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Produktivität von Unternehmen in der Großregion

„PRODPILOT – Produktivitätspilot für die Großregion“ ist eins von derzeit sieben genehmigten Interreg V A Großregion-Projekten der htw saar. PRODPILOT begleitet Unternehmen in Lothringen, Luxembourg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Wallonien bei der Analyse und Steigerung ihrer Produktivität. Über 4 Jahre widmen sich sechs Partner aus der Großregion der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.

„Das Thema Produktivität betrifft die Gestaltung aller Arbeitsabläufe von Produktion und Logistik und hinterfragt die Wertschöpfung in jedem einzelnen Arbeitsschritt.“

Ein Gespräch mit Thomas Korne, Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes und PRODPILOT-Leiter, über Projektziele und -aktivitäten sowie die Bedeutung des Themas Produktivität für Unternehmen in der Großregion – und darüber hinaus.

 

Prof. Dr. Thomas Korne, Professor an der htw saar und Leiter des Projekts PRODPILOT

 

Was ist das „Neue” bzw. „Besondere“ am Ansatz von PRODPILOT?

In Büchern und Veröffentlichungen findet sich eine Vielzahl von Instrumenten und Konzepten zur Produktivitätssteigerung, die jedoch meist nur auf die Verbesserung von Arbeitsplätzen oder von einzelnen Prozessen abzielen. Daneben kommen ständig neue Teillösungen hinzu, zum Beispiel wird gerade an der Erfassung und Optimierung von wertschöpfenden Prozessen in Echtzeit gearbeitet – dieses Instrument gab es bis vor kurzem noch gar nicht. Gerade im Mittelstand fehlt Geschäftsführern oder Führungskräften oftmals ein ganzheitlicher Überblick über das gesamte Spektrum existierender Instrumente.

Unser Projekt PRODPILOT wird eine Plattform bereitstellen, die Unternehmen einen schnellen Zugang zu allen wichtigen Fragen rund um das Thema Produktivität bietet. Ergänzt durch viele konkrete Anwendungsbeispiele und ein nutzerfreundliches Selbstanalyse-Tool bringt das Portal für das gesamte Themengebiet einen echten Mehrwert. Zusätzlich bündeln wir mit den Partnern aus der Großregion umfangreiches Wissen und Know-how zu dem Thema und wollen auch Anbieter von Produktivitätslösungen über die Teilregionen hinaus bekannter machen. Die erstmalige Auslobung und Vergabe eines Produktivitätspreises an Unternehmen aus der Großregion soll dabei zusätzliche Aufmerksamkeit für das Thema schaffen.

 

Woran arbeiten Sie im Projekt gerade konkret?

Derzeit finalisieren wir das Analyse-Modell zur Produktivitätssteigerung, das dem Projekt zu Grunde liegt und damit zentral für alle weiteren Arbeiten und Aktivitäten ist. Das Modell bildet sowohl gängige als auch neue Möglichkeiten zur Produktivitätssteigerung in Form von jeweils vier verschiedenen Reifegraden ab. Wir nutzen es auch für eine Umfrage in der Großregion, um den aktuellen Stand zur Ausschöpfung von Produktivitätspotentialen in den hiesigen Unternehmen zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Befragung sowie das Modell selbst werden wir in Fachveröffentlichungen vorstellen.

 

Warum ist das Thema Produktivität insbesondere für die Großregion und die hier ansässigen kleinen und mittleren Unternehmen relevant?

Im Saarland, aber auch in den Grenzregionen, ist die Industrie geprägt vom produzierenden Gewerbe. Das Thema Produktivität betrifft dadurch mehr Unternehmen als beispielsweise in Großstädten wie Hamburg oder Berlin, die eher im Dienstleistungssektor vertreten sind.

 

Lesen Sie das gesamte Interview

 

Dieses Projekt wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Förderprogramms INTERREG V A der Großregion in der Achse „Die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Großregion steigern“ gefördert.

 

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