Sie lesen gerade: Die Geschichte hinter der Idee der mobilen Flüchtlingsunterkunft

Die Geschichte hinter der Idee der mobilen Flüchtlingsunterkunft

Husein und Omar aus Syrien berichteten mir, dass sie gerne arbeiten würden oder zumindest irgendwo mit anpacken, damit die Zeit schneller vorbei geht. Das einzige was sie haben und was für sie den höchsten Stellenwert hat, ist ihr Handy. Mit dem Handy kommunizieren sie den ganzen Tag und können den Kontakt zu ihren Verwandten halten. Für mich war von Anfang an klar, dass ich mich mit dem Entwurf für die Flüchtlingsunterkunft voll und ganz nach den Bedürfnissen der Flüchtlinge richten will. Eines schien mir offensichtlich: sie brauchen etwas, mit dem sie die Zeit, neben Social Media, verbringen können. Gleich zu Beginn entschied ich mich für das Thema des Anpackens, was zum Modulhaus führte. Der Einsatz von Europaletten schien interessant, sie können Lasten tragen, sind stabil und in der Anschaffung günstig.

Das Modulhaus für zwei Flüchtlinge sollte alles beinhalten, eine Küche, ein Bad, Schlaf- und Aufenthaltsmöglichkeiten sowie einen geschützten Außenraum vor der Eingangstür – und das alles auf kleinstem Raum. Um das kleine Gebäude überall flexibel aufstellen zu können, habe ich verschiedene Gründungsarten vorgegeben. Es kann zum Beispiel am Waldrand, im Garten von Privatpersonen, in einer Baulücke in der Stadt oder im Stadtpark stehen.

Das Thema des Selbstbauens bestand immer noch und um es einfacher zu machen, habe ich einen Katalog entwickelt, der neben allen Bestandteilen, auch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Bau beinhaltet. Die Flüchtlinge können mit wenig Helfern das Modulhaus mit den vorgegeben Materialien an einem Tag selbst bauen. Es entsteht Kommunikation zu anderen und erleichtert das Ankommen in Deutschland.

Lesen Sie hier den Beitrag über das Modulhaus.

Artikel drucken

0 Kommentare in “Die Geschichte hinter der Idee der mobilen Flüchtlingsunterkunft”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.