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Future starts now – IoT meets culture!

In einer Zeit der fortschreitenden Digitalisierung stehen insbesondere auch Fragen über das Verhältnis von Menschen zu Technik im Vordergrund. Heute kommunizieren nicht nur Menschen über das Internet miteinander, sondern auch Maschinen, die Informationen aus ihrer Umwelt annehmen, analysieren und schließlich eigenständig darauf reagieren. Sie sind Teil des Systems vom Internet of Things (kurz IoT), welches sich mit der Vernetzung sowie Digitalisierung von realen und virtuellen Dingen beschäftigt. Die Dinge, oder auch Personen, werden durch Geräte verbunden, die Daten an Server, Smartphones o.Ä. übermitteln. Auf Basis dieser erfassten Daten werden Aktionen initiiert.

Unter dem Arbeitstitel „Wege in die Zukunft von Kunst und Kultur – Digitalisierung und Internet of Things (IoT) als Perspektive für Kulturbetriebe” werden von Kulturmanagement-Studierenden im SoSe21 Erklärvideos über die Schnittstelle von Kultur und IoT produziert. Schon im SoSe 2019 wurde das Pilotprojekt „KI im Spiegel von Kommunikation und Kultur“ mit der Produktion von Erklärvideos zu diesem Thema durchgeführt. Nun ist dieses Projekt in die nächste Runde gegangen. Wie im letzten Blog-Beitrag erklärt, werden nicht nur übergreifende thematische Schwerpunkte (Datensicherheit des IoT und Eine ethische Betrachtung des IoT – Selbstbestimmung und digitale Mündigkeit bei den IoT-Erklärvideos) in den Erklärvideos behandelt, sondern auch solche, die auch mögliche Einsatzbereiche des IoT in Kulturbetrieben aufzeigen und näher beleuchten:

 

Prinzip Nachhaltigkeit von IoT

Das Thema Nachhaltigkeit ist heutzutage von zentraler Bedeutung, da der Klimawandel und der Eingriff in unsere Umwelt das (zukünftige) Leben maßgeblich beeinflussen wird.

„Deswegen halten wir es für notwendig, dass in allen Bereichen auf ein nachhaltiges Verhalten geachtet wird. […] Kunst eignet sich also auch sehr gut dazu, Fragen nach der ökologischen Verantwortung unserer Gesellschaft zu stellen.“ (- Produktionsgruppe zum Thema „Prinzip Nachhaltigkeit von IoT)

Aus diesem Grund stellt das Video zu dieser Thematik anhand einer Alltagssituation im Museum dar, wie Kulturbetriebe in Verbindung mit IoT nachhaltig agieren können und liefert Denkanstöße für eine sinnvolle Einbindung eines IoT-Systems in den Alltag dieser Institutionen.

 

IoT in der Logistik 

IoT ist bereits seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Logistik innerhalb der Industrie- und Wirtschaftsbranche. Insbesondere radio-frequency identification (RFID) Lesegeräte helfen dank der Systematisierung von Gütern die betriebsinternen Prozesse zu verbessern. Auch im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft hält diese Technologie immer mehr Einzug, da es auch hier einige logistische Herausforderungen zu meistern gilt.

„Die Herausforderung bestand für uns darin, die kreativen Schaffensprozesse der Künstler*innen mit technischen Prozessen zu verbinden, ohne dass diese als Barriere wahrgenommen werden.
Daher liegt unser Fokus der Vermittlung darauf, dass technische Mittel eine Erleichterung im gesamten Unternehmensbetrieb bieten können – denn nur durch Innovation kann Neues entstehen. Wir bringen Ordnung ins Chaos vor und hinter den Kulissen – so viel können wir schonmal verraten.“
(- Produktionsgruppe zum Thema „IoT in der Logistik“)

IoT als interaktive Anwendung künstlerischer Prozesse

Nicht nur innerhalb der Logistik bietet IoT vielfältige Möglichkeiten zur effizienteren Gestaltung der Ablaufprozesse, sondern kann darüber hinaus auch im künstlerischen Schaffensprozess selbst Anwendung finden. Im Bereich der Bildenden Künste hat Felix Christmann in Saarbrücken mit Hilfe des Projektes „Interfacing Parametric Design“ eine neue Herangehensweise an die 3D-Darstellung ermöglicht. Darauf aufbauend wird in dem Video aufgezeigt, wie interaktive IoT-Systeme in der Darstellung der Kunst miteingebunden werden können und dabei die betrachtende Person miteinbeziehen. Es wird der Frage nachgegangen, inwiefern Kunst in neuer Form erfahrbar gemacht werden kann.

 

IoT als Instrument der Besucherforschung

Die RFID-Technologie lässt sich nicht nur in der Logistikabteilung einsetzen. Gerade im Bereich der „Audience Development“ werden stets neue Möglichkeiten gesucht, um wichtige Daten bezüglich des Besucher*innenverhaltens zu sammeln und auf Grundlage dessen näher auf die Bedürfnisse der Besucher*innen eingehen zu können. Wie die Daten tatsächlich erhoben und genutzt werden können, verdeutlicht die Gruppe mit Hilfe innovativer Ideen, welche in Zukunft bei Festivals – aber auch anderen kulturellen Veranstaltungen – zum Einsatz kommen könnten.

„Wir haben uns als Gruppe bewusst darauf konzentriert, die Anwendung von IoT in einer ‚nicht klassischen‘ Kulturinstitution wie Theater oder Museum aufzuzeigen, sondern die Möglichkeiten darüber hinaus in Form eines Festivals darzustellen. Unser Ziel ist es, diese Möglichkeiten einfach und in realistisch umsetzbare Form zu präsentieren.“ (- Produktionsgruppe zum Thema „IoT als Instrument der Besucherforschung“)

 

Alle Erklärvideos werden erstmals digital im Rahmen einer Filmpremiere am 14.07.21 – 18 Uhr (über die Plattform YouTube als Live-Premiere) ausgestrahlt, zu der wir Sie herzlich einladen möchten.

Hier geht’s zum Stream.

Weiterführende Infos zu diesem Projekt könnt ihr regelmäßig auf https://htwsaar-blog.de, auf  https://www.facebook.com/htwsaar, https://www.facebook.com/htwsaarKulturmanagement oder auf der Homepage der htw saar (https://www.htwsaar.de/htw/wiwi) einsehen.

 

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