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Weltpolitik hautnah

Im Alter vom 94 Jahren verstarb am 30. November 2018 der ehemalige US-Präsident George H. W. Bush. Zu Lebzeiten war er eine Viertelstunde mit der htw saar verbunden: Im März 2007 trafen ihn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der American Spring Academy in College Station, Texas.

17 Studierende der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften verbrachten unter der Leitung der Professoren Michael Zell und Holger Buck eine Woche an der Partnerhochschule Texas A&M University, um gemeinsam mit amerikanischen Studierenden zu studieren. Am Rande der Universität befindet sich die George Bush Presidential Library, die das Bundesarchiv der Bush Administration sowie ein Museum über „41“ – so nennen die Amerikaner ihren 41. Präsidenten – beheimatet.

 

Akten von George H. W. Bush im Bundesarchiv
Ein Stück der Berliner Mauer als Geschenk der deutschen Bundesregierung zur Eröffnung der George Bush Presidential Library

Im Gebäude befand sich außerdem eine Wohnung des Ehepaars Barbara und George H. W. Bush. Nach einer Führung durch die Library traf die htw saar-Gruppe auf der Terrasse zufällig auf Präsident Bush, der sofort mit einem Studierenden und dann mit der ganzen Gruppe ins Gespräch kam. Er war sehr nahbar und freundlich und interessierte sich für den Besuch der Studierenden in College Station. Er stellte viele Fragen und wollte wissen, wie junge Menschen im wiedervereinigten Deutschland leben und studieren. Er berichtete hautnah über die Verhandlungen über die Wiedervereinigung und die daraus entstandene Freundschaft mit Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Exkursion war das kurze Treffen mit George H. W. Bush der Höhepunkt der USA-Reise.

 

 

Die zweiwöchige Studienexkursion über den Atlantik führt die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften seit 2004 jährlich durch – zunächst als American Spring Academy gemeinsam mit der Texas A&M University und dem Westminster College in Salt Lake City, seit 2018 als Mexican Spring Academy mit der Partneruniversität TEC de Monterrey, Santiago de Querétaro, Mexiko. Sie beinhaltet eine Woche auf dem Campus und eine zweite Woche mit Firmenbesuchen, Besuch öffentlicher Institutionen und einer Rundreise. Jeweils im Sommer erfolgt der Gegenbesuch, der als gemeinsame einwöchige European Summer Academy in der Europäischen Akademie Otzenhausen (EAO) die Freundschaften erneuert und vertieft. Verlässliche Partner des Austauschprogrammes, an dem bislang rund 250 amerikanische und mexikanische sowie rund 220 htw saar-Studierende teilgenommen haben, sind von Anfang an die ASKO EUROPA-STIFTUNG und die EAO.

Für uns etwas ungewöhnlich: Im Park der Bush Presidential Library konnten die Teilnehmenden der American Spring Academy bereits die Grabstätte besichtigen, in der der ehemalige Präsident in den nächsten Tagen beigesetzt werden wird.

 

Lesen Sie auf unserer Website den Beitrag „Auf Tuchfühlung mit der Weltpolitik – HTW meets George Bush sen.“, der 2007 anlässlich der American Spring Academy erschienen ist.

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