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Zukunftswerkstatt 2022

Am 29. Juni 2022 kamen über 90 Bachelor- und Master-Studierende, Lehrende und technisch-administrative sowie akademische Mitarbeitende der Schule für Architektur Saar zusammen, um einen ganzen Tag lang über innovative Lern- und Lehrformate zu beraten und das Studium aktiv mitzugestalten. An diesem Tag ersetzte die fünfte Ausgabe der „Zukunftswerkstatt“ die regulären Lehrveranstaltungen, um allen die Möglichkeit zur Teilnahme und Mitgestaltung zu bieten.

Fotos: Julia Schygulla / htw saar

Der Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden im Rahmen der Qualitätssicherung wird in den Studiengängen Architektur im jährlichen Wechsel mit der Didaktikkonferenz in Form einer sogenannten Zukunftswerkstatt zu unterschiedlichen studienbezogenen Themen durchgeführt. An Hochschulen noch ungewöhnlich, hat die Zukunftskonferenz in kommunalen Beteiligungsstrukturen einen festen Platz. Aus dem Bemühen um Verbesserung und eine Identifikationssteigerung der Studierenden mit der Schule für Architektur Saar kam die Idee des extern moderierten Workshop-Formats auf, das von Prof. Eve Hartnack von Beginn an kultiviert wird und das so an der htw saar einzigartig ist. So zählten Dr. Markus Ehses, Projektkoordinator Studium Lehre & Internationalisierung und Esther Detemple, zuständig für die interne Qualifikation und Hochschuldidaktik der htw saar zu den Gästen, die sich ein Bild von der am Campus Göttelborn gelebten Beteiligungskultur machten und auch die anderen Fakultäten dazu inspirieren möchten.

Um zukunftsweisende Ergebnisse zu erzielen, bringt die Berliner Moderatorin Sabine Graf die große Gruppe jedes Mal konstruktiv und vielfältig miteinander ins Gespräch und lässt dabei alle gleichrangig zu Wort kommen. Als kontinuierlicher Verbesserungsprozess betrachtet, werden zu Beginn der Veranstaltung die Ziele und Maßnahmen der letzten Ausgabe reflektiert und neue Themenfelder für den Tag identifiziert. „Lernen und lehren nach der Pandemie“ lautete das diesjährige übergeordnete Thema, mit dem sich die Teilnehmer*innen der Zukunftswerkstatt vorrangig beschäftigten. In der großen Halle am Standort des ehemaligen Grubengeländes in Göttelborn wird in wechselnden Kleingruppen mit Formaten wie dem World Café und Strategieworkshops herausgefunden, wohin es gehen soll: Was war gut? Was war schwierig? Was können wir? Was möchten wir verbessern? Die Ergebnisse werden nach jeder Aufgabe im Sitzkreis zusammengetragen und priorisiert. Zwischendurch nimmt die Gruppe auf den Holzstufen im Vorlesungsbereich der Halle Platz und erhält in einem ergänzenden Input-Block Denkanstöße zu einer möglichen „Bibliothek der Zukunft“ durch Prof. Dr. Ulrich Pantle und einen Überblick über innovative digitale Interaktions-Tools durch die Mediendidaktikerin Beate Winterholler und Marion Douba, Referentin für digital gestützte Lehr- und Lernszenarien.

Zum Schluss werden Arbeitsgruppen zu den im Austausch aller am wichtigsten befundenen Themen gebildet, um die angestrebten Veränderungen innerhalb des nächsten halben Jahres in die Wege zu leiten: Lehrangebot und Didaktik, Image-Stärkung, Räumliches Angebot am Campus Göttelborn, Selbstmotivation, Austauschkultur bzw. Kommunikation und Interaktion. Der im Rahmen der Zukunftswerkstatt entstehende gemeinsame Handlungsimpuls fördert sowohl das Engagement der Studierenden als auch die Motivation der Lehrenden und Mitarbeitenden. Auf diese Weise können auch langfristige Ziele bearbeitet werden, die Studium und Lehre im Studienbereich Architektur kontinuierlich verbessern.

 

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