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Wasser marsch!

Seit 2017 berichten wir im htw saar blog regelmäßig über die Fortschritte im Startup-Projekt ocean[cube]. Die htw saar-Graduierten Carolin Ackermann, Daniel Lang, Christian Steinbach und Kai Wagner wollen mit ocean[cube] einen wichtigen Beitrag auf dem Gebiet der Aquakultur leisten. Ihre Idee: Eine aus Containern zusammengesetzte, biotechnologisch ausgereifte und in hohem Maße automatisierte Anlage zur Meeresfischzucht zu konstruieren, die anschließend in Kleinserie Interessenten angeboten werden soll.

Im Oktober 2017 startete mit dem Beginn der EXIST-Forschungstransfer-Förderung das Projekt offiziell. Nachdem das Team die Konstruktion der Aquakulturanlage bis ins kleinste Detail geplant hatte, wurde im April 2018 der erste von drei Containern geliefert. Ende Mai war schließlich die komplette Container-Familie vereint.

In der Zwischenzeit ist viel passiert: Das Team von ocean[cube] hat einen langen und schweißtreibenden Sommer hinter sich und kann stolz auf sein erstes Fischhaltebecken blicken. Hierfür absolvierten die jungen Graduierten einen Kunststoffschweiß-Lehrgang, denn sie wollten ihr Becken selbst zusammenbauen. Das dauerte zwar länger als geplant. Doch nach einigen Überstunden stellten sie das Becken fertig und sind nun weiterhin im Zeitplan.

 

Impressionen vom Beckenbau

 

Dann hieß es „Wasser marsch!“: Das Fischhaltebecken wurde rund 30 Stunden mit 80 m³ Wasser gefüllt, um zu prüfen, ob alle Schweißnähte dicht sind. In den nächsten drei bis vier Wochen stehen nun noch kleine Optimierungen an der Konstruktion der Becken sowie die letzten elektrischen Verkabelungen und Verrohrungen an – natürlich ohne Wasser. Parallel dazu steht die Programmierung der Anlagen-Automatisierung auf dem Plan.

 

 

Ende Oktober holt das Team die erste Charge Setzlinge – 7000 Stück – in Gravelines in Frankreich ab. In ihrem neuen Zuhause werden die Wolfsbarsche dann täglich beobachtet, kontrolliert und betreut. Gleichzeitig wird die Meeresfischzuchtanlage langsam hochgefahren – so werden Bakterien im Biofilter wachsen, die essentiell für die Wasseraufbereitung sind. Die Automatisierung der Anlage wird kontinuierlich weiterentwickelt und die Fische werden wachsen – bis zu einer Größe von 350-400 Gramm, mit der sie marktfähig sind.

Es bleibt spannend, wie es mit ocean[cube] weitergeht – wir halten Sie auf dem Laufenden!

Sie möchten mehr über das Projekt wissen? Dann besuchen die Website von ocean[cube]: www.oceancube.info

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