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Personalführung im Wandel: Wie KI, VR und Simulationen das Lernen verändern

Wie verändern künstliche Intelligenz und immersive Technologien das Lernen im Unternehmen? Und wie lässt sich Personalführung praxisnah trainieren? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Netzwerktreffens zum Zertifikat „Personalreferent:in IHK/htw saar“, das am 16. Oktober 2026 vom CEC Saar der htw saar veranstaltet wurde. Neben aktuellen Studierenden waren auch ehemalige Teilnehmende vor Ort am Campus Alt-Saarbrücken und nutzten die Gelegenheit zum Austausch.

KI verändert den Berufseinstieg

Einen zentralen Impuls setzte Prof. Dr. Wolfgang Appel in seinem Vortrag zum Thema künstliche Intelligenz. Dabei ging es insbesondere um die Frage, wie sich der Berufseinstieg durch den zunehmenden Einsatz von KI verändert.

„KI kann einen Experten besser machen, aber einen Berufseinsteiger nicht zum Experten.“ Gerade Berufseinsteiger*innen sammeln einen wichtigen Teil ihrer beruflichen Erfahrung durch Ausprobieren und das schrittweise Übernehmen von Verantwortung. Wenn KI diese klassischen Einstiegsaufgaben übernimmt, können dadurch wichtige Lernräume wegfallen. Für Unternehmen gewinnt es laut Prof. Dr. Appel deshalb an Bedeutung, diese Räume bewusst zu schaffen und Berufseinsteiger*innen weiterhin Möglichkeiten zum Üben und eigenständigen Arbeiten zu geben.

Lernen mit Virtual Reality

Wie immersive Technologien für solche Lernprozesse eingesetzt werden können, demonstrierte Dipl.-Des. Janosch Obenauer anhand einer VR-Brille. Bei einer kurzen Impromptu Speech – einer Rede ohne vorherige Vorbereitung – wurde deutlich, wie sich immersive Technologien für Trainingssituationen nutzen lassen. Die Kombination aus einer realitätsnahen Situation und direktem Feedback eröffnet dabei neue Möglichkeiten, praktische Erfahrungen zu sammeln und das eigene Handeln anschließend zu reflektieren.

 

Dipl.-Des. Janosch Obenauer während der VR-gestützten „impromptu speech“. Foto: Ilenia Marullo/htw saar

 

Führung üben per Simulation

Einen weiteren praxisorientierten Ansatz stellte Alexander Dorscheid mit der LeaderFy-Simulation vor. Darin übernahmen die Teilnehmenden die Rolle einer Führungskraft und standen vor der Aufgabe, innerhalb von neun Wochen sowohl die Teamleistung als auch die Teamzufriedenheit zu verbessern. Dabei trafen sie auf sechs unterschiedliche Persönlichkeiten basierend auf dem Big-Five-Modell. Durch verschiedene Handlungsmöglichkeiten konnten sie auf das Team einwirken und unmittelbar erleben, wie sich ihr Führungsverhalten auswirkt.

Gute Weiterbildung braucht Theorie, Praxis und Netzwerk

Theorie und Praxis zu verbinden ist ein zentraler Anspruch des Zertifikats. Das spiegeln auch die Erfahrungen der Teilnehmenden wider. Verena Hilgert hob insbesondere die direkte Übertragbarkeit auf den beruflichen Alltag hervor: „Das waren wirklich Sachen, die man dann auch direkt anwenden kann.“

Darüber hinaus bietet das Zertifikat die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen aus unterschiedlichen Unternehmen auszutauschen. Karina Kornmann betonte: „Ich finde es erstens gut, weil man tatsächlich ganz viel Theorie, aber auch viel Praxis in die Hand bekommt. Aber auch das Netzwerk mit anderen zusammen finde ich wichtig.“

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für den spannenden Austausch und die praxisnahen Einblicke und freuen uns schon auf das nächste Netzwerktreffen im kommenden Jahr!

Wer sich für das Zertifikat „Personalreferent:in IHK/htw saar“ interessiert, findet auf der Website des CEC Saar weitere Informationen zum Zertifikat und zu ähnlichen Weiterbildungsangeboten (https://www.htwsaar.de/cecsaar). Bei Fragen können Sie sich auch direkt per E-Mail an Barbara Ditzler wenden (barbara.ditzler@passion-4hr.com).

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