Internationale Projektarbeit mit Praxispartnern: Erfolgreiche Abschlusspräsentationen im European Project Semester an der htw saar
Wie lassen sich Produktionsprozesse effizienter gestalten? Wie können medizinische Geräte präziser kalibriert werden? Und wie optimiert man Materialflüsse in der Industrie? Mit genau solchen realen Fragestellungen beschäftigten sich Studierende aus verschiedenen Ländern im Rahmen des European Project Semester (EPS) an der htw saar. Zum Abschluss des Semesters präsentierten die internationalen Teams ihre Ergebnisse vor Vertreter*innen der Hochschule und den beteiligten Unternehmen.

International studieren und an realen Industrieprojekten arbeiten
Das European Project Semester ist ein englischsprachiges Studienprogramm für internationale und lokale Studierende der Ingenieurwissenschaften. Es verbindet praktische Projektarbeit in Unternehmen mit begleitenden Lehrveranstaltungen. Studierende arbeiten dabei in interdisziplinären und multikulturellen Teams an realen Aufgabenstellungen aus der Industrie und Wirtschaft.
Die Projekte entstehen in enger Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen und greifen aktuelle Fragestellungen aus Bereichen wie Elektrotechnik, Mechatronik, erneuerbare Energien, Maschinenbau oder Wirtschaftsingenieurwesen auf. Bevor die praktische Projektphase beginnt, bereiten sich die Studierenden fachlich, sprachlich und interkulturell auf ihre Arbeit vor. Während des gesamten Semesters werden sie vom EPS-Team begleitet und beraten.
Seit dem Wintersemester 2024/2025 ist das Programm auch fest an der htw saar verankert. Damit stärkt die Hochschule ihre Internationalisierung und bietet Studierenden eine praxisnahe Lernumgebung in einem internationalen Kontext.
Im aktuellen Semester arbeiteten Studierende aus Europa, Südamerika und Asien gemeinsam an Projekten mit regionalen Industriepartnern.
Team Medtron: Kalibrierungsprozess für medizinische Geräte verbessern
Beim Unternehmen Medtron analysierten Studierende den Kalibrierungsprozess von Injektoren für medizinische Anwendungen. Ziel war es, eine optimierte Übersicht über den Kalibrierungsablauf zu entwickeln und Ansätze für ein alternatives Design des Kalibrierungszyklus zu erarbeiten. Die Studierenden fühlten sich vom Projektpartner Medtron sehr gut unterstützt und auch Medtron zeigte sich zufrieden, obwohl die Projektziele nicht vollständig erreicht wurden. Die Studierenden lieferten aber einen interessanten Ansatz, den man weiter verfolgen werde.
Das Team setzte sich aus Studierenden aus Kolumbien, China und Deutschland zusammen und wurde von Michael Schweigmann von Medtron sowie Prof. Dr. Martin Löffler-Mang von der htw saar betreut.

Team Festo: Produktionsplanung effizienter gestalten
Ein Team von internationalen Studierenden beschäftigte sich gemeinsam mit dem Automatisierungsspezialisten Festo mit der Optimierung der Produktionsplanung. Ziel des Projekts war es, Lagerbestände effizienter zu steuern und Produktionsabläufe zu verbessern. Hierfür werteten die Studierenden Daten aus dem SAP System von Festo aus und führten Experten-Interviews an der Produktionslinie. Zunächst ging es darum, die Abläufe zu verstehen und sich mit zwei der Produktionsmaschinen genauer auseinanderzusetzen. Anhand von mathematischen Berechnungen konnten sie Optimierungsvorschläge anbieten. Als besonders spannend hat das Team die interkulturelle Kommunikation und Teambildung wahrgenommen. Im Unternehmen selbst empfanden sie es als herausfordernd, das Unternehmen in begrenzter Zeit zu verstehen und Optimierungsansätze zu identifizieren.
Betreut wurde das Projekt von Seiten Festos von Thorsten Selgrad und Sandro Fuchs sowie akademisch von Prof. Dr. Marco Günther.

Team Hydac: Materialflüsse zur Produktionslinie optimieren
Ein weiteres internationales Team arbeitete mit dem Unternehmen Hydac an der Planung eines automatisierten Lagersystems. Ziel war es, den Weg der Materialien zur Produktionslinie effizienter zu gestalten und damit die Abläufe im Supply-Chain-Management zu verbessern. Das Studierendenteam kam zu dem Schluss, dass der Einsatz eines Roboters wesentlich zur Optimierung der Produktionsabläufe beitragen kann. Sie analysierten mehrere Roboter-Modelle und schlugen Hydac anhand von Berechnungen einen besonders nachhaltigen vor.
Betreut wurde das Projekt von Benedikt Kastel (Hydac) sowie Prof. Dr. Frank Kneip.

