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GraduSaar – Promotionsplattform der saarländischen Hochschulen gestartet

2020 wurde zwischen der htw saar und der Universität des Saarlandes (UdS) eine Kooperation geschlossen, die den Promovierenden beider Hochschulen neue Türen öffnet. Die Promotionsberatungsstelle der htw saar (Mike Herrmann) und das Graduiertenprogramm GradUS der UdS (Dr. phil. Dipl.-Psych. Theo Jäger) arbeiten nun gemeinsam an Qualifizierungsangeboten für die Doktorand(inn)en der Kooperationsplattform, um überfachliche, aber auch methodische Kenntnisse zu vertiefen. Zudem wurden bereits erste Stipendien vergeben. Ein Steuerkreis mit Vertreter(inne)n beider Hochschulen leitet das Programm mit dem Namen „GraduSaar“.

Die Hochschulen übernehmen somit gemeinsam Verantwortung für die Unterstützung ihres wissenschaftlichen Nachwuchses und verbreitern durch ihre Kooperation die methodische Vielfalt in den Promotionsverfahren von der Grundlagenforschung bis zur anwendungsorientierten Forschung.

Da Fachhochschulen in den meisten Bundesländern kein Promotionsrecht haben, sind die dort Promovierenden zusätzlich an einer Universität eingeschrieben. Im Falle der htw saar liegt es nahe, dass die Hälfte der 44 registrierten Doktorand(inn)en an der UdS einen Doktorvater bzw. eine Doktormutter gefunden haben. Zurzeit erstellen Herrmann und Jäger in Zusammenarbeit mit dem Steuerkreis ein Begleit-Curriculum für diese spezielle Promovierenden-Gruppe. Anhand des Curriculums wird ihnen ein fester Rahmen und eine gleichbleibende Qualität der Fortbildungsmaßnahmen geboten. Ziel ist es, pro Jahr mehrere Seminare, Exkursionen und Tagungen anzubieten, die alle Doktorand(inn)en der Kooperationsplattform im Laufe ihrer Promotion einmal durchlaufen müssen. Generell stehen von nun an alle Veranstaltungen der UdS den Plattform-Promovierenden offen – bei freien Plätzen können nachrangig auch jene teilnehmen, die an der htw saar über andere Universitäten promovieren.

Online-Treffen mit der Stipendiatin Rebecca Hinsberger (oben), Dr. phil. Dipl.-Psych. Theo Jäger (Graduiertenprogramm der UdS, links), Mike Herrmann (Promotionsberatungsstelle der htw saar, rechts). Screenshot: htw saar

Durch Stipendien werden von nun an die Anfangsphasen und die Abschlussphasen von Promotionen finanziell gestützt. Neben der UdS und der htw saar nehmen auch die Hochschule für Musik Saar (HfM) und die Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBK)) am Graduiertenprogramm teil. Am 7. Juli 2020 wurde dazu die „Ordnung zur Förderung des wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchses an den Hochschulen des Saarlandes“ verabschiedet und kurz darauf bereits die ersten Stipendien ausgeschrieben.

Die Ordnung sowie weitere Informationen zu den Stipendien finden Sie hier.

An der htw saar wurden hierfür eine Vergabekommission und eine vorbereitende Kommission eingerichtet, deren Aufgabe es ist, die eingehenden Anträge zu prüfen und Empfehlungen an den Steuerkreis auszusprechen. Seitens der htw saar gab es in der ersten Ausschreibungsrunde eine erfolgreiche Bewerberin: Rebecca Hinsberger (siehe Foto). Durch das Stipendium konnte die 24-jährige noch im selben Jahr ihre Promotion im Bereich Wasserbau und Wasserwirtschaft (Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen) aufnehmen. Sie wird an der htw saar von Prof. Dr.-Ing. Alpaslan Yörük und an der UdS von Prof. Dr. rer. nat. Jochen Kubiniok betreut.

Stipendiatin Rebecca Hinsberger, M.Eng. Foto: htw saar

Die Stipendien werden einmal pro Jahr ausgeschrieben – das nächste Mal im Oktober 2021. Zudem wird es ein Jahr nach Vergabe der Stipendien ein Kolloquium geben, in dem die Stipendiat(inn)en aller Hochschulen ihre Zwischenergebnisse präsentieren können.

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