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htw saar ist Partner der Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025

Seit 25. April 2022 ist die htw saar, Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen/ Schule für Architektur Saar offiziell Partner der Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025. Zusätzlich wird der Kurator der Kunstprojekte „PURPLE PATH“, Alexander Ochs einen Lehrauftrag an der Fakultät im Sommersemester 2025 annehmen.

Dies sei „ein großes Kompliment und herzlichen Glückwunsch zur dieser tollen Beteiligung, die sicher auch eine Auszeichnung für die Qualität der Architektur an der htw saar darstellt“, so schrieb Präsident Prof. Dr.-Ing. Dieter Leonhard am 27. April 2022 erfreut. Im Bericht des Präsidiums, Stand 17. Mai 2022, wurde diese Partnerschaft aufgenommen.

Initiiert durch Prof. Göran Pohl und mit Beteiligung von Prof. Heiko Lukas werden Studierende des Master-Studiengangs Architektur im diesjährigen Sommersemester eines der herausstechenden Kulturhauptstadt-Projekte bearbeiten: Es werden Entwurfsarbeiten zum „James Turell Lichthaus“ auf dem Gelände des „Karl Liebknecht“ Bergbaumuseums in Oelsnitz/ Erzgebirge entstehen.

In Gebäuden des industriekulturellen Erbes dieser traditionsreichen Bergbauregion des sächsischen Erzgebirges werden im Umkreis der Großstadt Chemnitz bis zum Jahr 2025 Installationen sowohl von namhaften, als auch Newcomer- Künstlern projektiert. Diese Verbindung von Industrie und Kunst stellt eine Besonderheit der Kulturhauptstadt-Erlebnisse Chemnitz 2025 dar. Das Projekt „James Turell Lichthaus“ in Oelsnitz/ Erzgebirge ist hierin ein Ankerpunkt: Es wird sich um Lichtkunst im Inneren eines alten Industriegebäudes handeln – in der Art, die James Turell international berühmt gemacht hat.

Foto: Julia Schygulla/ htw saar

Der Amerikaner James Turell, einer der angesagtesten internationalen Künstler, hat mit seinen Lichtinstallationen in den letzten Jahrzehnten vielerorts in Europa und Amerika sowie in Japan künstlerische Akzente gesetzt, welche in der Kunst- und Medienwelt für großes Echo gesorgt haben. Nun haben die Master-Studierenden der htw saar die Aufgabe, Ideen für die Architektur rund um das im Entstehen begriffene Kunstwerk dieses Meisters zu entwickeln.

Durch die Beteiligung des Kurators Alexander Ochs an der Lehre unserer angehenden Architektinnen und Architekten im Master-Studium der Schule für Architektur Saar ist das Interesse an der neuen Partnerschaft der htw saar mit der Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 von Anfang an dokumentiert.

In dem Schreiben vom 25. April 2025 unterstreicht die Europäische Kulturhauptstadt Chemnitz die Ambitionen in der Partnerschaft mit unserer Hochschule: „Dies meint: bis ins Jahr 2025 hat die htw saar die Möglichkeit, sich auch mit eigenen Ideen und Projekten in diese (Partnerschaft) einzubringen und das offizielle Logo „Chemnitz Kulturhauptstadt Europas 2025 + Region“ zu benutzen“.

„Alles kommt vom Bergwerk her“. In der Kunst sollen sich „einst aus dem Berg gewonnene Rohstoffe wie Zinn, Kobalt, Kaolin und Silber in den Kunstwerken wiederfinden“. In Oelsnitz wird die zukünftige Lichtinstallation von James Turrell auch ein Anklang sein „auf die Sehnsucht der Bergleute nach Licht, die sich in Traditionen des Erzgebirges vielfach wiederfindet“ (Zeit Online, 9. Juli 2021). Eine aus den 1970er- Jahren stammende Industriehalle und eine weitere, unter Denkmalschutz stehende historische Halle stehen für die Inszenierungen des Künstlers und für die architektonische In-Funktion-Setzung durch Vorschläge unserer Studierenden zur Verfügung. Bergbau-Erfahrung und der architektonische Umgang mit industriekulturellem Erbe als Exportschlager: Die Studierenden der htw saar haben die Aufgabe, alles zu einem Gesamt-Architekturkonzept zu überführen. Den Bestand erfahren, bewahren und für zusätzliche Ausstellungszwecke ergänzen. Weitere Ideen finden, ist ein wichtiges Anliegen: „Tiny“- Wohnen in unmittelbarer Umgebung könnte ein ergänzendes Thema sein, Permakultur-Gärten können die Außenanlagen thematisieren. Die Kunst steht im Zentrum.

Foto: Julia Schygulla/ htw saar

Der Kurator Alexander Ochs besuchte unsere Hochschule für einen ersten Workshop mit Studierenden bereits am 2. und 3. Mai 2022. Unsere Studentinnen und Studenten gewannen in seinen Vorträgen und den Diskussionen an beiden Tagen neue Erkenntnisse aus den Bereichen Kunst und Kunstinszenierung, sie diskutierten auch über Themen wie Barrierefreiheit und Zugänglichkeit für alle Bevölkerungsgruppen und –schichten. Die Tätigkeit des Kurators findet für unsere Hochschule ihre Fortsetzung in der Einladung an die Studierenden der Schule für Architektur zu einem mehrtägigen Besuch und Workshop im Juni diesen Jahres in Oelsnitz: Sie werden empfangen von den Verantwortlichen der Bergwerksdirektion, den Leitern der Stadt, begleitet von Kulturschaffenden, Künstlerinnen und Künstlern  – und natürlich vom Kurator der Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 /Purple Path und dessen Team persönlich begrüßt und unterstützt. Unterkünfte werden den Studierenden seitens des Kulturhauptstadtprojektes zur Verfügung gestellt.

 

 

 

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