Internationale Zusammenarbeit als Schlüsselkompetenz
Die Abschlusspräsentationen zeigten, wie Studierende mit unterschiedlichen kulturellen und fachlichen Hintergründen gemeinsam innovative Lösungen entwickeln können. Neben technischen Kompetenzen standen dabei auch Teamarbeit, interkulturelle Kommunikation und eigenständiges Projektmanagement im Mittelpunkt.
„Das European Project Semester bietet Studierenden die Möglichkeit, an realen industriellen Fragestellungen zu arbeiten und gleichzeitig wertvolle internationale Erfahrungen zu sammeln. Gerade die Zusammenarbeit in interkulturellen Teams und der direkte Austausch mit Unternehmen bereiten sie optimal auf ihre spätere berufliche Praxis vor“, sagt Prof. Dr. Marco Günther, Projektkoordinator des EPS an der htw saar.
Mit dem European Project Semester schafft die htw saar damit ein Lernumfeld, das Studierende gezielt auf die Anforderungen einer global vernetzten Ingenieurwelt vorbereitet und gleichzeitig die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und regionaler Wirtschaft stärkt. Alle Unternehmen zeigten Interesse, solche Projekte in der Zukunft weiterzuführen.

Weitere Informationen zum European Project Semester:
https://www.htwsaar.de/eps
Kontakt:
Outgoing-Studierende: outgoing@htwsaar.de
Incoming-Studierende: eps@htwsaar.de
EN
International Project Work with Industry Partners: Successful Final Presentations in the European Project Semester at htw saar
How can production processes be made more efficient? How can medical devices be calibrated more precisely? And how can material flows in industry be optimized? Students from various countries tackled precisely these kinds of real-world challenges as part of the European Project Semester (EPS) at htw saar. At the end of the semester, the international teams presented their results to representatives from the university and the participating companies.
Study internationally and work on real-world industry projects
The European Project Semester is an English-language study program for international and local engineering students. It combines practical project work in companies with accompanying courses. Students work in interdisciplinary and multicultural teams on real-world challenges from industry and business.
The projects are developed in close collaboration with regional companies and address current issues in fields such as electrical engineering, mechatronics, renewable energy, mechanical engineering, and industrial engineering. Before the practical project phase begins, students prepare for their work in terms of technical knowledge, language skills, and intercultural competence. Throughout the semester, they are supported and advised by the EPS team.
Since the 2024/2025 winter semester, the program has been firmly established at htw saar. In doing so, the university is strengthening its internationalization efforts and offering students a practice-oriented learning environment in an international context.
This semester, students from Europe, South America, and Asia worked together on projects with regional industry partners.
Team Medtron: Improving the calibration process for medical devices
At Medtronic, students analyzed the calibration process for injectors used in medical applications. The goal was to develop an optimized overview of the calibration procedure and to devise approaches for an alternative design of the calibration cycle. The students felt very well supported by their project partner Medtronic, and Medtronic was also satisfied, even though the project goals were not fully achieved. However, the students provided an interesting approach that will be pursued further.
The team consisted of students from Colombia, China, and Germany and was supervised by Michael Schweigmann from Medtronic and Prof. Dr. Martin Löffler-Mang from htw saar.
Team Festo: Making Production Planning More Efficient
A team of international students collaborated with automation specialist Festo to optimize production planning. The goal of the project was to manage inventory more efficiently and improve production processes. To this end, the students analyzed data from Festo’s SAP system and conducted expert interviews on the production line. The first step was to understand the processes and examine two of the production machines in detail. Using mathematical calculations, they were able to propose optimization strategies. The team found the intercultural communication and team-building aspects particularly exciting. Within the company itself, they found it challenging to understand the business and identify optimization approaches within a limited timeframe.
The project was supervised on Festo’s side by Thorsten Selgrad and Sandro Fuchs, and academically by Prof. Dr. Marco Günther.
Team Hydac: Optimizing Material Flows to the Production Line
Another international team collaborated with the company Hydac on the design of an automated warehouse system. The goal was to streamline the flow of materials to the production line and thereby improve supply chain management processes. The student team concluded that the use of a robot could significantly contribute to optimizing production processes. They analyzed several robot models and, based on calculations, proposed a particularly sustainable one to Hydac.
The project was supervised by Benedikt Kastel (Hydac) and Prof. Dr. Frank Kneip.
International Collaboration as a Key Competency
The final presentations demonstrated how students with diverse cultural and academic backgrounds can work together to develop innovative solutions. In addition to technical skills, the focus was on teamwork, intercultural communication, and independent project management.
“The European Project Semester offers students the opportunity to work on real-world industrial challenges while gaining valuable international experience. In particular, collaboration in intercultural teams and direct interaction with companies provide them with optimal preparation for their future professional careers,” says Prof. Dr. Marco Günther, EPS project coordinator at htw saar.
With the European Project Semester, htw saar is creating a learning environment that specifically prepares students for the demands of a globally connected engineering world while simultaneously strengthening collaboration between the university and the regional business community. All participating companies expressed interest in continuing such projects in the future.
Further information on the European Project Semester:
https://www.htwsaar.de/eps
Contact:
Outgoing students: outgoing@htwsaar.de
Incoming students: eps@htwsaar.de
0 Kommentare in “Internationale Projektarbeit mit Praxispartnern: Erfolgreiche Abschlusspräsentationen im European Project Semester an der htw saar”