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SEAWATER Cubes für Wissenschaftspreis nominiert

SEAWATER Cubes ist neben zwei weiteren Unternehmen für den Wissenschaftspreis 2021 von EHI Stiftung und GS1 Germany in der Kategorie Bestes Startup nominiert. Die htw saar-Ausgründung hat als erstes HighTech Startup im Bereich Anlagenbau eine kompakte, vollautomatisierte und standardisierte Fischzuchtanlage entwickelt, mit der Meeresfisch regional, nachhaltig und fernab der Meere produziert werden kann.

„Herzlichen und ganz großen Glückwunsch! SEAWATER Cubes ist nicht nur ein innovatives Projekt, das zeigt, wie heute moderne Ingenieurwissenschaft arbeiten sollte. SEAWATER Cubes ist ein Konzept, das beweist, dass Lebensmittelproduktion verantwortlich sein kann, Umweltbelastung vermeidbar ist und, dass regionale Märkte frische und gesunden Lebensmittel nachfragen. SEAWATER Cubes ist der wichtige Gegensatz zu industrieller Aquakulturproduktion, die Umweltschäden immer noch billigend in Kauf nimmt und mit weltweiter Logistik keine Klimaverantwortung übernimmt. Die Nominierung des SEAWATER Cubes Teams zeigt, dass heute verantwortliches Handeln wahrgenommen wird. Ich bin sehr stolz, dass diese Entwicklung an der htw saar möglich wurde, wo die interdisziplinäre Forschung und Entwicklung Studierende einbindet, ihre Qualifizierung zu solchen außerordentlichen Ideen führt. Das Team hat sich den Erfolg hart erarbeitet. Dafür meine große Anerkennung. Ich drücke fest die Daumen!“, sagt Prof. Dr. Uwe Waller, Mentor des Projekts und Professor an der Fakultät Ingenieurwissenschaften an der htw saar.

Das Startup SEAWATER Cubes züchtet u.a. Wolfsbarsche in See-Containern. Foto: SEAWATER Cubes

Das Unternehmen SEAWATER Cubes nutzt See-Container und ist skalierbar. Intelligente Selbstregulierung ist das Stichwort für das komplexe, biotechnologische System, das 99 Prozent des Wassers in der Anlage wiederaufbereitet, über die Cloud mit der Firmenzentrale kommunizieren kann und es möglich macht, die Bedingungen vor Ort aus der Ferne zu überwachen. Die Technik ist auf maximales Tierwohl und die Schonung natürlicher Ressourcen ausgelegt. Durch das Konzept erhalten Verbraucher:innen Transparenz über die Aufzuchtbedingungen und ein hochwertiges, gesundes Lebensmittel ohne lange Transportwege.

Intelligente Selbstregulierung liegt dem komplexen, biotechnologischen System zugrunde, das 99 Prozent des Wassers in der Anlage wiederaufbereitet. Foto: SEAWATER Cubes

„SEAWATER Cubes ist ein Beispiel, wie innovative Forschung die Sichtbarkeit der htw saar deutlich erhöht und einen maßgeblich gesellschaftlichen Nutzen schafft. SEAWATER Cubes bietet dem Lebensmitteleinzelhand eine einzigartige Sortimentsinnovation. Sie verbinden Exzellenz in der technologischen Entwicklung und gleichzeitig in der Vermarktung“, so der Handelsexperte Prof. Dr. Frank Hälsig, der dem Team von SEAWATER Cubes als Mentor und Professor an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der htw saar zur Seite steht.

Carolin Ackermann, CEO und Co-Founder von SEAWATER Cubes freut sich über die Nominierung und die Chancen, die sich daraus ergeben: „Wir freuen uns sehr über die Nominierung zum Wissenschaftspreis. Es ist oft schwierig für Startups, mit neuen, höherpreisigen Produkten an den mächtigen Handel heranzutreten. Der Wettbewerb bietet uns eine tolle Gelegenheit, uns in der Branche zu vernetzen und Aufmerksamkeit für das Thema Frischfisch zu generieren. Im besten Fall finden wir ein paar begeisterte Händler, die unseren SEAWATER Fisch in ihre Theke legen oder sogar einen eigenen Cube auf dem Parkplatz aufstellen möchten, um ihren Kunden ein Einkaufserlebnis der besonderen Art zu bieten“.

CEO Carolin Ackermann mit CTO Christian Steinbach (links) und Co-Founder Kai Wagner. Alle drei sind seit der Gründung im August 2018 mit dabei. Foto: SEAWATER Cubes

Insgesamt haben drei Gründungen aus Hochschulen den Einzug in das Finale zum Wissenschaftspreis von EHI Stiftung und GS1 Germany geschafft. Der Beirat bestehend aus Expert:innen aus Handel und Konsumgüterindustrie hat sich nach eingehender Beratung für drei Unternehmen entschieden, die zum Pitch antreten werden. „Es ist wirklich spannend zu sehen, welche zukunftsweisenden Ideen an den Hochschulen entwickelt und mit wie viel Engagement sie verfolgt werden“, lobt Volkmar Schwenk, Geschäftsführer Ferrero Deutschland und Mitglied im Startup-Beirat, den Enthusiasmus, mit dem die Gründer-Teams im Wettbewerb angetreten sind. Wer letztendlich gewinnt, entscheiden in diesem Jahr die Zuschauenden der digitalen Preisverleihung am 17. März 2021.

Neben SEAWATER Cubes haben eine App für Produktsuchen im lokalen Einzelhandel (Rheinische Fachhochschule Köln) sowie ein automatisiertes Logistikfahrzeug (RWTH Aachen) die Chance auf den Gewinn.

 

 

Hintergrund Wissenschaftspreis

Mit dem Wissenschaftspreis zeichnen die EHI Stiftung und GS1 Germany den akademischen Nachwuchs, Lehrstühle und Startups für exzellente Arbeiten und Projekte aus. Der Wissenschaftspreis ist mit insgesamt 85.000 Euro dotiert. Den Gewinnern des besten Startups winkt ein Leistungspaket im Wert von 50.000 Euro. So unterstützen das EHI und GS1 Germany das Startup ein Jahr lang mit einem umfangreichen Programm unterschiedlicher Netzwerk-, Coaching-, Kommunikations- und Marketingaktivitäten. Voraussetzung: Die Gründung muss an einer deutschsprachigen Hochschule entstanden sein und über einen hohen Nutzen für Handel und Konsumgüterindustrie verfügen. Die Gewinner aller Kategorien werden am 17. März 2021 von 16 bis 17 Uhr in einem Livestream präsentiert. Per Zuschauervoting wird das Gewinner-Startup gekürt. Im Anschluss findet eine digitale Ausstellung mit allen nominierten Startups statt. Die Veranstaltung ist in diesem Jahr in die EHI Innovation Days powered by EuroCIS (15.03.2021 bis 18.03.2021) eingebunden.

 

Pressemitteilung Wissenschaftspreis:

04_02_2021_WP_Finalisten_Startup

 

Weitere Infos und Anmeldung zum Wissenschaftspreis

 

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