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Gute Lehre@htw saar

Exzellente und praxisorientierte Lehre ist die Kernaufgabe der htw saar. Einen großen Einfluss auf die Weiterentwicklung guter Lehre an der Hochschule hat das Projekt „Optimierung des Studienerfolgs“, das seit April 2012 im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Qualitätspakt Lehre“ mit insgesamt ca. 12 Mio. Euro gefördert wird. Denn die Qualität der Lehre ist entscheidend für den Lernerfolg von Studierenden. Aber wie sieht die Umsetzung an der htw saar konkret aus? In der Blog-Reihe „Gute Lehre@htw saar“ stellen wir verschiedene Facetten guter Lehre vor.

Dieses Mal im Fokus:
Handlungssicherheit in der Pflege von Patienten erlangen – ein  Best-Practice-Beispiel für die Fakultät für Sozialwissenschaften

Unser Skillslab stellt das „Herzstück“ der fachpraktischen Lehre des Modellstudiengangs „B.Sc. Pflege“ dar. Dieser „Praxisraum“ ist einem „echten Krankenzimmer“ nachempfunden. Der speziell für die Simulation von Pflegesituationen eingerichtete Raum verfügt über zwei Krankenbetten, Abwurfsysteme, Verbandswagen, Rollstühle/Gehhilfen und andere pflegerelevante Hilfs- und Gebrauchsgegenstände.

Das Skillslab ist in zwei Bereiche organisiert – einen fachpraktischen Übungsbereich und einen Bereich für das theoretische Lernen.

Im fachpraktischen Übungsbereich wird die Simulation von Pflegesituationen möglich. Beispielhaft zu nennen sind pflegerische Tätigkeiten wie Körperpflege bei immobilen Patienten und deren krankheitsangepasste Lagerung. Hierfür stehen uns eine „Nursing Anne“ sowie auch ein „Nursing Baby“ zur Verfügung. Es handelt sich dabei jeweils um lebensgroße Patientenmodelle – einen Erwachsenen und ein Baby – an denen Wunden oder invasive Zugänge und Ableitungen (beispielsweise harnableitende Systeme) aufgebracht werden können. So können die Studierenden den Umgang mit Blasenkathetern einüben, bevor Sie am Patienten arbeiten. Aber auch der Verbandswechsel lässt sich optimal an „mobilen Gliedmaßen“, die sich mühelos von einer gesunden Extremität in einen Stumpf nach Amputation umbauen lassen, erlernen und vertiefend üben. Um alle Möglichkeiten der Simulationstechnik ausschöpfen zu können (beispielsweise in Form des Einprogrammierens von Krankheiten und deren Symptomatik), besuchen wir Fortbildungen, um prospektiv die Vielfalt an Simulationsmöglichkeiten zu erweitern.

Im theoretischen Übungsbereich stehen uns ein Smart-Board und Tablar-Stühle zu Verfügung. So kann bspw. ein Handhabungsfilm gezeigt und dessen Umsetzung sofort praktisch geübt werden. Zu unserer Ausstattung gehört auch „Ferdinand“ – unser Skelett.

Mit dem Umzug in das „Haus des Wissens“ haben wir einen sehr schönen und geräumigen Raum für unser Skillslab bekommen, der es uns durch den gewonnenen Platz ermöglicht, die bisherige Ausstattung des Skillslab, z.B. durch die Anschaffung neuer Verbandswagen, zu erweitern.

Unser Skillslab als „Übungskrankenzimmer“ wird eingebaut in die laufende Lehre und modulimmanent innerhalb der Seminare entweder punktuell oder auch ganztägig genutzt.

Die Möglichkeit, die Grund- und Behandlungspflege noch vor der fachpraktischen Umsetzung in einer geschützten Atmosphäre einzuüben ermöglicht es, sich Arbeitsschritte ganz in Ruhe und in begleitender Reflexion durch die Lehrenden anzueignen. Dies stattet die Studierenden mit Handlungssicherheit aus.

Nicht nur das Team freut sich über die Möglichkeiten des neuen Skillslab, auch die Pflege-Studierenden sind begeistert. „Wir freuen uns sehr über unser neues Skillslab, in dem wir nach dem Umzug viele neue Dinge hinzubekommen haben“, so Jaqueline Rullang. „Mit dem Umzug in das neue Haus des Wissens ist unser Skillslab größer geworden, mit viel mehr Möglichkeiten zu lernen“, ergänzt  Studentin Sarah Lambert.

 

Studierende des Modellstudiengangs B.Sc. Pflege im neuen Skillslab.
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