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„More culture, Blies! – Symposium zum Potenzial der Kulturbranche im Biosphärenreservat Bliesgau“

Nachhaltigkeit und Kulturmanagement im Biosphärenreservat Bliesgau war das Thema für das 1. Kulturmanagement-Symposium, das am 15. Januar 2024 an der htw saar stattfand. Dabei lag der besondere Fokus auf der Verknüpfung von Nachhaltigkeit aus ökonomischer, ökologischer, sozio-kultureller und pädagogischer Sicht mit den Potenzialen der Kulturbranche im Biosphärenreservat Bliesgau.

Ziel war es, diese Themenbereiche miteinander zu verbinden und einen Diskurs zur angewandten Forschung und gelebten Praxis zu ermöglichen – insbesondere aus Sicht der Kooperationspartner Biosphärenzweckverband Bliesgau, Saarpfalz-Touristik und htw saar.

Ein weiteres Ziel des Kulturmanagement-Symposiums war es, die Bekanntheit des Biosphärenreservates Bliesgau und der dort ansässigen Angebote im Kulturbereich zu steigern und den Studierenden näher zu bringen.

Aus diesen Gründen organisierten Studierende der Master-Studiengänge Management Sciences des DFHI und Kulturmanagement der htw saar im Modul Projekt- und Prozessmanagement das Projekt „Kulturmanagement-Symposium 2024“ unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf Rockenbauch.

 

Plakat für das 1. Kulturmanagement-Symposium an der htw saar. Foto: More culture, Blies!-Team/htw saar

 

Einerseits wurden dadurch die theoretisch erlernten Kenntnisse der Teilnehmenden mit der Praxis verknüpft und andererseits die Projektmanagement-Erfahrungen des Organisationsteams erweitert – insbesondere unter Berücksichtigung der aktuellen Trends wie Cultventure (= Kombination aus Kultur + Adventure), Profiling, Involvement, Edutainment, Risikomanagement, Krisenmanagement sowie Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Hierfür nutzten die Studierenden fundierte Projektmanagementtools, um die operative Planung mit ihrem akademischen Wissen zu verbinden. Dieser Ansatz von „SEGELN“ (Selbstgesteuertem Lernen) stellt einen weiteren prägnanten Schritt zur Weiterentwicklung der fachlichen, methodischen und persönlichen Kompetenzen dar.

Unter dem Titel „More culture, Blies! – Symposium zum Potenzial der Kulturbranche im Biosphärenreservat Bliesgau “ kamen Kulturschaffende aus der Praxis sowie Studierende und Dozierende der htw saar zusammen. Insbesondere die Podiumsgäste konnten durch die Darstellung ihrer jeweiligen Sichtweisen zum Thema Nachhaltigkeit und Kulturmanagement verdeutlichen, dass erhebliche Potenziale für die Region und die Kulturschaffenden existieren.

Hierfür danken wir insbesondere den Redner*innen der Kulturschaffenden (Katharina Baarß, Kulturstammtisch Blieskastel e. V.; Peter Michael Lupp, KulturOrt Wintringer Kapelle, Kulturreferent; Astrid Woll-Herrmann, freischaffende Künstlerin), dem Vertreter der Saarpfalz-Touristik (Wolfgang Henn) und dem Vertreter des Biosphärenzweckverbandes (Holger Zeck).

 

Kulturschaffende, Praxisvertreter und das Projekt-Team leben interkulturelles Kulturmanagement in der Praxis. Foto: More culture, Blies!-Team/htw saar

 

Die Veranstaltung begann mit inspirierenden Präsentationen unserer geschätzten Redner*innen, die Einblicke in die Entwicklung von Kultur und künstlerischer Aktivität im Bliesgau gewährten. Die Vertreter der Saarpfalz-Touristik und des Biosphärenzweckverbandes verdeutlichten dann, dass die Pflege von Kulturlandschaften und gelebter Kultur ebenso zur Entwicklung von mehr Kultur in der Region beitragen können. Von diesen weitgespannten Herausforderungen zwischen Kunst, Kultur, Natur bis zu den persönlichen Erfolgsgeschichten erhielten die Teilnehmer*innen einen umfassenden Überblick über die kulturelle Identität dieser einzigartigen Region.

Nach den Präsentationen fand eine lebhafte Diskussionsrunde statt (Moderation: Clara Brill), in der relevante Themen zu den Herausforderungen und der Zukunft der Kultur im Biosphärenreservat Bliesgau erörtert wurden. Die Vielfalt der Perspektiven, angefangen von Künstler*innen bis hin zu Studierenden, Professor*innen und Mitgliedern des Kulturstammtisches Blieskastel e.V., trug zu einer äußerst informativen und bereichernden Diskussion bei. Dabei wurde deutlich, dass noch erheblicher Bedarf bezüglich der Selbstfindung aller Beteiligten in den Bereichen Kunst, Kultur, Natur besteht, um eine abgestimmte Strategie für ein nachhaltiges Kulturmanagement in der Biosphäre zu etablieren.

 

Die lebhafte Diskussion von allen Teilnehmenden führt zum hervorragenden Erkenntnisgewinn für das Kulturmanagement in der Region. Foto: More culture, Blies!-Team; Prof. Dr. Ralf Rockenbauch/htw saar

 

Auch in den Diskussionen im kleinen Kreis konnten Themen zu den Herausforderungen und der Zukunft der Kultur im Biosphärenreservat Bliesgau erörtert werden. Foto: More culture, Blies!-Team; Prof. Dr. Ralf Rockenbauch/htw saar

 

Besonders erfreulich war die Beteiligung von Studierenden, Künstler*innen, Professor*innen und Mitgliedern des Kulturstammtisches Blieskastel e.V. im Publikum. Diese bunte Mischung spiegelte die Breite des Interesses und Engagements für die Förderung der Kultur im Bliesgau wider.

Der Erfolg dieses Projekts war nicht nur in den theoretischen Erkenntnissen zu finden, sondern auch in den praktischen Einblicken, die wir dank unseres Professors Dr. Ralf Rockenbauch gewinnen konnten. Sein Fachwissen im Projektmanagement trug wesentlich dazu bei, dass das Symposium nicht nur informativ, sondern auch strukturiert und effektiv ablief.

Insgesamt war das Kulturmanagement-Symposium „More culture, Blies!“ ein herausragendes Ereignis, das die Kultur im Bliesgau exzellent präsentierte und eine Plattform für bedeutende Diskussionen und den Austausch zwischen verschiedenen Akteuren schuf. Es zeigt, dass die kulturelle Entwicklung in dieser Region lebendig und dynamisch ist, und wir sind gespannt darauf, wie sich diese in Zukunft weiterentwickeln wird.

Abschließend möchten wir uns bei allen Teilnehmenden sowie insbesondere bei unseren Sponsoren und den Kooperationspartner bedanken.

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