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Statistik… wenn’s gut werden muss!

Am 16. und 17. Februar 2016 besuchten insgesamt 60 Schüler des Technisch-Gewerblichen und Sozialpflegerischen Berufsbildungszentrums Saarlouis (TGS BBZ) im Rahmen des von der Sparda-Bank-Stiftung geförderten und gemeinsam mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) initiierten Projektes „Stark ins Leben“ die htw saar. Ziel dieses Projektes ist es, Schüler der Oberstufe mit lebenspraktischen Kompetenzen zu stärken.

Bei ihrem Besuch des Studienbereichs Gesundheit und Pflege an der Fakultät für Sozialwissenschaften führten Prof. Dr. Iris Burkholder und Dr. Jessica Brensing die Schüler schrittweise in verschiedene Aspekte der Gesundheitskompetenz heran. Zunächst wurde im Workshop „Statistik… wenn’s gut werden muss“ an kleinen Experimenten erarbeitet, welche Kriterien hochwertige wissenschaftliche Studien im gesundheitlichen Bereich erfüllen müssen. Dabei wurde z.B. an Gummibären eine klinische Studie zur Wirksamkeit einer Impfung simuliert. Im zweiten Projekt „Bild‘ dir deine eigene Meinung“ sollten die Schüler dieses Wissen anwenden und die Qualität von Gesundheitsinformationen im Internet hinterfragen und beurteilen. Hierbei wurde in Gruppenarbeit der Wahrheitsgehalt von aktuellen Beiträgen in unterschiedlichen Internet-Magazinen zum Thema „Rotwein statt Sport“ anhand der entsprechenden wissenschaftlichen Originalpublikationen analysiert. Ausgehend von den sehr überraschenden und unerwarteten Ergebnissen sollen die Schüler animiert werden, zukünftig massenmediale Gesundheitsinformationen kritisch zu reflektieren. „Es war richtig interessant zu hören, dass die statistischen Daten, die wir in der Presse lesen, nicht unbedingt mit den echten statistischen Studienergebnissen übereinstimmen. Wir haben gelernt, wie diese minimalen Veränderungen zustande kommen“, fasst ein Schüler die Gruppenarbeit zusammen. Im dritten Projekt „Alles sicher oder was?“ beschäftigten sich die Oberstufenschüler mit der Frage, wie sich die Verlässlichkeit von diagnostischen Tests abschätzen lässt. Anhand von Farbwürfeln machten sie die Erfahrung, dass es sich hierbei durchaus um eine knifflige Aufgabe handelt.

Abgerundet wurde der zweitägige Workshop mit einer Vorstellung der htw saar von Annette Sick sowie des Bachelor-Studiengangs Pflege von Prof. Dr. Susanne Grundke. Alles in allem waren es zwei unterhaltsame und arbeitsreiche Tage, die den Schülern einen Einblick in das vielfältige Angebot der htw saar gewährten. „Der Tag an der htw saar hat mich bestärkt, nach dem Abitur ein Studium anzustreben, denn es wurde deutlich, dass ein Studium mehr und bessere berufliche Perspektiven eröffnet“, resümiert ein Schüler.

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