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Hochschule und Praxis treffen sich

Bereits zum fünften Mal fand am 25. Januar 2019 die Praxisstellenbörse des Studiengangs Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit statt – in diesem Jahr erstmalig im Haus des Wissens am Campus Alt-Saarbrücken. 46 Träger der Sozialen Arbeit kamen an die htw saar, um mit den Studierenden und Mitarbeitenden der Fakultät in Kontakt zu kommen. Die Praxisstellenbörse ist mittlerweile etablierter Bestandteil der Vernetzungsmöglichkeiten von Hochschule und Praxis. So betonten Prof. Klaus Kraimer und Moritz Czarny in ihrem Eröffnungsvortrag die Nützlichkeit für Praktiker und Theoretiker „auf zwei Beinen (Theorie und Praxis) besser stehen zu können als auf einem“ und zeigten die Habitualisierung wissenschaftlichen Wissens im Kontext der beruflichen Handlungspraxis am Beispiel der eigenen Biographie.

 

 

Die Praxisstellenbörse bietet Studierenden, die bald ins Praxissemester gehen oder noch ihr Vorpraktikum absolvieren müssen, sowie angehenden Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit, vielfältige Arbeitgeber im Bereich der Sozialen Arbeit kennenzulernen. Neben dem Kennenlernen zahlreicher Träger und Einrichtungen haben die Studierenden bei der Praxisstellenbörse die Möglichkeit, sich bei Vorträgen und Diskussionsforen, sowie im Praxisstellen-Speed-Dating mit Professionellen aus der Sozialen Arbeit und Pädagogik der Kindheit auszutauschen.

Kathrin Herz und Aline Lieberer haben im Wintersemester 2018/19 ihr Studium an der htw saar begonnen und freuen sich über das Angebot der Praxisstellenbörse. „Wir finden es gut, dass man so viele unterschiedliche Bereiche kennenlernen kann. Die Aussteller sind alle sehr freundlich und man kann sich z.B. über ein Vorpraktikum informieren – das haben nämlich viele von uns noch nicht gemacht.“

Helga Kugler ist Koordinatorin verschiedener Maßnahmen der Jugend-Berufshilfe beim SOS Kinderdorf Saarbrücken und ebenfalls begeistert von der Praxisstellenbörse: „Wir sind seit Beginn als Träger bei der Veranstaltung dabei – weil wir hier unsere Arbeit vorstellen können, weil wir Werbung für unseren Träger machen können und weil die Erfahrung so ist, dass wir immer wieder Praktikanten bekommen, die dann hinterher bei uns arbeiten.“ So zum Beispiel Alexander Fuchs, der vor knapp drei Jahren sein Studium an der htw saar abgeschlossen hat: „Damals war ich noch als Student bei der Praxisstellenbörse. Nach Abgabe meiner Bachelor-Arbeit bin ich dann nahtlos beim SOS Kinderdorf untergekommen. Das System funktioniert.“

 

 

Eva Wache ist fachliche Leiterin bei der Drogenhilfe Saarbrücken gGmbH und arbeitet seit 21 Jahren in dieser Einrichtung. „Ich bin das erste Mal bei der Praxisstellenbörse dabei, durfte unsere Einrichtung aber schon häufiger bei der Vorstellung der Praxisstellen im ersten Semester präsentieren. Dass es sehr belebt ist, finde ich total spannend. Ich finde es toll, mit Studierenden in Kontakt zu treten und freue mich immer wieder, mit jungen Leuten zu arbeiten – weil man, wenn man so lange in einen Bereich arbeitet, vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht. Insofern freue ich mich immer wieder über junge Inputs, die von außen kommen. Es gibt auch ständig Studierende der htw saar, die bei uns arbeiten. Heute habe ich z.B. Sebastian Spelz dabei, der Student an der htw saar ist und momentan sein Praxissemester bei uns macht.“

Neu war in diesem Jahr der Markt der Möglichkeiten, bei dem Träger und Einrichtungen der Sozialen Arbeit über gemeinsame (Forschungs-)Projektideen mit Studierenden ins Gespräch kommen konnten und Einblick in die Studienprojekte des kommenden Sommersemesters 2019 geboten wurde. Ziel dieses Angebots war somit ein informeller, niedrigschwelliger Austausch der Berufspraxis mit unseren Studierenden zu aktuellen Bedarfen und Ideen einer Kooperation zwischen Hochschule und Praxis, die im Kontext von verschiedensten Themen der kommenden Studienprojekte oder Bachelorarbeiten umgesetzt werden könnten. „Die Weiterentwicklung des Angebotes der Praxisstellenbörse“, so Manuel Freis der Organisator der Börse, „ist aus meiner Sicht Kennzeichen einer lebendigen und zukunftsfähigen Veranstaltung. Weitere Ideen zur Vernetzung des Lernortes Hochschule und des Lernortes Praxis im Rahmen unserer Börse werden auch in den kommenden Jahren zu erwarten sein.“

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