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Night of the Profs und interdisziplinäre Zusammenarbeit

Die Night of the Profs ist jedem an der Hochschule ein Begriff, sie ist Teil der bereits legendären GradNight, der Abschlussfeier für unsere Studierenden. Prof. Stefan Ochs, der Leiter des Prä-IBA-Werkstattlabors, und Prof. Uwe Waller trafen sich dort das erste Mal, am DJ-Pult. Heute arbeiten sie interdisziplinär: Architektur trifft Prozesstechnik in der Erzhalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte.

Bild: Marc Laumeyer und Stella Pohl, Studierende der Fakultät für Ingenieurwissenschaften unterstützen den Aufbau der Ausstellung in der Erzhalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte. Foto: Uwe Waller

Das Prä-IBA-Werkstattlabor, es geht hier um Themen einer möglichen Internationalen Bauausstellung (IBA) in der Region, diskutiert die Raumentwicklung, die Zukunft für Wohnen und Versorgen. SEAWATER Cubes, ein aus der Hochschule heraus gegründetes Unternehmen, entwickelt heute schon moderne Lebensmitteltechnologie: Die regionale Fischproduktion ist passgenau in dieser Zukunft. Das Exponat der SEAWATER Cubes im Weltkulturerbe ist ein Aquaponik. Die ist bereits eine nächste Stufe der Entwicklung: Die Koppelung von Fisch und Pflanzenproduktion. Nährstoffe aus dem Prozess der Fischproduktion fließen in die Produktion von Gemüse, Salaten, Früchten, ähnlich wie in einem natürlichen Ökosystem. Der Wasserverbrauch ist gering. Die eher kleinen Produktionsstandorte versorgen die Nachbarschaft mit frischen Lebensmitteln. Der Produzent ist der Verkäufer, er ist dem Kunden bekannt. Das Wieder-Zusammenleben ersetzt vielfach verarbeitete Massenprodukte aus dem Supermarkt.

Bild: Der Aquaponik in der Erzhalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte. Christian Steinbach, Geschäftsführer der SEAWATER Cubes GmbH, und Paulina Knobe, Projektassistentin im Prae IBA Lab vor dem Aquaponik. Im Hintergrund die Pflanzenregale, die auch Teil einer Zukunftsarchitektur sein könnten. Foto: Uwe Waller

Die Aquaponik-Technologie ist ein Modell für Ernährung in der Zukunft. Im Klimawandel und mit zunehmender Bevölkerung setzt Wissenschaft auf die neue Technologie zur Entlastung der Ökosysteme. Das ist auch das Thema eines grenzüberschreitenden Kooperationsnetzwerks, in dem die htw saar mitarbeitet. 

Das Interreg V-A Großregion Projekt PERCIPONIE bringt Wissenschaftler der Université de Lorraine, der Universität Lüttich und der htw saar zusammen, um die Technologie des Aquaponik weiterzuentwickeln und das Konzept in der Großregion bekannt zu machen. Die Ausstellung im Weltkulturerbe Völklinger Hütte, entwickelt im Prae IBA Labor, ist eine hervorragende Möglichkeit, darauf aufmerksam zu machen, dass wir heute unsere Zukunft noch einmal neu entwickeln müssen. Wissenschaft, die Anwendung von Wissen, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und mutige Innovationen führen zu den Lösungen unserer Zukunftsaufgaben.

Aus dem Rap, aus Rock, Pop bis Hip Hop einer GradNight an der htw saar entsteht offensichtlich mehr: Erst im Kleinen und später im Großen.

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