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Wissenschaft fördern und vernetzen: HAW-Karriere im Südwesten

Networking ist ein wissenschaftliches Instrument, das gerade von Nachwuchswissenschaftler*innen gerne mal unterschätzt wird. Bei einem Science Speed Dating konnten am 5. September 2022 Promovierende der htw saar und der Hochschulen Trier und Kaiserslautern miteinander ins Gespräch kommen und sich auf einem „Markt der Möglichkeiten“ über die jeweiligen Karriere-Angebote der teilnehmenden Hochschulen informieren.

Diese hatten sich im Rahmen des BMBF-Programms „FH-Personal“ zusammengeschlossen, um über eine stärkere (über-)regionale Sichtbarkeit die Gewinnung professoralen Personals zu verbessern. An der htw saar entstand daraus das Projekt FutureProf@htw saar, das unter Leitung des Präsidenten Prof. Dr.-Ing. Dieter Leonhard von Ulrich Groh koordiniert wird.

Die gemeinsame Veranstaltung „Wissenschaft fördern und vernetzen: HAW-Karriere im Südwesten“ wird von nun an jedes Jahr abwechselnd an einer der drei Hochschulen stattfinden. Zum Organisationsteam seitens der htw saar gehören auch Mike Herrmann, der für die Beratung der Promovierenden zuständig ist und Dr. rer. nat. Markus Ehses, Projektakquise und -koordination Studium, Lehre & Internationalisierung.

Die Auftaktveranstaltung fand am Umweltcampus Birkenfeld der Hochschule Trier statt. Der Karrieretag verfolgt das Ziel der besseren Vernetzung der Nachwuchswissenschaftler*innen und der Präsentation der Hochschulen der Region als attraktiver Ort für wissenschaftliche Karrieren. In einer abschließenden Podiumsdiskussion sprachen die Hochschulleitungen der HS Trier, HS Kaiserslautern und der htw saar über die Karriereoptionen an den HAW.

Die Diskutant*innen waren sich einig, dass für sie die Professur „der beste Beruf der Welt“ sei. Neben der Arbeitsplatzsicherheit zählten besonders die Freiheit der Arbeits(zeit)einteilung und der Gestaltung der Inhalte in Lehre und Forschung, die Mitwirkung in der Selbstverwaltung der Hochschule und das Arbeiten mit jungen Menschen.

V.l.n.r.: Prof. Dr. Charis Förster (htw saar), Prof. Dr. Hans-Joachim Schmidt (Hochschule Kaiserslautern), Prof. Dr. Dorit Schumann (Hochschule Trier), Foto:  Bianca Taufall, Hochschule Trier

Beim Science Speed Dating saßen sich jeweils zwei Promovierende an Tischen gegenüber. Ausgestattet mit Notizblock und Stift, hatten sie jeweils 6 Minuten Zeit, sich gegenseitig vorzustellen und über ihre Forschungsthemen auszutauschen. Wenn die Zeit abgelaufen war, ertönte ein Gong und die Gesprächspartner*innen wechselten zum nächsten Tisch.

Gaston Glatz, Promovend der htw saar, ist von dem Konzept überzeugt: „Bausteine wie das Science Speed Dating können eine gute Übung dafür sein, das eigene Thema kurz und prägnant vorzustellen. Insbesondere bei fachfremden Zuhörer*innen sollte man ohne große Umschweife die Kernidee der eigenen Arbeit erläutern können, ohne sich zu sehr in Details zu verlieren.“

Promovierende beim Science Speed Dating, Foto: Bianca Taufall, Hochschule Trier

Gaston, wie auch Alexandra Schartner waren der Einladung nach Birkenfeld gefolgt. Beide sind Promovierende der Architektur an der htw saar, was durchaus eine Erwähnung verdient. Denn Promotionen spielen erst seit kurzem eine zunehmend wichtigere Rolle in dieser Fachrichtung. Bis dato war es so, dass für Architektur Professor*innen mehr die eigenständige gestalterische und weniger die wissenschaftliche Leistung als Einstellungsvoraussetzung galt. Mittlerweile zeichnet sich aber ab, dass immer mehr Fakultäten die Promotion für Professuren voraussetzen.

Alexandra Schartner und Gaston Glatz (htw saar), Foto: Mike Herrmann, htw saar

Alexandras Forschung findet im Rahmen der Kooperationsplattform Europe statt, weshalb sie in dem Promovierendentreffen Potential für weitere solcher Events sieht: „Das Treffen der Promovierenden am Umweltcampus spiegelt die Vielfalt der Aufgabenbereiche und Kompetenzen, die an den Hochschulen unserer Region vertreten sind, wider. Ein solches Netzwerk muss auch über die Grenzen hinaus, innerhalb der Großregion ausgebaut und gefestigt werden. Gerade für meine Arbeit mit einem starken Bezug zu unserer grenzüberschreitenden Region ist ein dynamisches und aktives Umfeld besonders wichtig.“

Leider wurde der Workshop für Professor*innen aus gesundheitlichen Gründen von der Dozentin abgesagt. Zu dem Thema „Nachwuchsförderung in der Wissenschaft: Konzepte, Effekte und gute Praxis akademischen Mentorings“ wird es aber einen Nachholtermin geben. Interessierte können sich bei mike.herrmann@htwsaar.de melden und auf die Warteliste eintragen lassen.

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