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Leben wie Gott in Frankreich – ein Einblick in die Logistik und Produktion im Land der Genießer

Auch in diesem Semester ging es für Logistik-interessierte Studierende wieder in die weite Welt. Besser gesagt über Le Mans ins Loire-Tal. 26 Studierende hatten sich angemeldet, um live in der Praxis zu erleben, wie moderne Logistik auf Weltniveau aussieht.

Hoch motiviert und bestens gelaunt ging es am Montagmorgen zu unseren Nachbarn nach Frankreich. Am Abend empfing uns das pittoreske Städtchen Le Mans bei Regen. Wir ließen uns die gute Laune nicht nehmen und erkundeten neben der Kathedrale auch die alten Gässchen.

Der Dienstag stand ganz im Zeichen von Produktion und Logistik. Morgens empfingen uns der Leiter des Wareneingangs und der Logistikleiter im Traktorenwerk von Claas. Wir erhielten einen detaillierten Einblick in die Herausforderungen der Produktion und Logistik eines Traktorenwerks. Jeder gebaute Traktor ist einzigartig. Hier gilt es, besonders hohe Anforderungen an Just-In-Time und Just-In-Sequence zu erfüllen. Aber auch Themen wie Lean Management und Kommissionierung wurden hier für die Studierenden begreifbar. Ein Besuch des automatischen Hochregallagers und die Begleitung der fahrerlosen Transportsysteme rundeten unsere Besichtigung ab.

 

 

Der Nachmittag führte uns zum einzigen Cointreau-Werk weltweit. Noch heute wird unter anderem in hundert Jahre alten Destillierkesseln das Destillat für den Weltmarkt gebrannt. Vor allem die Abfüllanlage begeisterte die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Exkursion.

Den Tag rundeten wir mit einem Besuch bei Bouvet Ladubay ab. Die Herstellung von Wein und vor allem Sekt bringt einige Herausforderungen mit sich. Wir erhielten Einblicke in die moderne Herstellung von Sekt, aber auch in die noch vor einigen Jahren übliche Handarbeit, die erst vor kurzem durch die Erfindung von Maschinen abgelöst wurde und den Kellermeister entlastet.

 

Zum Abschluss unserer Exkursion nach Frankreich haben wir eines der wohl berühmtesten Schlösser des Loire-Tals besichtigt: Chambord. Das atemberaubende Gebäude gibt den Historikern einige Rätsel auf. Wozu wurde es gebaut? Es ist an einem der ungeeignetsten Orte der Welt, mitten in einem Sumpfgebiet, gebaut und von der Loire aus nicht sichtbar. Es wurde nie bewohnt und ist durch seine Bauart auch nicht zum Wohnen geeignet. Trotzdem besticht es durch seine Architektur und Einzigartigkeit.

Mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen ging es am Mittwoch zurück nach Saarbrücken.

Die jährliche große internationale Exkursion ist ein Angebot des Fachclusters Logistik und findet unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Korne und der Organisation von Anne Steinhaus statt. Dieses Jahr wurde das Team durch Fiona Löwenkamp unterstützt.

 

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