.l.n.r.: Prof. Dr. Besik Sheradzadishvili (GTU), Prof. Wilhelm Hauser (htw saar), Ralf Latz (Bürgermeister der Stadt Saarbrücken)
Artikel drucken

0 Kommentare in “Gelebte Partnerschaft”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.